US-Präsident Trump untersagt Kauf von Qualcomm durch Broadcom

Qualcomm kann durchatmen. Aus Gründen der Nationalen Sicherheit hat US-Präsident Trump heute dem Verkauf des Chipherstellers an den Konkurrenten Broadcom den Riegel vorgeschoben. Auch bei Intel dürfte man wegen dieser Entscheidung durchaus ... mehr... Usa, Donald Trump, trump, Präsident, US-Präsident, Weißes Haus Bildquelle: The White House Usa, Donald Trump, trump, Präsident, US-Präsident, Weißes Haus Usa, Donald Trump, trump, Präsident, US-Präsident, Weißes Haus The White House

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Im Prinzip eine richtige Entscheidung. Vermutlich ist Qualcomm im Militärbereich aktiv. Da hilft kein Wehklagen der Globalisierungsfreunde, denn Trump ist ausschließlich für die USA zuständig. Es wird Zeit, daß sich auch in Europa die Einsicht durchsetzt, daß die Verdrängung heimischer Unternehmen durch ausländische Konkurrenz, auch wenn selbst verschuldet, keine Option ist. Mit jedem bisschen Verantwortung, welches die Regierenden im Namen irgendeiner schwachsinnigen ideologischen Wahnvorstellung von sich weisen, geht auch der Verlust von Sicherheit, bzw. sozialer Sicherheit einher. Ein Staat, der sich nicht verpflichtet fühlt, die Volkswirtschaft oder die Grenzen zu schützen, ist abzulehnen, ein Staat hingegen, der diese essenziellsten aller Staatsaufgaben auch noch als unmoralisch verbannt, ist als Gegenspieler der Bevölkerung wahrzunehmen.
Dabei ist einiges zu beachten und auf keinen Fall darf man auf das Geschwätz hereinfallen, welches das eine Extrem als unausweichliche Folge der Abschaffung des anderen Extrems ausweist. Der Schutz der Grenzen beispielsweise bedeutet keine Schließung der Grenzen und generelles Einwanderungsverbot, er bedeutet, daß der Staat kontrolliert, was vor sich geht und die Mittel bereithält, dies ggf. zu unterbinden. Eben sowenig kann der Schutz der Wirtschaft als Isolation verstanden werden, aber auch hier hat die Sicherheit Vorrang, wenn unsere soziale Marktwirtschaft bestehen bleiben soll.
 
@Lord Laiken: Wundervoller Kommentar. Sachlich und differenziert. Chapeau!
 
@SouThPaRk1991:

Wundervoll... wenn er 30-40 Jahre früher geschrieben worden wäre ! :-)

Nur- blöderweise hat genau diese böse Globalisierung , die jetzt für solche Angebote sorgt, bis vor einigen Jahren den Amis am meisten genützt.
Nun haben sich die Vorzeichen geändert und Trump und Co sehen die Felle wegschwimmen- da wird dann mal schnell in die Mottenkiste gegriffen.

Ich orakele jetzt mal ein wenig:
Qualcomm ist ja nicht von ungefähr ein Übernahme-Kandidat.

Ich lese daraus, dass das Unternehmen entweder ein paar technische Filetstücke hat, oder, wahrscheinlicher, als leichterer Zugang zum Amerikanischen Markt dienen soll.
In beiden Fällen ist das Verbot der Übernahme nur ein müder Versuch, der langfristig nicht hilft.
Und Qualcomm könnte das am Ende noch schaden.
Mal abwarten.
 
@vader2: Definieren bitte "den Amis".

Genützt hat es nur denen, die jetzt (und vermutlich auch vorher schon) in Geld schwimmen.

Für die breite Masse war es von Anfang an eine Sackgasse. Nicht sofort, weswegen es all den Kurzsichtigen nicht aufgefallen ist. Wer langfristig denken konnte hat diese unausweichliche Entwicklung erkannt.
 
