Sky-AGB teils unwirksam: Streit um Kündigungen nach Formel 1-Absage

Sky Deutschland muss nach einer Schlappe vor Gericht seine AGB abändern: Bislang hatte sich der Unterhaltungs-Riese in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen das Recht eingeräumt, das vereinbarte Programm­angebot beliebig zu ändern oder ... mehr... Streaming, Tv, Film, Sky, Sky Deutschland, Sky Q Bildquelle: Sky Streaming, Tv, Film, Sky, Sky Deutschland, Sky Q Streaming, Tv, Film, Sky, Sky Deutschland, Sky Q Sky

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Richtig so, wenn ich Sky wegen der Formel 1 buche und Sky diese dann streicht, macht es nur Sinn, den Vertrag dann kündigen zu dürfen.
 
@BartHD: Du hast das Sport Paket gebucht, aber nicht Formel1.
 
@Bjorn_Maurer: wenn man FOrmel 1 sehn will/wollte musste man das Paket buchen, ergo hat das Gericht absolut Recht.
 
@Bjorn_Maurer: Doch wenn im Sportpaket mehrfach und ausdrücklich mit Formel 1 geworben wird, kann man das implizieren. Der "Character" ist dann auch nicht mehr der gleiche.
 
@Bjorn_Maurer: So einfach kann man das nicht trennen. Hätten sie nicht explizit mit der Formel 1 geworben, hättest Du wahrscheinlich recht. Aber da sie wohl explizit die F1 erwähnt haben, ist das nun einmal Vertragsbestandteil.

Amazon kann ja auch nicht online einen "4K HDR OLED TV" bewerben, dir dann einen "Full HD OLED TV" schicken und sich am Ende auf den weiterhin vorhandenen "Gesamtcharakter" (OLED-Fernseher) berufen.
 
@Bjorn_Maurer: Gott sei Dank ist es in Deutschland nicht so einfach.. sofern Firmen markante Elemente verändern besteht ein Sonderkündigungsrecht. Wenn z.B. in deinem Fitness keine Kurse mehr angeboten werden würde sondern nur noch Gerätetraining oder die Öffnungszeiten massiv verändert werden würden..
 
@tkainz: Machs doch noch einfacher...DSL-Anschluss 100 MBit an der aktuellen Adresse gebucht...Umzug....An der neuen Adresse liegen aber nur 6 MBit an...der Gesamtcharakter (DSL) ist gewahrt, aber nicht die gebuchte Leistung (100 MBit)...daher => Sonderkündigungsrecht!
 
Das ist bei "jedem" Vertrag zulässig - wird die "vertraglich zugesicherte" Leistung nicht erbracht, wird der Vertrag aufgekündigt. das nennt sich "Rücktrittsrecht" - das ist schon seit Ewigkeiten so.
Da wollte Sky wohl eine "neue Suppe" kochen...
 
@Zonediver: Gebe Dir Recht und sehe es genau so. Aber, wo ist die Grenze? Was passiert, wenn zB Die letzte Staffel von Games of Thrones extrem schlecht läuft, und nach der 2. Folge abgesetzt wird? darf der Fan dann kündigen? oder, was ist mit dem Fan von zB Ingolstadt, wenn der verein im Sommer aus der zweiten Liga absteigt und er noch 12 Monate Vertrag hat, aber sein Verein nicht mehr gezeigt wird?
 
@Bjorn_Maurer: Aufpassen: Die Formel-1 Rennen wurden ja nicht abgesagt, nur Sky hat sie nicht gezeigt - das ist was völlig anderes.
 
@Zonediver: Sky konnte sie nicht zeigen, weil sie keine Rechte mehr hatten. Man könnte auch sagen: Informier dich, wie lange Sendeverträge laufen. Wenn Du im Dezember wegen F1 einen 2 Jahresvertrag unterschreibst, obwohl die F1 Rechte im Februar auslaufen, ist das evtl. leichtfertig gewesen.
 
@Bjorn_Maurer: dann können Sie auch damit keine neuen Kunden locken, wenn Sie dann Geld sparen wollen beim Lizenzkauf und es keine Formel 1 gibt womit die Kunden aber zuvor gelockt wurden.
 
