Künstliche Intelligenz als Schulfach: KI-Verband fordert "Datenkunde"

Der KI-Bundesverband sieht Deutschland im Rennen um die Zukunfts­technologie künstliche Intelligenz schlecht aufgestellt. In einem Papier fordert man deshalb jetzt unter anderem, "Datenkunde" schon bei Kindern zum zentralen Thema zu machen und als ... mehr... Pc, Computer, Kinder, Schule, Schüler Bildquelle: StartupStockPhotos Pc, Computer, Kinder, Schule, Schüler Pc, Computer, Kinder, Schule, Schüler StartupStockPhotos

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Man kriegt es ja noch nicht mal hin, ITG flächendeckend an Schulen zu bringen, geschweige denn eine ernsthafte Informatik. Da wird sowas Wunschdenken bleiben...
 
Tausend mal wichtiger wären die Fächer (Wirtschafts-)psychologie, Soziologie und Philosophie.
 
@Skidrow: geht nicht... wo kämen wir hin, wenn die künftigen Konsumenten so schlau sind, dass sie auf das inhaltsleere Geblubber einer ganzen Branche (Werbeindustrie) nicht mehr hereinfällt, weil sie den nichtssagenden Schwachsinn bewusst hinterfragt?
 
@Skidrow: "(Wirtschafts-)psychologie" ok, "Soziologie" naja, "Philosophie" bloß nicht! Philosophie wäre so ein richtiges Zeitverschwendungs-Fach.
 
@markox: Ich behaupte mal, du weißt weder was der Begriff bedeutet, noch worum es inhaltlich geht. Lies dir zum Einstieg mal den Wikipedia-Artikel zu "Philosophie" durch. Mal gucken, ob du dann immer noch sagst, es sei "Zeitverschwendung".

Aber ich kann dich verstehen (meine ich nicht sarkastisch). Denn die Hochschulphilosophie vermittelt leider ein völlig falsches Bild. Streichen wir einfach den Begriff "Philosophie", und schauen uns stattdessen lieber die Inhalte an.
 
@markox: Wieso wäre Philosophie "richtige Zeitverschwendung"? Ich fände es gut wenn die Schüler nicht nur jeden Mist auswendig lernen müssten sondern vielleicht tatsächlich sich auch philosophisch mit den Themen auseinandersetzen müssten. Regt definitiv mehr zum nachdenken an als die 100te Matheformel von der Tafel zu kritzeln und die 1000 Kurvendiskussion zu führen obwohl es der Mathelehrer noch nicht mal geschafft hat den Schülern zu erklären wann Sie sowas mal im echten Leben benötigten könnten. Aber gut, auch dieses Fach würde mit der Qualität des Lehrers stehen und fallen.
 
@sav: das ist in der Theorie gut gedacht, setzt aber voraus, dass du lehrer im systtem hast, die das freie denken und interpretieren von text auch verwerten können. Damit das aber funktioniert, müsste das Bildungssystem weg vom konsumorientierten belohnungs- bzw. Bestrafungssystem bei susbleibender massenkonformität
 
@markox: Philosophie schon, z.B. als Ersatz für Religion (wird heute teils schon als Ethik angeboten).
 
@Skidrow: Naja, zumindest die Soziologen und Psychologen sind auch nichts mehr ohne Mathematik, Informatik und Big Data. Grade die automatisierte Analyse von Verhaltensmustern, Vorlieben, Meinungen etc. bringt viele neue Erkenntnisse in den Fachbereichen. Da wäre Datenkunde wohl eine Grundlage...
 
@LoD14: Die sollen in der Schule keine Forschung betreiben, sondern Grundlagen der Psychologie erlernen. Da brauch es kein Big Data...
 
@knallermann: kommt drauf an wie man es macht. kannst zb mit grafstat in schule tolle sachen machen. ist immer noch besser, selber zu erkenntnissen durch die auswertung von daten zu kommen als nur irgendwelche fachtexte am laufenden band zu lesen. man kann hinterher immer noch gucken, warum die ergebnisse sind, wie sie sind. zusammenhänge selber erkennen ist immer noch besser, als über sie zu lesen. und das geht nur durch praxis. und dazu gehört auch forschung im kleinen. sonst ist der unterricht schlecht.
 