@ All: Typischer Isolationistischer Protektionismus.

Ein Einzelfall als Ausrede Dichtzumachen, dabei sind hier nur "Sicherheitsbedenken" anscheinend Maßgebend.

Um den scheinbar logischen Versatzstücken in der "Argumentation" entgegenzutreten, stellt euch doch mal folgende Fragen:

Was passiert mit einer Exportnation, die nur noch eingeschränkt Exportieren kann?
Was passiert mit den Unternehmen, die nur noch eingeschränkt Exportieren dürfen?
Was passiert mit den dann freigesetzten Mitarbeitern?
Was passiert mit dem Sozialsystem, wenn ihm die einnahmen fehlen?
Was passiert mit Innovationen, wenn sie nicht mehr über die Grenze kommen?
Wieviel mehr an Bürokratie ist notwendig, um alles ständig und überall zu kontrollieren?
u.s.w.

Man muss kein Globalisierungsfreund sein um zu wissen, dass 08/15 "Lösungen" genau das Gegenteil von dem bewirken was solche "Denkweisen" versprechen.
 
@Kribs: Es gab es mal diesen Vier-Punkte-Plan.

*Möglicherweise* würde sich besagte Exportnation an die Umsetzung dessen machen und endlich mal Wirtschaften lernen - statt Kardinalfehler als Errungenschaft zu verkaufen.

@Topic: es ist mir völlig unbegreiflich, wie ein Präsident (der USA) sich zu sowas befugt fühlen kann. Hoffe mal, daß da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Aber hey, nationale Sicherheit. Immerhin.
 
@RalphS: Das wundert mich auch sehr. Allein sowas wie: "Alle von Broadcom für den neuen Vorstand von Qualcomm vorgeschlagenen Personen seien ebenfalls von der Wahl in die Unternehmensleitung ausgeschlossen." kann doch in einem demokratischen System unmöglich vom "Präsidenten" einfach mal so diktiert werden. Ist Qualcomm sein Laden?
 
@DON666: Ist Trump demokratisch?
 
@TiKu: Selbstverständlich nicht, der ist ein selbstherrlicher Despot. Er agiert aber immer noch in einem als Demokratie ausgewiesenen System, in dem er - eigentlich - nicht über die Verfügungsgewalt eines Sonnenkönigs verfügt.
 
@DON666: Deshalb erklärt ja nach Lust und Laune alles mögliche zur Angelegenheit nationaler Sicherheit, denn dann kann er halbwegs ungestört als Despot agieren.
 
@DON666: Der US-Präsident ist durchaus noch einer, der diesen Namen auch verdient, im Gegensatz z.B. zu unserem, der praktisch keine Funktion mehr hat außer etwas auf Staatskosten durch die Welt reisen, so tun, als ob das irgendeinen Sinn hätte und hinterher ne ordentliche Pension zu kassieren.
 
@Link: Mag ja alles sein, dennoch ist er nicht der US-Kaiser.
 
@Link: Unser Bundespräsident ist mit der Position in den USA nicht vergleichbar. Er wurde bewusst als hauptsächlich repräsentative Position eingerichtet. Wenn du eine präsidiale Demokratie willst, musst du in ein anderes Land gehen. Das Nachkriegs-Deutschland war nie eine und sollte auch nie eine sein.
 
@Link: Du vergleichst die Funktion des Bundespräsidenten mit des amerikanischen Präsidenten?
Ernsthaft? Oh man.
Und ein paar mehr als nur repräsentative hat der auch.
 
@Orka: Ich habe lediglich auf die Verwunderung von DON666 reagiert, dass es auch demokratisch gewählte Präsidenten gibt, die tatsächlich was tun können (und unser ist nicht mal das, nicht so richtig jedenfalls).
 