@Bjorn_Maurer: es sollte aber ja wohl nicht die Pflicht des Kunden sein, sich über die Verträge seiner Service-Anbieter zu informieren. Es ist Aufgabe von Sky sich darum zu kümmern, die vertraglich zugesicherten Leistungen zu liefern. Wenn bei meinem Internetanbieter die Nutzungsrechte der Leitung auslaufen ist das auch nicht mein Problem, dann hat der dafür zu sorgen dass ich weiterhin ins Internet kann. Wenn zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses F1 Teil des Sportpakets war und das wurde ja auch aktiv von Sky so beworben, dann sollte das auch für die gesamte Vertragslaufzeit so sein. Andernfalls sollte man kündigen können, da sich die erbrachte Leistung seitens Sky signifikant geändert hat.
 
@jakaZ: Wenn dein Internetanbieter zB Spotify blockt, weil die vom Provider eine "Sendeprämie" wollen, hast Du eben kein Kündigungsrecht
 
@Bjorn_Maurer: Bei meinem Internetanbieter ist Spotify aber nicht Teil des Vertrags und wird auch nicht aktiv beworben. Wenn das so wäre und die Nutzung von Spotify wäre im Vertrags erwähnt und Teil der zugesicherten Leistungen und sie würden aufhören die Prämie zu bezahlen, könnte ich ebenfalls kündigen.
 
@Bjorn_Maurer: Dein Beispiel ergibt überhaupt keinen Sinn. Warum sollte Spotify Geld vom ISP haben wollen? Wenn überhaupt andersherum, da der ISP Spotify überhaupt das Geschäftsmodell ermöglicht. Und selbst dann schrammen wir schon am Thema Netzneutralität.

Der Punkt hier ist doch ganz einfach: Sky hat mit der Formel 1 geworben und am Ende nicht geliefert. Es ist nicht Aufgabe des Kunden sich über die aktuellen Vertragsverhandlungen den Anbieters zu informieren. Sky hätte schlichtweg nicht mit der Formel-1-Übertragung werben dürfen, wenn sie noch keine Rechte für die nächste Saison haben.
 
@Bjorn_Maurer: Werde bloß nicht Rechtsanwalt!
 
@Bjorn_Maurer: Ich verstehe, was du meinst, aber Serien können immer floppen und für Fussball sind die Senderechte nicht für Ingolstadt erworben wurden, sondern für eine/mehre Liga/Ligen. Im Fall Formel 1 geht es eben um die (Liga/Rennklasse) F1 und nicht um ein bestimmtes Team. Wer damit wirbt, die F1 zu übertragen, sollte dies auch tun. Ich hatte auch Sky wegen F1 und der BL2...in Summe für mich lohnenswert, aber durch den Wegfall der F1 für mich zu wenig Content für den konsumierten Inhalt...daher gekündigt, 3 Monate lang den Telefonterror ertragen und letztendlich mit Rechtsanwalt gedroht...dann war Ruhe. Wenn die weiter so machen, wird auch der letzte Kunde abwandern und das Sky-Konzept Geschichte sein. Man sieht schon die ersten Befreiungsschläge in Form der Kooperation mit Netflix über SkyQ...in meinen Augen ein sterbender Schwan.
 
Ich finde die Entscheidung des Gerichts ansich gut, da sich im Moment viel zu viel ändert und man den Leuten die Möglichkeit geben muss, sich da jetzt dagegen zu entscheiden. Die gesamte Euro League ist weg, F1 ist weg, CL stark beschnitten, auch in der Bundesliga fehlen oft 2 Spiele pro Spieltag. Darüber hinaus fallen beim teuersten deutschen Pay TV Anbieter die Streamingdienste (Sky Go) bei gefühlt jedem CL Spiel mit deutscher Beteiligung aus. Kündigungen sind bei den Preisen, die da aufgerufen werden die logische Konsequenz.

Mir kann aber keiner erklären er habe nur und ausschließlich wegen der F1 das Sky Sport Abo... Auch als Sky Abonnent schau ich F1 seit 25 Jahren auf RTL und schalte - wenn überhaupt - in einer Werbepause mal zu Sky rüber.
Man kann Kommentatoren gut oder schlecht finden, aber keiner gibt 20 Euro pro Monat für n anderen Kommentator und 10 Min mehr Bildversorgung aus.

Aber wenn dieses Hintertürchen jetzt hilft, umso besser.
 
@Mastawilli: es soll Leute geben die kaufen sich ein Sky-Paket wegen Fußball... hab ich gehört... dann wird es auch Leute geben die sich ein Paket wegen Formel 1 kaufen.
 