Sorgt erstmal dafür, dass es in Schulen ordentliche Dächer gibt, wos nicht durchregnet und die WC Anlagen vernünftig sind. Bevor man künstliche Intelligenz zum thema macht, sollte man vielleicht die natürliche Intelligenz der zukünftigen Wirtschaftskräfte schulen, ohne sie zu überfordern. Dass was am hiesigen Bildungssystem getan und vor allem geändert werden muss, dürfte klar sein, aber ob Datenverarbeitung vor Wort und Schrift gehen sollte, wenn in vielen Schulen nicht mal in jedem Klassenzimmer ein Datenverarbeitungsgerät steht, welches an eine Datenleitung angeknubbelt ist?
 
@Rikibu: :-))), in der letzten staatlichen Schule in der ich war war auch das Dach Jahre lang undicht. Super 80er Jahre vorzeige Design Bau mit Flachdächern. Immerhin tropfte es im Gang zu den Lehrerzimmern am meisten, da standen zuletzt alle paar Meter Eimer, die teilweise mehr Mals täglich voll waren. Und die ganze Anlage war mit Teppich zugepflastert, das kommt dann besonders gut ;-). Als ich da fertig war, wurde gerad mit der Dachsanierung begonnen,... Erster Schritt tonnenweise Kieselsteine von den Dächern schippen um an die ollen Dachpappen zu kommen.
 
@markox: An unserer FOS durften die Schüler die Lichtschalter aus Sicherheitsgründen nicht betätigen.
 
Das Problem bei solchen Fächern ist nicht der Wille zur Einführung solcher, sondern der Wille und die Eignung Fachkundiger es zu lehren. Erstens haben Leute die sowas richtig drauf haben kein Interesse für einen Hungerlohn für den Staat zu arbeiten wenn es in der Privatwirtschaft viel attraktiver ist und zweitens ist Fachpersonal auf solchen Gebieten meist nicht zum unterrichten vor Kindern geeignet, und schon gar nicht in einer Grundschule.
 
@markox: inkl dem problem, dass Bildung dummerweise seit der föderalismusreform bundesländersache ist
 
@markox: Hier wäre erstmal zu hinterfragen, was der Begriff "Datenkunde" wirklich bedeutet und wie die Schnittpunkte zum "Informatik"-Unterricht aussehen. Glaube nicht, dass die in der 3. Klasse schon was von Neuronetzen oder Genetischen Algorithmen erzählen würden. ;-) Ich denke/hoffe mal, die meinen eine Art Grundwissen als Einstieg in den Informatikunterricht. Alles andere wäre wirklich seltsam.
 
Es mangelt bereits jetzt an (sehr) vielen Stellen bei den Schulverwaltungen und im schulischen Bildungssektor. Vor allem fehlen Lehrer. Ja, IT ist wichtig - aber zuerst sollte die Grundbildung abgesichert werden, bevor zusätzliche Fächer eingeführt werden. Über den maroden Zustand einiger Schulen brauchen wir nicht erst anfangen zu diskutieren...
 
Datenkunde...wie soll man sich das denn vorstellen?
Wird da erklaert,wie man welchen Firmen so viele Daten wie moeglich schenken kann?
Oder doch wie man an moeglichst viele persoenliche Daten von anderen kommt?
Dass es da um etwas sinnvolles geht,wie zum Beispiel den Datenschutz,kann ich mir bei unserer Politik jedenfalls nicht vorstellen.
Datenschutzkunde waere aber wirklich mal ein sinnvolles Fach,wenn man es denn richtig macht,was die ja nichtmal in den Gesetzen hinbekommen.
Ein wichtiger erster Schritt waere ja schonmal,Spyware wie Chrome auf Schulcomputern durch Firefox zu ersetzen und DuckDuckGo als Standardsuchmaschine einzustellen,aber dazu muesste ja tatsaechlich ein Admin mal was tun und sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Oh nein,wie schrecklich!! </ironie>
 
@nipos: Ich würde das Fach "Medienkompetenz" nennen.
 
@Bautz: Das wuerde aber voraussetzen,dass die Lehrer nicht selbst dauernd ihre Medieninkompetenz zeigen.
 
@nipos: Das ist ein anderes Problem, dafür hab ich bisher aber auch keine Lösung gefunden. Entsprechende Ausbildung der Lehrer wäre auf jeden Fall ein erster Ansatz.
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