Aufspaltung als Option: Amazon wird den Kartellbehörden zu groß

In der Internet-Wirtschaft kommt man an Amazon inzwischen kaum noch vorbei. Entsprechend wachsen in den zuständigen Kreisen die Sorgen darüber, was dies für den freien Wettbewerb bedeutet. In der Folge deutet sich ein Machtkampf an, wie man ihn seit ... mehr... Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon

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Amazon ist kein "Netter" Konzern, wenn es den welche gibt, z.B. haben die Mitarbeite in D. Immer noch keinen Tarifvertrag.
Auch verdrängt Amazon Konkurrenz in jeden Marktsenkmet, dadurch das es in der Preisfindung sich auch längerfristig Verluste leisten kann bzw. Querfinanziert.
Amazon ist wirklich eine Macht die Reguliert werden sollte, aber nicht nur weil es einen Trump Politisch im Wege steht, sonder nur weil es der Allgemeinheit nutzt.

Zugegebenermaßen, hab ich keinen Plan wie man das für alle Beteiligten Positiv umsetzen könnte.
 
@Kribs: In den USA wurde schon einmal ein Konzern zerschlagen (1911). Standard Oil (Rockefeller).
Das Ergebnis: Die einzelnen Bereiche waren dann noch erfolgreicher und da Rockefeller an allen (zerschlagenen) Firmen beteiligt war, explodierte sein Vermögen quasi.
Daraus entstanden z.B. Firmen wie Exxon, Chevron, BP und zwei dutzend andere Firmen die es noch heute gibt.
 
@LastFrontier: also ist das alles nur Augenwischerei^^
 
@LastFrontier: Vielleicht nicht ganz gelaufen wie es sollte aber am Ende (letzter Satz) auch nicht verkehrt. Auf jeden Fall bin ich der Meinung das man dagegen etwas unternehmen sollte seitens der Behörden.
 
@LastFrontier: Mir geht es weniger ums "Zerschlagen" mehr um Regulierung.

Zum Beispiel könnte man Amazon Auferlegen, die Firmen nach Land Aufzuteilen, also für jedes Land eine eigenständige AG mit Sitz in diesen Land, was auch gleichzeitig bedeutet das die Steuermanipulation verhindert wird.
 
@LastFrontier: Irgendwie scheinst du den Sinn einer solchen Zerschlagung nicht zu verstehen.
 
@moribund: Irgendwie scheinst du nicht zu verstehen, dass eine Zerschlagung nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis führt.
Die Zerschlagung des Rockefellermonopols z.B. führte erts recht zum Aufstieg des Rockefeller-Imperiums.
Wasauf demPapier steht und eigentlich rechtlich korrekt und formal ist, hat in der Praxis ganz andere Auswirkungen. Die gut 30 Firmen die aus der Standard Oil-Zerschlagung hervorgingen, kontrollieren bis heute den Weltmarkt.
Du wirst doch nicht glauben dass Leute wie Rockefeller mit dieser Macht und ihrem unsäglichen Vermögen sich die Butter vom Brot nehmen lassen?
 
@LastFrontier:
1. Du hast oben geschrieben "Die einzelnen Bereiche waren dann noch erfolgreicher und da Rockefeller an allen (zerschlagenen) Firmen beteiligt war, explodierte sein Vermögen quasi."
Die Zerschlagung dient nicht dazu dass das Unternehmen nicht mehr erfolgreich ist, sondern damit die Marktmacht nicht auf ein Unternehmen konzentriert ist.
Zum Beispiel wie trägt das von dir in deiner Auflistung genannte BP zur Marktmacht von Rockefeller bei?
BP (British Petroleum, damals APOC) mag Anteile der Zerschlagung gekauft haben, aber hat mit Rockefeller nicht viel zu tun.

2. Hinzu kommt noch - wie Nunk-Junge unterhalb schrieb - dass Marktmacht alleine gar nicht mal das Illegale ist, sondern die Ausnutzung derjenigen.

3. Korrelation =/= Kausalität:
Die Zerschlagung des Rockefellermonopols muss nicht für den Reichtum des Rockefeller-Imperiums verantwotlich sein:
Zu der Zeit setzte sich das Automobil gerade durch.
Kurz darauf begann der 1. Weltkrieg, der den Bedarf an Öl immens steigerte.
Davon hätte Rockefeller (und jeder in der Ölbranche) so oder so profitiert, ob zerschlagen oder nicht.
 
@Kribs: Marktbeherrschende Stellung ist NICHT illegal. Selbst ein Monopol ist NICHT illegal. Es erlaubt daher keine Regulierung oder Zerschlagung. Erst wenn diese Stellung misbraucht wird, um Mitbewerber zu behindern, dann kann man etwas unternehmen. Und selbst dann kommt es darauf an, wie sehr man seine Mitbewerber behindert. Je nachdem können Strafen verhängt werden oder eben im schlimmsten Fall das Unternehmen zerschlagen werden. Größe allein reicht aber nicht.
PS: Dir ist bewusst, dass Amazon für die meisten seiner Arbeitnehmer in Deutschland übertarifliche Löhne zahlt?
 