@vantage90: Es kommt aber auch kein Live Bundesliga Fußball (nur mit anderen Stimmen und 2 Werbeblöcken) im Free-TV... also ich finde schon dass der Vergleich etwas hinkt. Die 2 Spiele, die ZDF im Jahr live zeigt sind ja wahrlich nicht damit gleichzusetzen... es kommen ja wirklich alle F1 Rennen live...
Aber wie gesagt, ich finds gut, dass das Gericht hier Sonderkündigungsrecht einräumt. Ob wirklich jeder Klagende das wirklich deshalb tut... bezweifel ich nach wie vor. Dafür gibts viel mehr und eigtl. auch bessere Gründe ,-)
 
@Mastawilli: Doch, ich habe ausschließlich wegen der F1 das Sport-Abo genommen. Diese Werbung ist ein Grauß und unverschämt bei einer Live-Übertrag so viel und lange zu Unterbrechen.
Es ist ein ganz anderes Erlebnis wenn man die Vorberichte, die Aufstellung, das Rennen und die Siegerehrung in einem anschauen kann ohne Unterbrechung. Mir kommt das Rennen länger und intensiver vor.

Als Sky die F1 nicht mehr gezeigt hat habe ich es auch nicht mehr auf RTL angeschaut weil das einfach nicht mehr zu ertragen war. Da reichten mir die Zusammenfassungen in den Nachrichten, da hab ich gefühlt genauso viel vom Rennen gesehen wie auf RTL.
 
@Comromeoz: Die RTL-Übertragung ist echt grausam. Kleiner Tipp: Der ORF hat die Rechte für F1 und man kann den Livestream über VPN anschauen. Mache ich auch so seit ich Sky gekündigt habe. An den österreichischen Akzent gewöhnt man sich recht schnell :D
 
@jakaZ: schau schau schau... Ah ja der Wurz ^^ Schade, dass es Heinz Prüller nicht mehr gibt.
 
@Mastawilli: Du hast bei Sky die Möglichkeit, das Rennen aus verschiedenen Pespektiven zu sehen...
 
@Jimbo: DU hattest!
 
@Mastawilli: Ich habe das Sport Paket seit 2001 nur wegen der Formel 1 abonniert. RTL kommt nicht in Frage weil dort durch die Werbeunterbrechungen nicht das vollständige Rennen gezeigt wird.

Da Sky letztes Jahr nicht übertragen hatte, habe ich extra für die Formel 1 Zattoo Premium abonniert um die Rennen auf ORF 1 HD sehen zu können. Für die freien Trainings zusätzlich noch F1TV.

Dieses Jahr überträgt Sky wieder Formel 1. Leider aber ohne Marc Surer als Kommentator.
 
Das Gericht hat meiner Ansicht nach absolut richtig entschieden.
Das Sky nicht verpflichtet ist F1 weiterhin zu zeigen ist klar.
Wenn aber ausdrücklich mit F1 beworben wird und auf einmal ist nix mehr mit F1, finde ich es nur logisch, wenn man dann ein Sonderkündigungsrecht hat.

Diese ganzen langen Verträge, die über 1-2 Jahre gehen sind an sich überholt.
Hier müssten auch Anbieter wie Sky etc. monatliche Verträge anbieten. Die Zeit ist einfach schnelllebig.
Internetprovider bieten ja mittlerweile Verträge mit monatlicher Kündigung an. Auch Mobilfunkprovider wie z.B. Congstar machen das.
Im Bereich Software geht es auch in die Richtung.
Sophos macht das mit Schutzsoftware so. Das ist es sogar so, das man nicht bezahlen muss wenn der Rechner längere Zeit aus ist.
 
Ich hätte nun gerne eine Aufstellung der Kosten. Lizenzkosten für Formel 1 für Sky, Paketkosten vorher und nachher, Sky kosten allgemein vorher nachher und Anzahl der Sky Buchungen sowie Anzahl der Sportpaketbuchungen. Nur um die Auswirkungen zu sehen.
 
Sky sollte von Amts wegen dicht gemacht werden. Wer solche AGBs verfasst, ist in meinen Augen schon ein Betrüger. Das Programm einseitig ändern wollen, aber dem Kunden kein Kündigungsrecht zugestehen wollen. Hallo? Was muss denn noch alles passieren, bevor dieser Laden geschlossen wird?

Unfassbar, dass sich noch Gerichte mit so einer Selbstverständlichkeit die Zeit um die Ohren schlagen
müssen.
 
@Karmageddon: Dann kann man alle anderen großen Dienstleister auch dicht machen. Denn viele versuchen mit AGB Klauseln die Leute abzukassieren.
 
@Akkon31/41: Natürlich gibt's auch viele andere schwarze Schafe und für die sehe ich das ganz genau so. Sky fällt mir zumindest aber besonders oft auf, zusammen mit 02/Telefonica und Kabel Deutschland.
 
