Internationale Raumstation ISS erhält neuen High-Performance-Rechner
Mit dem bevorstehenden nächsten Flug einer Rakete des privaten Raumfahrunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS will die NASA zusammen mit dem US-Konzern Hewlett-Packard einen neuen "Weltraumrechner" auf die Station bringen. Dieser besteht aus handelsüblichen Bauteilen und könnte den Astronauten an Bord der ISS das Leben künftig deutlich erleichtern.
Die NASA kündigte an, dass man am 14. August mit dem nächsten Flug der Falcon9 von SpaceX zur ISS auch den sogenannten "Spaceborne Computer" ins All schaffen will. Der in einem Server-Gehäuse untergebrachte Rechner wurde von der NASA und Hewlett Packard Enterprise (HPE) entwickelt. Er hat eine Reihe von Anpassungen erfahren, um ihn für die Verwendung an Bord der ISS widerstandsfähiger zu machen.
Das "Ruggedized"-System soll zunächst rund ein Jahr an Bord der Internationalen Raumstation verbleiben, um dabei diverse Tests zu durchlaufen. HPE und die NASA wollen auf diese Weise erkunden, ob der Rechner die hohen Anforderungen der rauhen Umgebung ohne weiteres übersteht und dabei einwandfrei funktionieren kann. Dadurch soll ermittelt werden, ob ähnliche System auch bei Flügen zum Mars oder anderen Missionen einsetzbar sind.
Siehe auch: Rundgang im All: Mit Street View kann man jetzt die ISS besuchen
Die Installation von leistungsfähigen Rechnern an Bord der ISS soll vor allem das Problem der Überwindung immer größerer Distanzen zwischen Erde und künftigen Raumfahrzeugen lösen. So könnten bei weiter entfernten Zielen 20 Minuten für die Übertragung von Daten zu Rechnern auf der Erde vergehen, bevor dann weitere 20 Minuten für den Weg zurück benötigt werden. Wichtige Berechnungen sollen deshalb eher direkt an Bord der Raumfahrzeuge erfolgen.
Dabei muss der Rechner allerdings Strahlung, Sonnenwinden, unzuverlässige Stromversorgung, extreme Temperaturen und diverse andere schlechte Umgebungsbedingungen aushalten können. Statt aber in besonders geschützte Hardware zu investieren, setzt HPE auf die Verwendung von Software, um den Rechner zu schützen. Sie schaltet das System zum Beispiel ab, wenn Strahlung oder andere abnormale Verhältnisse erkannt werden. Auf diese Weise soll das System in der Lage sein, langfristig auch auf langen Missionen zu funktionieren.
Die Idee, Software zum Umgang mit Extremsituationen im Weltall zu verwenden, beruht auf Problemen beim Einsatz spezieller Hardware. Natürlich ließe sich der Rechner auch polstern oder mit spezieller Abschirmung oder anderen Schutzmaßnahmen ausrüsten. Auch der Einsatz besonderer Komponenten wäre möglich. Weil dies jedoch einerseits hohe Kosten zur Folge hat und Platz an Bord der ISS nur sehr begrenzt vorhanden ist, versucht man diese Problem anders in den Griff zu bekommen und verbaut deshalb "normale" Hardware in Verbindung mit der spezialisierten Software - die übrigens auf Linux basiert.
Das "Ruggedized"-System soll zunächst rund ein Jahr an Bord der Internationalen Raumstation verbleiben, um dabei diverse Tests zu durchlaufen. HPE und die NASA wollen auf diese Weise erkunden, ob der Rechner die hohen Anforderungen der rauhen Umgebung ohne weiteres übersteht und dabei einwandfrei funktionieren kann. Dadurch soll ermittelt werden, ob ähnliche System auch bei Flügen zum Mars oder anderen Missionen einsetzbar sind.
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Die Installation von leistungsfähigen Rechnern an Bord der ISS soll vor allem das Problem der Überwindung immer größerer Distanzen zwischen Erde und künftigen Raumfahrzeugen lösen. So könnten bei weiter entfernten Zielen 20 Minuten für die Übertragung von Daten zu Rechnern auf der Erde vergehen, bevor dann weitere 20 Minuten für den Weg zurück benötigt werden. Wichtige Berechnungen sollen deshalb eher direkt an Bord der Raumfahrzeuge erfolgen.
Dabei muss der Rechner allerdings Strahlung, Sonnenwinden, unzuverlässige Stromversorgung, extreme Temperaturen und diverse andere schlechte Umgebungsbedingungen aushalten können. Statt aber in besonders geschützte Hardware zu investieren, setzt HPE auf die Verwendung von Software, um den Rechner zu schützen. Sie schaltet das System zum Beispiel ab, wenn Strahlung oder andere abnormale Verhältnisse erkannt werden. Auf diese Weise soll das System in der Lage sein, langfristig auch auf langen Missionen zu funktionieren.
Die Idee, Software zum Umgang mit Extremsituationen im Weltall zu verwenden, beruht auf Problemen beim Einsatz spezieller Hardware. Natürlich ließe sich der Rechner auch polstern oder mit spezieller Abschirmung oder anderen Schutzmaßnahmen ausrüsten. Auch der Einsatz besonderer Komponenten wäre möglich. Weil dies jedoch einerseits hohe Kosten zur Folge hat und Platz an Bord der ISS nur sehr begrenzt vorhanden ist, versucht man diese Problem anders in den Griff zu bekommen und verbaut deshalb "normale" Hardware in Verbindung mit der spezialisierten Software - die übrigens auf Linux basiert.
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