Für The Mandalorian wurde per Unreal Engine ein "Holodeck" gebaut

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The Mandalorian ist der ganz große Hit von Disney+, die erste Realserie im Star Wars-Universum konnte Fans wie Kritiker überzeugen. Bei der Produktion beschritten die Macher auch Neuland, denn Lucasfilm und ILM setzten auf "virtuelle Sets", die mit Hilfe der Unreal Engine entstanden sind.

Filme und Serien, die mit vielen Special-Effects-Aufnahmen arbeiten, entstehen in der Regel in Studios, in denen die Schauspieler vor riesigen grünen Leinwänden herumturnen und dabei oftmals auch passend grüne Anzüge tragen. Das liegt natürlich daran, dass über solche Green Screens später die Effekte und sonstige Aufnahmen "kopiert" werden.

Bei Industrial Light & Magic (ILM), der legendären von George Lucas gegründeten Effekte-Schmiede, die natürlich weiterhin zu Lucasfilm gehört, hat man dieses Konzept aber teilweise in den Ruhestand geschickt. Stattdessen hat sich ILM eine Lösung ausgedacht, die man wohl am besten als "Holodeck" umschreiben kann. Denn man hat in einem Studio ein 360-Grad-Runddisplay gebaut, auf dem die Umgebung "live" eingeblendet wird.

Wie selbst auf einem fremden Planeten stehen

Die Idee, mit Projektionen und echt aussehenden Hintergründen zu arbeiten, ist so alt wie Hollywood selbst. Früher wurden die Kulissen gemalt, später kamen auch Projektoren zum Einsatz. Dennoch erklärt etwa Hal Hickel, Animation Supervisor bei The Mandalorian, dass es "unglaublich beeindruckend" sei, wenn man die Bühne das erste Mal betritt, weil "es einen komplett umgibt". Hickel: "Man vergisst schnell, dass man sich in einem Studio befindet und nicht auf der Oberfläche eines Planeten. Es fühlt sich wie eine echte dreidimensionale Umgebung an - weil es genau das ist."

Für die Beteiligten, vor allem die Schauspieler, hat das den Vorteil, dass sich alles "immersiver" anfühlt und sie sich tatsächlich in die Situation besser hineinversetzen können, statt vor einer grünen Leinwand zu agieren.

Showrunner Jon Favreau erklärt, dass man nach den ersten positiven Erfahrungen beschlossen hat, alle Sets vor Beginn des Drehs mit Hilfe der Unreal Engine von Epic Games zu bauen. Das virtuelle und reale Set verschmelzen in Folge "live" zum Endergebnis.
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