Mach nur Sinn. Die Lizenzen kosten schließlich viel Geld für den Sender, also wird dem Kunden hier ein relativ großer Gegenwert beworben. Wenn dann der Kunde einen Vertrag abschließt, werden u.A. Kosten für diese Lizenzen gedeckt.
Wenn jetzt aber der Kunde Geld für das Abo zahlt, dabei Sky aber keine Kosten für die F1 Lizenzen aufwenden muss und diese dann auch nicht zeigt, dann ist das einfach Betrug am Kunden bzw. reine Geldmacherei seitens Sky. Sky erhält nen haufen Geld, ohne die beworbene Leistung zu erbringen.

Könnte ich ja auch sagen, kauft alle bei mir das Sport Abo für 20€ im Monat, ich biete euch Bundesliga und Formel1, dabei mach ich in Wahrheit eigentlich nur Twitch Streams, wo ich über Fußball rede... Ne, das kann so niemals durchgehen. Das wäre einfach nur absurd.
 
Das nennt man dann wohl "Sky to go"
 
Deshalb hat Sky jeden der dagegen per Anwalt vorging, gerne aus dem Vertrag entlassen damit so ein Urteil nicht gefällt werden kann. Die Verbraucherzentrale lässt sich auf so ein Spiel nicht ein.
VW hat es ja ähnlich gemacht, ein Kläger hat es bis zum BGH durchgezogen. Damit es zu keinem Urteilsspruch kommt, hat VW sich mit ihm geeinigt. Der Kläger dürfte nicht schlecht dabei abgeschnitten haben.
 
Diese Knebelungen mit 1 oder 2 Jahres Verträgen ist, egal welche Firma, unmöglich. Ist eine Firma gut, bleibt der Kunde auch da - selbst wenn er monatlich kündigen kann. Der Wechsel eines Vertrags, oder in dem Fall sogar das Ende eines Sky-Abos, ist ja für den Kunden auch nicht ganz ohne. Ich löse eher einen Vertrag auf, bei dem ich auf 24 Monats festgedonnert wurde als einen anderen, wo ich monatlich kündigen kann. Dazu kommen dann immer diese Spielchen. Am besten einen Tag nach Vertragsbeginn kündigen, damit man dann nach einem halben Jahr etc. bessere oder gleiche Konditionen aushandeln kann, normalerweise bis zu 50%. Das es sowas heute bei all dem Verbraucherschutz gibt, ist eigentlich eine Katastrophe. Nun, ich bin trotzdem dauerhaft Sky- (und vorher Premiere-) Kunde und werde es auch bleiben. Sie haben schon eine Menge für den Sport getan und sind ihr Geld wert - aber natürlich nur zum halben Preis ;)
 
@PCTechniker:
Genau richtig, wenn ich zufrieden bin, wechsel ich den Anbieter auch nicht bei monatlicher Kündigungsmöglichkeit.

Das ist ja das Problem, das der jahrelange Stammkunde nicht zählt. Er wird sogar mit Füßen getreten. Ich bin über 20 Jahre Mobilfunkkunde bei der Telekom.
Neukunden erhalten wesentlich bessere Konditionen als wenn ich meinen Vertrag verlängere.
Eigentlich müsste man mir richtig gute Konditionen einräumen.
Konsequenz ist nun, das ich bei der Telekom gekündigt habe und zu Congstar gehe.
Ist zwar Telekomtochter und damit auch Telekom, aber damit habe ich zu sehr viel besseren Konditionen das Telekomnetz. Ach ja, monatliche Kündigung ist auch möglich.
Die Handypreise bei Vertragsverlängerung (Telekomvertrag) sind einfach viel zu hoch. Das rechnet sich hinten und vorne nicht. Das ist alles zu unflexibel. Ein neues iPhone (XS max) werde ich bei Gravis mit Hardwareschutz Pro über 0% Finanzierung über 3 Jahre beziehen.
 
Was mich da viel mehr wundert. Warum diese AGBs immer erst dann geändert werden sollen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Warum gibt es da keine Prüfstelle, die sowas ständig checkt? Mir ist schon klar, dass man das nicht überall machen kann, aber Sky hat Millionen von Kunden und da würde es schon Sinn ergeben, wenn man sowas prüfen lässt. Aber wehe, man vergisst mal das Impressum auf einer Tierzuchtvereinsseite. Dann flattert sofort ne saftige Rechnung vom Anwalt rein.
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