DefCon: Security-Experten verlassen frisch gefeuert die Vortragsbühne

Vorträge auf großen Hacker-Kongressen sind immer wieder eine heikle Angelegenheit für die dort auftretenden Sicherheits-Experten. Allerdings dürfte es zum ersten Mal vorgekommen sein, dass zwei Mitarbeiter eines großen Unternehmens praktisch während ... mehr... Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr

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Ich kenne die Verhältnisse in den Staaten nun nicht so genau, aber als abhängig Beschäftigter ist es vielleicht nicht ganz so clever, Firmeninterna, zudem hoch sicherheitskritische oder sonstwie businessrelevant, auf offener Bühne zu veröffentlichen. Wobei ich keine Ahnung habe, ob das Tool nun rechtlich den Angestellten oder der Firma gehört, die es also überhaupt unter OS stellen konnten.

Jedenfalls würde ich mir vorher das ausdrückliche OK holen und es nicht stillschweigend voraussetzen (wenn denn die Aussage, sie hätten das Verbot erst nachträglich zur Kenntnis genommen, stimmt).

Immerhin sind sie jetzt zu Helden der Bewegung geworden.
 
@rallef: Im Normalfall gehört es der Firma, wenn sie dies innerhalb ihrer Arbeitszeit entwickelt haben - selten, dass in Verträgen etwas anderes steht. Wenn dem so wäre, war es ausgesprochen unklug, das als OpenSource präsentieren zu wollen und die Kündigung rein rechtlich gerechtfertigt. Ob eine SMS als Warnung hier ausreicht sei mal dahin gestellt, zumal ich behaupten würde, eine Warnung ist in dem Fall gar nicht nötig.
 
@larsh: Ich habe keine Ahnung warum du Minus bekommst, aber es ist fakt, dass alles, was man während seiner Arbeitszeit erschafft (_egal_ was), der Firma gehört.

Dazu gibt es auch in Deutschland diverse rechtskräftige Urteile. Einfach mal googlen.
 
@larsh: Bei einer SMS wird es schwierig nachzuweisen wann diese gelesen bzw. ob sie überhaupt gelesen wurde. Es verschwinden auch gern mal welche bei der Übertragung und kommen gar nicht erst an.
 
@Gispelmob: Nungut verschwinden lässt sich nachweisen - es gibt ja sogar eine Empfangsbestätigung, ob das Endgerät diese bekommen hat. Lesebestätigung gibts nicht, wohl wahr. Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, sollte wissentlich absichtlich gegen den Arbeitsvertrag verstoßen worden sein, bedarf es zumindest in Dt. in dem Fall keiner Abmahnung und die USA hat da nicht so strenge Regeln. Dass die vorher darüber informiert worden steht auch im Artikel, die SMS war nur das i-Tüpfelchen. ;-)
 
@rallef: normalerweise bespricht man vorher im Geschäft mit den involvierten Personen diesen Vortrag ausführlich! Was kommt rein, was nicht, wie ist der Ablauf etc.

Wenn das alles vorher schon korrekt abgeklärt wurde, ist die Entlassung nicht rechtens, da elektronische Nachrichten nicht immer zwingend beim Empfänger ankommen. Und erst rund 30min. vor Vortragsbeginn zu informieren, geht gar nicht. Dann wäre es gescheiter gewesen, die Organisation rund um des DefCon-Kongresses zu informieren! Meistens gibt es bei solch grossen Veranstaltungen eine Info-Line.

Daher, in dieser ganzen Geschichte fehlt mir der Anfang!
 
Die Kündigung wäre wohl sogar auch in Deutschland rechtens, wenn sie etwas preisgeben, das der Firma gehört, das nicht preisgegeben werden hätte sollen. Das Wie es dazu gekommen ist, ist allenfalls eine lustige Haste-Gehört-Geschichte für den Nerd-Stammstisch.
 
@SweetFalke: Vom was preisgeben steht da aber nichts, sondern vom schon dann rausgeflogen werden, wenn sie sich wagen, überhaupt mal nen einzigen Fuß auf die Bühne zu setzen..
 
Als Aktivismus für offene Sicherheitsforschung und freie Software eine tolle Sache, die Konsequenz, die sich jetzt daraus für sie ergeben hat, ist für Aktivismus allerdings nicht unüblich.
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