NRW-Justizminister mahnt gesetzliche Regelung für In-App-Käufe an

Dass es für In-App-Käufe von so genannten Freemium-Apps noch immer kaum Regelungen auf EU-Ebene gibt, kann der neue NRW-Justizminister Peter Biesenbach von der CDU nicht verstehen. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA forderte er jetzt ... mehr... Apple, App Store, In-App-Kauf Bildquelle: Apple Apple, App Store, In-App-Kauf Apple, App Store, In-App-Kauf Apple

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>> Meist geht es dabei um Kinder, die ohne Einverständnis ihrer Eltern manchmal tausende Euro bei In-App-Käufen von Spielen verschleuderten.

Klassischer Erziehungsfehler.. wenn Eltern den Kids einfach nen PC hinstellen oder ein Smartphone in die Hand drücken ohne vorher aufzuklären, wo die finanziellen Gefahren lauern, sind sie doch selbst schuld.

Aber das machen die Kids auch nur einmal.. spätestestens nach der ersten vierstelligen Rechnung kommt dann das nötige Gespräche mit den Eltern ganz automatisch... aus Fehlern lernt man - sowohl die Kinder, als auch die Eltern. ;)
 
@Trashy: Genial, die Welt ganz simpel erklärt, es ist einfach alles ein klassischer Erziehungsfehler. Drogenkonsum, spielsucht, Gewalt, egozentrisch, asozial.... alles lässt sich auf nen einfachen erziehungsfehler runterbrechen. 👍🏼
 
@merovinger: Naja, er hat ja auch nur einen klassischen Erziehungsfehler genannt, und nicht behauptet, dass das alleine schuld an all den von dir genannten Problemen ist.
Keine Ahnung wo du das rausliest. ^^
 
@merovinger: Ich glaube es geht hier nicht um Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen sondern wohl tatsächlich um den falschen Umgang mit dem PC oder Smartphone. Alles in einen Topf zu werfen und zu sagen, dass es alles komplizierter ist als man denkt, hilft hier auch nicht weiter.
 
@Remotiv: Was haben jetzt Persönlichkeitsstörungen mit dem ganzen zu tun? Falschen Umgang kannst du auf das gesamte leben in sämtlichen Bereichen umlegen.
 
@merovinger: Drogenkonsum und Spielsucht sind aber Persönlichkeitsstörungen und die hast du ins Feld geführt
 
@Trashy: Genau, was soll schon Verbraucherschutz - die Eltern von den Free2Play-Pay2Win Entwicklern haben bei der Erziehung alles richtig gemacht. So funktioniert eben Kapitalismus!

Wenn man ein Spiel für 4-10 Jährige raus bringt und dann die Schlumpfbeeren für 1000 EUR verkauft, damit Gargamel nicht das ganze Dorf zum Abendbrot verspeist ist es überhaupt kein Grund zu regulieren. Logisch. Schon mal was von Wucher und Sittenwidrig gehört? Ausnutzen einer Zwangslage? Die Schlümpfe würden sonst gegessen werden, also ab zu Papas Jacke und die Kreditkartennummer eingeben!
 
@otzepo: Wenn die Eltern zu doof sind, den Zugriff auf zahlungspflichte Inhalte mit nem Passwort abzusichern, der ihre Kreditkarte belastet, haften sie eben aus reiner Naivität für ihre Sprößlinge. InApp-Käufe kann man auch komplett deaktivieren. Jeder AppStore hat diese Funktion. Dafür brauchts sicher keine staatliche Regulierung. Frühzetige elterliche (vllt auch schulische) Aufklärung über die Do&Don'ts in der digitalten Welt ist alles was man braucht.
 
@Trashy: Und genau da ist dein Denkfehler.
Wie soll man es denn mit einem Passwort absichern oder deaktivieren, wenn es keinen Verbraucherschutz gibt?
Diese Optionen gibt es ja nur, da geklagt wurde, weil Kinder In-App-Käufe getätigt haben. (bei Apple galt die Eingabe für 20 Minuten oder so, komplettes Deaktivieren kam noch später aufgrund von Klagen. Appentwickler und Shopbetreiber haben daran aber erst mal super verdient.)

Nach deiner Auffassung müsste aber schon das Kleingedruckte reichen, dass man In-App-Käufen bereits bei der Installation der App zugestimmt hat. Wenn man es nicht will soll man aufpassen oder die App nicht nutzen. So habe ich dich zumindest verstanden.
 