@Nunk-Junge: Lohn ist nur ein teil eines Tarifvertrages, also ist das Über/Untertarifliche Bezahlen (je nach Tarif) auch nur ein Kleiner Teil der Ansprüche die ein Tarifvertrag den Arbeitnehmern bietet.

Einige Beispiele von Tarifvertraglichen Regelungen:
Arbeitszeit, Arbeitnehmervertretung/Betriebsrat, Urlaub, Krankengeld, Schwangerschaftsurlaub, Fortbildung, Teilzeit, Überstunden /Son.- und Feiertagsvergütung, Abfindung bei Betrieblicher Kündigung und, und, und!
 
@Kribs: Und trotzdem ist ein Tarifvertrag kein Muss, bei dem Amazon in eine Branche gezwungen wird, in der die Logistik gar nicht tätig ist. Wenn Amazon das nicht will, ist das deren volles Recht. Es wird auch niemand gezwungen, dort zu deren Bedingungen zu arbeiten. Man richtet sich nach dem Tarifvertrag der Logistikbranche und es geht um die Beschäftigten der Amazon Logistik, welche - Überraschung - im Logistikbereich arbeiten.
 
@Kribs: Für Lagerarbeiter in der Logistikbranche gibt es einen Tarifvertrag. Dieser regelt vor allem Lohn und Urlaub, kann auch weitere Sachen regeln. Daneben gibt es gesetzliche Regelungen. Diese gelten, wenn der tarifvertrag nicht etwas BESSERES regelt. Zum Beispiel Arbeitszeitgesetz §3: Arbeitszeit 8 h / Tag, §4 Pausen 30 min bei 6-9 h Arbeit, §5 Ruhezeiten min. 11 Stunden, Bundesurlaubsgesetz §3 Urlaubstage min. 24 / a, Betriebsverfassungsgesetz §1 Errichtung von Betriebsräten ab 5 Mitarbeitern,... Tarifverträge dürfen nicht gegen solche Gesetze verstoßen (manche Gesetze haben extra Paragraphen was Tarifverträge regeln dürfen). Ein Tarifvertrag darf also auch 30 Tage Urlaub festlegen, aber niemals weniger als die 24 gesetzlich vorgeschriebenen. - Viele Arbeitgeber halten sich an Tarifverträge, denn es bringt eine Menge Nachteile wenn man aussteigt. - Bei Amazon geht nicht der Streit darum, DASS Amazon sich nicht an den Tarifvertrag hält. Amazon behauptet, dass Lagerarbeiter zur Logistikbranche gehören und hält sich an den Tarifvertrag und ist sogar besser. Verdi dagegen behauptet, dass Lagerarbeiter bei Amazon zum Einzelhandel als Branche gehören und fordert dies als Tarifvertrag einzuhalten. Dort sind die Gehälter aber höher...
 
@Nunk-Junge: Dennoch wird niemand gezwungen die Bedingungen eines Vertrages zu akzeptieren und dort zu arbeiten. Wem es nicht passt kann doch gehen. Jeder hat das Recht sich am Markt zu orientieren und sich seiner Fähigkeit entsprechend zu verkaufen. Die Sonderfälle mal außen vor. Denn ich möchte nicht davon ausgehen, dass Amazon nur vom Pech verfolgte Existenzen einstellt.
 
@Lostinhell78: Na klar, jeder Arbeiter kann selber entscheiden wo er arbeiten möchte und er kann auch mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass er mehr Geld oder mehr Urlaub bekommt als der Tarifvertrag vorsieht. Wenn der Arbeitgeber das akzeptiert.
 
@Nunk-Junge: Ja und wenn nicht steht es einen frei das ggf. nicht den Vorstellungen entsprechende Gegenangebot nicht anzunehmen. Der Mensch an sich kann nicht pauschal von seiner Eigenverantwortung frei gesprochen werden.
 
@Kribs: natürlich haben die mitarbeiter einen tarif vertrag und verdienen damit im verhältnis zu andern logistikern ohne tarifverträge verdammt gut fürs pakete packen.

bei dem geforderten tarifvertrag geht es darum, dass die als einzelhändler eingestuft werden wollen (die mitarbeiter).
 
@Conos: zuerst einmal möchte die Gewerkschaft das. Die Masse der Mitarbeiter scheint nicht hinter dem Wunsch zu stehen, sonst würden die Streiks dort ganz anders aussehen. Bisher hat noch kein Streik bei Amazon irgendeine Relevanz gehabt, auch wenn die Gewerkschaften sich immer wieder die besten Termine dazu ausgesucht haben.
 
@der_ingo: da die streikst keine relevanz haben liegt schlicht daran, dass einfach leiharbeiter dafür hingestellt werden. Und natürlich an der redundanz der läger. streikt eins, wird halt woanders her verschickt.
 
