Nächste Stufe: Amazon eröffnet kassenlosen Lebensmittel-Supermarkt

Der Handelskonzern Amazon weitet sein Konzept für kassenlose Einzel­handels-Geschäfte jetzt auch auf größere Filialen aus. Und nicht nur das: Auch das Waren-Angebot wird sehr viel komplexer als in den bisherigen Mini-Niederlassungen. mehr... Amazon, Geschäft, Store, Shop, Amazon GO, Amazon Store Bildquelle: Amazon Amazon, Geschäft, Store, Shop, Amazon GO, Amazon Store Amazon, Geschäft, Store, Shop, Amazon GO, Amazon Store Amazon

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Die nächste Stufe des Tracking?

Man was nicht nur was welcher Kunde kauft sondern man kann genau verfolgen wie er sich im Laden verhält. Solche Daten können mehr Geld bringen als der Verkauf von den Lebensmittel.

Kritisch betrachtet ist dieses Geschäft nichts anderes als ein Versuchslabor und die Kunden die Versuchsaffen.
 
@ibecf: Naja ein Großteil davon gibt es doch heutzutage durch Payback und Deutschlandcard und so schon. Und wahnsinnig viele machen das freiwillig mit...
 
@droL: Es ist aber noch mal ein Unterschied, ob der gesamte Einkauf Daten erzeugt, also schon welches Produkt man nimmt und wieder aus der Hand legt, oder was man am Ende tatsächlich bezahlt.
 
@feinstein: Genau wie wenn du auf der Amazon-Seite oder in einem beliebigen anderen Onlineshop nach Dingen suchst. Klickst du einen Artikel an und guckst in die Beschreibung = Produkt in die Hand nehmen. Seite zumachen und nach alternativen Artikeln suchen = Produkt wieder aus der Hand legen. Artikel dem Warenkorb hinzufügen = auf das Band legen. Selbstverständlich wird das alles ausgewertet, sonst gäbe es ja kein "Andere Kunden kauften auch: ...." oder "Kunden interessierten sich auch für: .....".
Es ist also nur die Übertragung dessen, was in Onlineshops schon immer üblich ist, auf Ladengeschäfte.
 
@feinstein: Im Onlinehandeln hast du auch diese Datensammlung, seit Jahren. Hier führt der Mensch eben das Onlinegeschäft in das reale Leben inkl. Datensammlung.

Gerade bei Lebensmitteln und Produkten die man sofort benötigt fehlen diese Daten und Onlinegeschäft mit diesen Produkten kommt nicht so richtig beim Kunden an (jedenfalls nicht in Deutschland).

Logischerweise sind solche Läden der nächste Schritt.

Das sind dann auch erste Schritte um Kassierer und co durch Computer zu ersetzen, ein Zukunftsmarkt also, würde der Kapitalist sagen.

Ob das sich diese Art einzukaufen durchsetzt entscheiden wir als Kunden. Aber im 24h/7Tage Bereich wird es sich durchsetzen, garantiert, schon allein durch die nicht mehr vorhandenen Personalkosten. Die Kunden haben auch die Öffnungszeitenausweitungen in kurzer Zeit adaptiert, Läden die um 18 Uhr schliessen sind für viele nicht mehr denkbar.
 
@Nero FX: nach 20 Uhr ist in den meisten Gegenden dennoch selten. Weil es sich meistens wirtschaftlich für Geschäfte mangels ausreichender Kunden nicht lohnt länger offen zu sein, ganz unabhängig wie lange Sie gesetzlich auf haben dürfen.

Unsere Metzgerei hat aber zwei Automaten(notwurstsäule) vor dem Geschäft wo man sich Rund um die Uhr was ziehen kann. Gerade im Sommer bei Grillzeug praktisch.
 
@ibecf: Das ist korrekt, die Händler haben eben auch festgestellt: es wird auch nicht bedeutend mehr gekauft, es verlagert sich nur wann die Leute einkaufen.

Diese Automaten sind wirklich praktisch.
 
Funktioniert tatsächlich erstaunlich gut, kommt aber bei Obst auch schon mal an seine Grenzen. Ein Kollege und ich waren vor kurzem gerade in einem der beiden Amazon Go Läden in Seattle, in dem es auch schon Bananen und Äpfel lose zu kaufen gibt. Mein Kollege hat drei Bananen genommen, am Ende standen nur zwei auf der Rechnung.