@otzepo: Wenn es um die Regulierung von Wucher geht, gebe ich als Stichwort mal Druckerpatronen, Cherrytomaten, TicTac und Smartphones für fast 1000 Euro. Reguliert werden bzgl. in-App Käufen auch keine global Player sondern "relativ" kleine Fische.
 
4 bis 10-Jährige dürfen ohne Einverständnis der Eltern solche Käufe gar nicht tätigen, der Anbieter muss nach unserer Gesetzeslage sicherstellen, dass der Käufer alt genug ist bzw das Einverständnis der Erziehungsberechtigten hat. Man muss also nur bestehende Gesetze anwenden und nicht schon wieder neue schaffen.
 
@Pinguin_Nutzer: Was heißt "nach unserer Gesetzeslage"?

In Deutschland gibt es bei der Geschäftsfähigkeit nur unter/ab sieben Jahren und ab 18 Jahren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesch%C3%A4ftsf%C3%A4higkeit_(Deutschland)
 
Wie kommst auf auf 4-10? Unsere Gesetzeslage ist doch klar definiert.

Verträge mit unter 7jährigen sind zwar nach §104/105 BGB unwirksam, dennoch haften in diesem speziellen Fall normalerweise automatisch die Eltern, (wegen Verletzung der Aufsichtspflicht) für die entstandenen Verbindlichkeiten. Eben schlicht weil sie den Kauf der App selbst bewilligt und bezahlt haben - und damit allem Kleingedruckten in den AGB zugestimmt haben (vertragliche Haftung), die auf die Möglichkeit der InApp-Käufe hinweist. Ist in dem Fall also Sache der Eltern das zu kontrollieren, es selbst unterbinden (AppStore-Optionen) und/oder das Kind aufzuklären, was es nicht machen darf bzw im Zweifelsfall nicht unbeaufsichtig spielen zu lassen.

Ab 7 Jahre greift dann im Grunde wieder der Taschengeldpararaph (§110 BGB). Dafür bedarf es dann keine Zustimmung der Eltern mehr. Da können die Kiddies mit IHREM Geld machen was sie wollen.

Die Grauzone fängt dann eben da an, wo die Beträge weit über ein normales Taschengeld hinausgehen. Aber wie will man das deckeln? Ein Achtjähiger hat vllt nur 10 Euro, ein etwas älterer geht vllt Zeitung austragen und verpulvert mit seinem Geld 300-400 Euro. Alles legitim.

Aber da ein Anbieter sowieso nicht wissen kann, wer da spielt und uns Datenschutz auch wichtig ist, muss der Anbieter eben davon ausgehen, dass jemand der Kreditkartendaten hinterlegt und vierstellige Beträge verpulvert, auch 18+ ist. Ohne Kreditkartendaten könnte man gar keine großen Summen abbuchen und man kann nur das nutzen, was evtl per Prepaid draufgeladen wurde. Und welche Summen Erwachsene für ihr Hobby verpulvern geht dem Staat ja nun wirklich nichts an.

Zumal alle AppStores im Grunde für die Eltern die Möglichkeit bieten, solche Käufe zu unterbinden oder zumindest von einem geheimen Passwort abhängig zu machen, damit Kinder nicht wahllos einkaufen können. Man muss die Möglichkeiten halt nur nutzen, die geboten werden, wenn man sich absichern will.

Ansonsten ist reine Naivität (seitens der Kinder UND der Eltern) aber kein Freibrief. Ist ja auch nicht so, dass keine Preise dabei stehen, wenn man was kauft. Die Kiddies wissen genau, dass das was kostet, aber denken in ihrer Spielsucht eben nicht über die Konsequenzen nach. Und da müssen eben die Eltern von Vornherein damit rechnen und dafür sorgen, dass die Kiddies keinen Zugriff auf derartige In-App-Käufe bekommen, die über die Kreditkarte der Eltern abgerechnet werden. Die einzige Ausnahme wäre, wenn das Kind die Kreditkartendaten oder Passwörter von den Eltern gestohlen hat, aber das ist eher selten. Im Normalfall sind sie bereits hinterlegt und einfach ungeschützt. Im Zweifelsfall kann man die Einkäufe ja immer noch anfechten - ist dann aber eben in der Beweispflicht und auf die Kulanz des Anbieters angewiesen.
 
