Schwarzer Peter: Wettbewerbsdenken behindert Glasfaserausbau

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich zum heiklen Thema des schleppend vorangehenden Breitbandausbaus geäußert. Dabei nimmt er eine klare Position ein und stellt sich damit gegen den häufig genannten Grund der hohen Kosten der ... mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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Also da schiebt doch Einer dem Anderen den schwarzen Peter vor, keiner will wirklich verantwortlich sein und sich der Verantwortung stellen. Was geschieht denn mit den Geldern die die Politik in den Ausbau pumpt?

Ich finde die Regierung sollte tatsächlich mal akribisch genau nachprüfen ob diese Fördergelder für den Ausbau im vorgesehenem Maße auch genau für den veranschlagten Ausbau verwendet werden oder ob da nicht Gelder auf Grund verschleierungen in anderweitig, alternative Ausbauforneb fließen und auf dem Papier steht dann für die Politik sichtbar welche Gebiete "ausgebaut" wurden. Jedoch geprüft ob dem auch so wie von der Regierung vorgeschlagen, ausgebaut wird mit den gegebenen Mitteln, wird nicht. Somit fließen die Gelder der Ausbauförderung der Internetstruktur doch am Ende wieder irgendwo ins Nirvana. Was nutzt es denn wenn kleine oder mittelständische Kabelbetreiber oder Antennengesellschaften in Dörfern ausbauen wo selbst aufgrund der geringen Einnahmen nur quasi uralte Kabelanlagen mit teils frei liegenden Koaxialkabeln bauen müssen und man teils mehrfach am Tage mit starken Schwankungen bis hin zu mehreren Ausfällen am Tag leben muss. Es kann doch keiner verlangen dass Bürger im Grunde ihren Wohnsitz wechseln nur um ggf. eine Stabilie und zügige Onlinearbeitsweise führen zu können, ich finde im 21. Jahrhunder sollte das Flächen deckend möglich sein. Aber da sieht man wieder dass der Angeblich ach so reich gepriesene Staat Deutschland im eigenem Land was bestimmte Infrastrukturen angeht einfach nur die Bürger und Unternehmen vertröstet. Ich finde der Ausbau in Deutschland sollte massiv vorran getrieben werden, sicher sind das dann einmalig horrende Kosten, aber wenn man das auf ganz Deutschland rechnet macht es sich nach ein paar Jahren bezahlt. Da bin ich mir sicher.
 
@Windows 10 User: Das war mit allen Geldern passiert, die werde von einem Manager in sein Auto oder Haus versenkt.
 
@Windows 10 User: Unsere Regierung sollte was tun?
Da hast Du aber entspannten Humor. Hier geht es um Breitband, nicht um Diäten. Das schreibt die überübernächste Regierung dann mal als "möglicherweise in wenigen Jahren dringend" in Ihre Agenda.
 
@Windows 10 User: hhhmmm text verstanden??? ich denke nicht. da baut einer aus und nimmt die Fördergelder mit, stellt dann aber fest, das er, wenn er weiter Ausbaut, sein Quasi MONOPOL im ausbaugebiet verliert und somit Wettbewerb zulassen muß, was sich aufgrund der Regulierung nicht rechnet, ein anderer kann aber nicht ausbauen, da die Fördergelder für dieses Gebiet bereits abgeschöpft wurden. da geht es einfach nur um GELD, und wo man das mit möglichst wenig Aufwand möglichst reichlich einfahren kann,

1. Fördergelder einstreichen
2. überhöhte Grundgebühren beim Kunden verlangen, welche aufgrund fehlender Konkurenz und Wettbewerb gezwungen sind nur bei diesem Einen Anbieter buchen zu können
3. möglichst nur soweit Ausbauen, ohne die Grenze für die Regulierung zu erreichen.
4. sich zurücklehen und dem Konto dabei zusehn, wie der Kontostand steigt.

kundendienst und instandhaltung der Leitungen übenimmt der Netzmonopolist (telekom) somit ist man fein aus dem Schneider und muß sich um nix mehr kümmern.
 
Das ist doch exakt genau der Grund, warum Infrastruktur wie Straßen, Strom, Wasser, Gasleitungen und auch Glasfaser und Telefonkabel nicht privatisiert werden dürfen.

Der Staat sollte das Netz ausbauen, dann gehört es den Bürgern, die es ja schließlich brauchen.
Jeder Anbieter kann dann gegen eine Gebür das Netz verwenden, dann geht es fair zu, jeder wird versorgt und es geht nur noch um die gebotene Leistung und nicht darum, wer das größte Netz hat und alle anderen am längsten aussperren kann um abzukassieren.
 
@pcfan: Das wäre natürlich das beste... Damit wäre auch der schnelle Ausbau kein Problem...

Und der Staat kann auch problemlos in Vorleistung treten und dann in den nächsten Jahrzenten das Geld wieder über die Gebühren einsammeln...

Bei den Krediten für z.B. Griechenland klappt es ja auch - die laufen ja auch über 40 Jahre oder so...