@TiKu: "Wenn du eine präsidiale Demokratie willst, musst du in ein anderes Land gehen."
Warum sollte ich das unbedingt wollen, vor allem so sehr, dass ich dafür in ein anderes Land umzeihen wurde? Mir ist das relativ egal, ich halte den Bundespräsidenten in Deutschland nur für ziemlich überflüssig.
 
@Link: Naja, ein paar Funktionen hat er ja schon noch. Und ich finde es auch ganz gut, dass es jemanden gibt, der nicht ganz so tief im Regierungsgeschäft drinsteckt, aber ein gewisses Ansehen hat und von den Parteien auch respektiert wird. So kann er moderieren.
Als Entwickler denke ich da ein wenig an die Rolle eines Scrum Masters. Der Scrum Master muss auch nicht technisch bis ins Detail drinstecken, sondern seine Aufgabe ist die Moderation, gerade wenn sich die Techniker verrennen ohne es zu merken.
 
@TiKu: Ja, ein paar Funktionen hat er noch, die interessanteste ist wohl das Prüfen und Unterzeichnen von Gesetzen. Und da wurde ich mir gerade was das Prüfen betrifft etwas mehr wünschen, da wird zu viel durchgewunken, was gegen das GG verstößt.
 
@Kribs: Eine Frage hast du vergessen: Was passiert mit einer Exportnation, die alles nach Asien verkauft (so wie Deutschland das gerade tut)?
 
@Kribs:
Wer redet von Dichtmachen? Der Export findet nicht statt, weil die Grenzen offen wie Scheunentore sind, sondern aufgrund von Nachfrage. Diese bleibt bestehen, wenn man jetzt z.B. beschließt, daß soundsoviel Prozent der hier verkauften Waren hier hergestellt werden müssen. In Ländern wie Rußland oder China gilt: Wer hier verkauft, produziert auch hier.

Oben schrieb ich:
Dabei ist einiges zu beachten und auf keinen Fall darf man auf das Geschwätz hereinfallen, welches das eine Extrem als unausweichliche Folge der Abschaffung des anderen Extrems ausweist.
 
@Lord Laiken: "Wer redet von Dichtmachen?"
Letztendlich Du!
"Eben sowenig kann der Schutz der Wirtschaft als Isolation verstanden werden, aber auch hier hat die Sicherheit Vorrang, wenn unsere soziale Marktwirtschaft bestehen bleiben soll."

Dieser Populistische Mummenschanz lässt immer eins außen vor, wie reagiert der Rest der Welt und was kostet uns das, wir sind nämlich nicht alleine auf diesen Planeten?
An einem ganz einfachen Beispiel kann man Festmachen wie immens Teuer das für Deutschland und unsern Sozialstaat wird.
Nehmen wir Lithium, braucht man ua. für Lithium-Ionen-Batterien.
Als Rohstoffarmes Land ist Deutschland auf den Import davon angewiesen, es ist jetzt schon Teuer, weil die Nachfrage hoch ist, aber wenn alle Staaten um die geringen Lithium Ressourcen wetteifern wird es unbezahlbar.
Die Konsequenz daraus muss ich wohl nicht ausführen?
Wieso sollte ein Land uns diese Ressourcen überlassen, wenn wir uns gegen seine Produckte sperren, gleichzeitig unsere Produckte dort auch noch verkaufen wollen?

Populisten schüren Ängste ohne für die Konsequenzen einzustehen!
 
@Kribs:
Warum sollte der Import plötzlich nicht funktionieren? Das Land, wo das Zeug herkommt, ist doch gar nicht in der Lage, auf die Einnahmen zu verzichten. Das ist doch nicht unser Problem. Wir haben den Aufstieg zum Wohlstand ganz ohne deine "Globalisierung" geschafft. Andere Länder haben das eben noch vor sich.
Globalisierung heißt letztlich, daß unsere Standards den globalen angeglichen werden. Das bedeutet dann für dich ein Monatslohn von umgerechnet 100 Kartoffeln.
Nehmen wir doch mal Nordkorea als Beispiel. Wir betrachten es als armes Land und reich sind sie dort gewiß nicht. Der HDI liegt aber noch über dem globalen Durchschnitt.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_Human_Development_Index
 
Ich finde es schade, nicht weil ich ein großer Globalisierungsfreund bin, sondern weil solche Schlüsseltechnologien eben nicht in die hand irgendwelcher fragwürdiger regime und untergehender Weltreiche gehört, da wäre mir Singapur um längen lieber gewesen.
 