@Trashy: ich wollte auf [re:2] otzepo antworten und habe einfach die zitatfunktion verkackt. ich habe mich auf die altersangaben aus seinem kommentar bezogen.
 
Wie man liest, verschließt der Blinde Glaube an Gesetzliche Regelungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten die Sicht auf die Realität.
Auch sind Kinder keine "Kleinen Erwachsenen", was deren Geistige Fähigkeiten und Lebenserfahrung betrifft.

Beim Blick auf die Rechtliche Seite ist doch alles Geklärt, oder doch nicht?
Das Gesetz sagt was man ab oder bis zu einen Bestimmen Alter darf oder nicht, aber durchsetzen kann es das erst im Nachhinein und auch nur über den langwierigen Prozessweg.
Wenn dann ein Part im Ausland sitzt wird selbst der Prozessweg zu einer Unüberwindlichen Hürde, sprich das Geld ist weg und bleibt es.

Technische Vorbeugung ist gut, aber die Mehrheit müsste wissen das diese Vorbeugung jederzeit umgangen oder aufgehoben werden kann.
Spannend wie viele Anleitungen man im Netz findet, die genau dieses überwinden der Kindgerechten Restriktion für ein Kind "leicht verständlich" erklären (ich werden keine weitergeben).
Diese "Professionellen Anleitungen stammen garantiert nicht von Kindern!

Dazu noch der Irrglaube das Kinder nur Kleine Erwachsenen sind, denen man nur Erklären muss "was Gut und was Schlecht ist" und alles ist im Butter.
Die dafür verantwortlichen Erwachsenen haben auch alle ein abgeschlossenes IT Studium, und genügen Erfahrung jedes Gerät absolut sicher für ihre Kinder zu gestalten.
Die Hard.- und Softwarehersteller reißen sich beide Beine aus, um die Eltern darin zu unterstützen, und die IT-Welt für unsere Kinder absolut sicher zu gestalten. (sorry aber da kann ich nur noch Zynisch).

Resümee:
Es gibt eine Industrie die sich darauf spezialisiert hat Kinder auszunehmen!
Darum braucht neue Gesetze, die im Vornherein diese Kriminellen Machenschaften unterbinden, die es einfach machen das zu unrecht (Geschäftstüchtigkeit) einkassierte Geld zurückzuholen, ohne das man dafür lange Prozesswege die auch noch mit Vorschusskosten verbunden sind im Kauf nehmen muss!
 
Die Eltern sollten schon dafür sorgen, dass so etwas nicht passieren kann. Außerdem könnte ja sonst jeder einfach sagen, das Kind war's. Und ist dann grob gesagt "aus dem Schneider" oder sehe ich das falsch?
 
400 Millionen Euro - in welchem Zeitraum? Vermutlich im Jahr?
Bei wie vielen Nutzern? 40 Mio? - Das sind 10€ pro Person und Jahr. Man, das klingt nach massiven Schulden....

Natürlich ist eine Kontrolle diskussionswürdig. Das aber an den 400 Mio festzumachen finde ich recht sinnfrei....
 
Es würde reichen bei den ganzen Freemium Apps eine Obergrenze für Käufe festzulegen bzw einen Maximalpreis zu bestimmen. Die Herren die da argumentieren das es doch nur wenige Euro pro Person sein könnten, denen empfehle ich mal eine Runde "Lords Mobile" zu spielen, da gehen die ingame käufe von 1.09€ bis hin zu 109.99€ allerdings zahlt man da unter anderem für gewisse Helden bis zu 13200€ da das teuerste momentane Paket bei 109,99€ liegt und man es sich nur 120 mal kaufen muss, um den gewünschten Champion mit maximalen Werten zu erhalten. Noch besser wird es bei ingame Funktionen wie dem Labyrinth im Spiel dort kann man gegen Premiumwährung gleich ne runde Lotto spielen um nen Premiumjackpot oder für Ausrüstungspakete (deren Ausbeute vom RnG abhängt) tausende euro ausgibt weil man nix gutes bekommt... Heutzutage und gerade in China ist es modern geworden für Spiele die kostenlos sind enorme Geldbeträge auszugeben, da besagte Spiele mittlerweile auch darauf ausgelegt sind und den Nutzer geradezu mit Werbung überschwemmen. Klar kann man da so kleinkariert sein und sagen selbst schuld, doch ich bin der Meinung dass eine derartig pervertierte Spielevermarktung nicht im Sinne des Verbraucherschutzes ist.
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