Mit einer einmaligen grossen Investition wäre das Problem gelöst und könnte dann über die Jahre refinanziert werden...

Vermute aber dass die Kompetenz zum Aufbau und Betrieb beim Staat nicht vorhanden ist... Und wenn die dann wieder Privatfirmen das ganze betreiben lassen sind wir wieder soweit wie jetzt oder bei T(r)oll-Collect...
 
"Denn wenn Sie beim Ausbau eine gewisse Mindestabdeckung erreicht haben, dann greifen Regulierungen und dann müssen Sie auch Wettbewerber auf das Netz lassen."

Ich denke mal das ist alles eine Preisfrage... Jeder der eine Glasfaser verlegt macht das natürlich um damit etwas zu verdienen... Wenn die von der Bundesnetzagentur festgelegten Preise gerade mal kostendeckend sind (und das sind sie ja hoffentlich) hat keiner gross Lust einem anderen Anbieter zu gestatten mit seiner Investition Geld zu verdienen...

Der der die Leitung verlegt hat das unternehmerische Risiko und einer anderer kann dann quasi zum Selbstkostenpreis auf die Leitung und damit Geld verdienen... Das passt nicht.

Ich denke das Problem würde sich schnell lösen wenn Leitung mit einem normalen Gewinn weitervermietet werden können... Besonders da die anderen ja überhaupt kein Risiko haben sondern sich einfach nur "in das bereits fertig gemachte Bett" legen... Also die Leitungen anderer nutzen und dann noch was aufschlagen und an die eigenen Kunden verkaufen...
 
@Stefan1979: hhhhhmmm aber die Telekom solll möglichst überall ausbauen und noch unter Kostendeckend an andere Wettbewerber abgeben. denn genau so sieht es aus, die Regulierung deckt die kosten eben nicht. und das ist für alle gleich. deswegen wird ja auch nur bis an die Regulierungsgrenze ausgebaut, darüberhinaus lohnt nicht, da dann die Preise aufgrund des Wettbewerbs einbrechen, in Gebieten mit Monopolisten können da schonmal 5€ mehr drin sein, das läst sich doch kein Anbieter entgehen.
 
Ein FDP-Politiker gesteht ein, dass der Wettbewerb nicht immer zum besten Ergebnis für alle führt? Das ist ja erstaunlich.
 
@dpazra: Der Wettbewerb führt oft zu einem guten Ergebnis... Aber jetzt stell dir mal vor Audi kauft bei BMW Autos (zu einem Preis bei dem BMW nicht wirklich was verdienen kann) und macht dann ein Audi Logo drauf und verkauft es mit Gewinn weiter... Aber BMW muss weiterhin für Garantie(Reparaturen) usw. gerade stehen...

So in etwa ist es doch bei den Leitungen auch... Die mieten fertige Leitungen (zu einem Preis bei dem der Besitzer der Leitung nicht wirklich was verdient) und haben keinerlei Risiko und bauen darauf ihr Geschäft auf...

Die bessere Lösung wäre wohl so eine Art wie bei Peering - wenn beide Partner etwa gleich stark sind zahlt keiner was...

Heisst Anbieter A hat 100.000 Kunden auf den Leitungen von Anbieter B - und andersrum... Keiner zahlt was...

Bei einem Ungleichgewicht muss eben einer was zahlen (und zwar soviel dass der andere auch Gewinn dabei macht)... Alternative ist er baut Gebiete aus in denen dann auch der andere Anbieter Leitungen bekommt...

Dann kann man sich aussuchen ob man lieber (mehr) Miete bezahlt oder selbst was ausbaut damit das ganze wieder ausgeglichen ist....
 
Ja lustig wenn etwas sinnvoll ist wird es noch lange nicht gemacht, erst wenn man damit geld verdient. Das wird uns noch teuer zu stehen kommen.
 
Und wie gut infrastruktur in Staatlicher Hand gewartet wird sieht man ja an unseren Straßen das hat also auch nichts.
 
Da ich es nicht besser weis:
Wäre es für die Besitzer der Oberleitungstrassen nicht sehr lukrativ einen Strang Glasfaser (selbstverständlich Kabel mit entsprechener Zugfestigkeit) aufzulegen und die damit entstehende flächendenkende Glasfasterinfrastruktur zu vermieten?
Abgesehen von dem initialen Investment, an welchem sich sehr wahrscheinlich der Bund beteiligen würde, sollte es doch nur Vorteile geben. Die Strahlung der Energieleiter sollte keinerlei Auswirkungen auf Glasfaser haben, Glasfaser sollte termisch auch sehr stabil sein (Winter-Sommer Ausdehnung der Leitungen) und die Trassen existieren bereits.
Oder sehe ich hier den entscheidenden Grund nicht, warum dieser Gedanke Blödsinn ist?
 
Aha, ein schlechter Mensch von der FDP sagt das Regulierung alles schlimm macht, ist ja nichts neues von dieser Verbrecher Partei.
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