Trotzdem ist das von technischen Standpunkt her extrem gut umgesetzt. Auch wenn ich fast sicher bin, dass man es durch sehr gleichartige Kleidung und vielleicht Mützen täuschen könnte. Denn das System hat nur den einen kurzen Eincheckvorgang, um sich zu merken, wie ein Kunde aussieht. Sonst kann es die Ware nicht zuordnen.

Aber dennoch war der Einkauf schon irgendwie beeindruckend.
 
@HeadCrash: Ich denke mal, dass sowas wie die eine fehlende Banane in der Gesamtbilanz sowieso untergeht bzw durch das Einsparpotenzial an Personal mehr als gedeckt ist. Und auch im normalen Supermarkt gehen ja ab und zu Dinge kaputt o.ä. Das ist kostentechnisch im Endeffekt ja dasselbe.
Prinzipiell wäre es aber doch auch möglich, die Erkennung mit Hilfe einer Waage unter der Auslage zu unterstützen. Frage mich warum das (scheinbar )nicht gemacht wird.
 
@jakaZ: Natürlich kommt da eine Waage zum Einsatz. Aber so Bananen bekommt man irgendwie schlecht genormt. Wenn da 200 gramm fehlen, waren das dann 2 große oder 3 kleine? Wo bezahlt man denn Bananen sonst auch nach Stückzahl? Eher verwunderlich, dass dann nicht auch das Gewicht auf der Abrechnung steht.
 
@jakaZ: weil in einem Bananenregal die größten Bananen das doppelte wie die kleinen wiegen
 
@jakaZ: Ich gehe auch davon aus, dass solche Verluste einfach hingenommen werden. Und letztlich muss man ja davon ausgehen, dass die Algorithmen zur Erkennung der Ware immer besser werden und solche Verluste über die Zeit automatisch weniger werden.

Waagen machen nur bei Dingen Sinn, die tatsächlich nach Gewicht bezahlt werden oder bei denn das Stückgewicht einheitlich ist. Das kommt beim meisten Obst nicht infrage. Und Waagen mit Objekterkennung hatten wir schon im Einzelhandel, die waren dann aber meist so schlecht, dass sie schnell zum Engpass im gesamten Prozess werden. Vermutlich gibt es deswegen in den Amazon Läden (bisher) noch keine Waagen. Wenn ein Laden mit "vollständigem" Sortiment kommt, wird man aber wohl nicht drum herum kommen.
 
@jakaZ: Ne, sowas wird Amazon typisch eher durch höhere Verkaufspreise gedeckelt. ;-)
 
natürlich fallen keine Jobs weg! Die Kassiererinnen entwickeln dann halt Maschinencode für Mikrocontroller oder die KI für Scanner-Systeme !!!
 
@Manuel147: Es gibt immer eine Alternativ-Verwendung für das Personal. Die 5 Kassierer könnten auch hinter dem Backwarenregal stehen und frische belegte Brötchen machen. Genau sowas hat Amazon in seinen Versuchsläden schonmal gezeigt. Da stand ein ganzer Schwung Mitarbeiter, der in anderen Läden normalerweise an der Kasse sitzt, und hat Sandwiches hergestellt, die dann immer frisch ins Regal getan wurden.
 
@mh0001: genau heißt es werden dann Hilfsarbeiter sein und noch weniger verdienen. Irgendwann kann sich ein Roboter Brötchen aufbacken und belegen. Wir wollten nicht als vollautomatisieren, da das persönliche dann wegfällt.
 
@Manuel147: und du denkst jemand der froh ist etwas einfaches zu lernen und keinerlei technische Affinität gegenüber der IT hat sich darüber freut? Wäre genauso wie wir alle müssen unsere Tiere selber Schlachten oder die OP an offenen Herzen kann ja jeder lernen. Eben nicht daher sollte jeder sich kritisch hinterfragen, ob wir nicht alle ersetzt werden. Selbst Bewerbungen werden in vielen Firmen vollautomatisiert über einen Algorithmus bewertetet. Wir schaffen uns selbst ab bzw. die elitäre Gesellschaft fängt an uns überflüssig zu machen.
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