@Conos: Außerdem ist die Zahl der streikenden Mitarbeiter gering. Die meisten Mitarbeiter an den bestreikten Standorten gehen ganz normal ihrer Arbeit nach. Das liegt natürlich auch daran, dass per Gesetz streikende Mitarbeiter kein Gehalt für die Streikzeit bekommen.
 
@Conos: Die Mitarbeiter haben keinen Tarifvertrag, den gibt es W E N N nur zwischen Amazon und der Gewerkschaft!
Amazon hat mit K E I N E R Gewerkschaft eine Tarifvertrag ausgehandelt respektive abgeschlossen, es besteht also K E I N verbindlicher Tarifvertrag für die Amazonmitarbeiter!

Was immer wieder für ein Unsinn verzapft wird?
 
@Kribs: Ein Tarifvertrag wird zwischen zwei Tarifvertragsparteien geschlossen. Das sind auf der einen Seite die Gewerkschaften und auf der anderen Seite meist NICHT die Unternehmen, sondern Arbeitgeberverbände. Daher gilt für viele Arbeitnehmer ein sogenannter Branchentarifvertrag, z.B. Logistikbranche oder Einzelhandel. Die Parteien (also auch die Unternehmen) sind an den Tarifvertrag gebunden (§3 Tarifvertragsgesetz). Wenn es mehrere zutreffende Tarifverträge gibt, dann gilt der Tarifvertrag unter den die Mehrheit der Angestellten fällt (§4a Tarifvertragsgesetz). - Und da kommt der Knackpunkt des Streites, unter welchen Tarifvertrag fallen nun die Lagerarbeiter? - Deine Aussage, dass es keinen verbindlichen Tarifvertrag gibt, ist einfach falsch!
 
@Nunk-Junge: Ach Gott soviel Halbwissen, lese mal nach wie viele Arten von Tarifverträgen es gibt, bevor du hier Klugscheißt.

http://www.tarifregister.nrw.de/tarifsystem/arten/index.php#firmen

Um am Tarifvertrages des "Arbeitgeberverband Spedition und Logistik Deutschland e. V. " Partizipieren zu können müsste es Mitglied im selbigen sein, was ES GARANTIERT NICHT IST!

Ändert aber allen nichts, Amazon hat K E I N E N Tarifvertrag Abgeschlossen, somit können Beschäftigte von Amazon nur die minimalen Gesetzlichen Regeln für sich in Anspruch nehmen!
 
@Kribs: Die Amazon Mitarbeiter haben einen Tarifvertrag... allerdings nicht den, den die Gewerkschaft haben will.
Amazon sieht seine Angestellten im Logistikbereich und der Tarifvertrag dafür gilt auch. Die Gewerkschaft will aber, dass der Tarifvertrag für den Einzelhandel zum tragen kommt, der WESENTLICH besser ist für die Mitarbeiter.
Fakt ist aber, im Einzelhandel sind die Mitarbeiter aber nun mal nicht tätig, sondern eben in Lagern und Co. wo der Logistik Vertrag greift.

Achtung: Man muss dringend auch unterscheiden, ob es um richtige Amazon Mitarbeiter geht (mit Vertrag direkt von Amazon), oder von Subunternehmen oder Personaldienstleistern.

Hier wird gerade von ver.di sehr viel Augenwischerei betrieben und die Fakten sehr sehr stark verdreht.

Das Problem mit der Marktmacht ist, dass sich diese Amazon im Rahmen der Marktwirtschaft aufgebaut haben. Amazon ist halt in vielen Bereichen erfolgreicher gewesen, als viele der Konkurrenten zusammen. Das kann man Amazon nicht vorwerfen.

Problematisch wird, wenn sie diese erworbene Macht nun missbrauchen. Und das werden die Behörden prüfen. Es gibt klare Regeln und Gesetze. Daran muss es gemessen werden und nicht daran, ob es jemanden passt oder nicht,
 
Amazon ist im Vergleich zu Alibaba immer noch klein.
 
@Lostinhell78:
5facher Umsatz und 7mal so viel Mitarbeiter und Amazon soll kleiner sein?!
 
ich denke auch, dass der staat ein auge auf amazon hat und bei erreichen einer gewissen größe einschreitet. es kann nicht sein, dass ein unternehmen den halben markt beherrscht.
 
amazon stößt nur in die riesengroße lücke, die quelle&co hinterlassen haben...
auch weil es geschäftlich alles besser macht...
 
@Rulf: Und trotzdem liegt "otto" noch auf dem Zweiten Platz in Deutschland. Zwar etwa 6 Mrd Euro hinter Amazon, aber hätte ich dennoch nie erwartet.

Wahrscheinlich sind einfach alle "konservativen Kunden" von Quelle & co zu Otto gewechselt. In meinem Umnfeld kenne ich jedoch niemand, der ganz aufgeregt auf das Otto-Paket wartet...
 
Das ist nunmal freie Marktwirtschaft. Man sollte vielleicht mal anerkennen was aus einem kleinen Buchversender geworden ist.
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