Yeeeha, endlich mal wieder eine gute Aktion von Trump. Die Begründung finde ich jetzt zwar nicht sooo passend, aber Qualcomm ist einfach schon mächtig genug, das muss halt nicht sein.
 
Was für ein absurdum! Donald Trump bestimmt, dies sollte mal die Merkel machen. Sie erlässt ein Diskret und zwei Firmen dürfen sich nicht zusammenschließen! Das gibt zu denken! In Deutschland, so wie es die US Ente Donald macht, unmöglich! Oder Doch?
Allein der Handelskrieg, den Trump anzettelt, zeigt schon seinen beschränkten, arroganten Horizont.
 
@tijani: mag sein, dass Trump nicht zwangsläufig die hellste Birne am Weihnachtsbaum ist, aber seine Grundeinstellung zu diesem Thema finde ich gut, da sollte sich Merkel was abschauen. Er will dass die USA so unabhängig wie möglich ist. Als Merkel Anfing mit ihrem geplärre, dass Deutschland zu wenig Fachkräfte hat, hätte ich ihr am liebsten einen stumpfen Gegenstand durch den Schädel getrieben. Statt an ihr Volk zu denken, den Firmen Anreize zum Ausbilden zu geben, unserer Jugend eine Chance geben (von den paar "null-bock" Exemplaren mal abgesehen)... Ne da werden die "Fachkräfte" aus dem Ostblock eingeladen. Die ganze Welt wird eingeladen und die Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten steigt unaufhaltsam. Danke Merkel, bist die beste!

Not.
 
@mongini12: Dass von dir beschriebene war ja gar nicht Merkel, das war noch Schröder. Ansonsten gebe ich dir zwar Recht was die Fachkräfte angeht. Ich selber hätte auch gerne Informatik studiert. Nur zu meiner Schulzeit waren Computer wirklich noch Neuland. Und ohne Abi und gewissen Voraussetzungen war an ein ernsthaftes Studium gar nicht zu denken. Ich würde auch mit meinen jetzigen 47 Jahren noch ne Ausbildung machen wenn ich könnte, aber so kurz vor der Rente, also über 36, hat man ja schon Probleme einen Hilfsarbeiter Job zu bekommen. Ohne Scheiß, mit 36 habe ich tatsächlich schon das erste mal gehört, dass ich etwas zu alt sei für einen Job auf den ich mich beworben habe.

Aber wo ich dir nicht zustimme ist diese USA first, Deutschland first oder sonstiges first. Ich glaube eine Welt die sich einig wäre, wenn es denn jemals möglich ist, würde eine große Spanne an Möglichkeiten bieten. Viele Menschen arbeiten in Berufen, oder auch nur Jobs, die sie nicht mögen oder auch dafür gar nicht so richtig geeignet sind, nur weil sie halt Geld verdienen müssen um leben zu können. Eine offene Welt und eine Möglichkeit auch mal hinfallen zu können ohne das man liegen bleibt, würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Leider blieb die Globalisierung bisher immer bei Leuten oder Firmen mit viel Geld hängen. Es wäre schön wenn es auch beim kleinen Mann ankommen würde und dieser Nutzen daraus ziehen könnte. Denn die meisten Menschen wollen gar nicht übermäßig reich werden oder Luxus anhäufen, sie wollen einfach nur glücklich und sicher leben... Mit Familie, Unterkunft und das halt ohne Sorgen.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen