Tabubruch unter Konkurrenten:
Samsung will wohl Akkus von LG nutzen
Der koreanische Elektronikriese Samsung sucht offenbar nach dem Debakel rund um die entzündlichen Akkus des Samsung Galaxy Note 7 nach neuen Partnern für die Lieferung von Akkus für künftige Smartphone-Modelle. Dabei soll es derzeit auch Gespräche mit dem Erzrivalen und Konkurrenten LG geben, dessen Tochterfirma LG Chem bald Akkus an Samsung liefern könnte.
Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei berichtet, haben Samsung und LG Chem kürzlich Verhandlungen geführt. Dabei ging es angeblich um die Lieferung von Akkus aus der Produktion von LG Chem für die Verwendung in Smartphones von Samsung. Samsung versucht dadurch angeblich seine Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern zu verringern und damit auch die entsprechenden Risiken zu minimieren.
Samsung wolle durch den Schritt vermeiden, künftig auf die Akkus seines Tochterunternehmens Samsung SDI und des chinesischen Zulieferers ATL angewiesen zu sein. Samsung SDI hatte 70 Prozent der Akkus für das Galaxy Note 7 geliefert, während ATL den Rest beisteuerte. Nachdem zunächst angenommen wurde, dass ein Fehler in der Produktion bei den Akkus von SDI für Kurzschlüsse und die daraus resultierende Brandgefahr sorgte, hat Samsung das Galaxy Note 7 inzwischen komplett vom Markt genommen und aufgegeben, weil später auch Geräte mit Akkus von ATL in Brand gerieten.
Für Samsung stellt der Kontakt zu LG Chem einen Bruch mit einem öffentlich zwar nicht kommunizierten aber intern sehr wohl geltenden Tabu dar: Marktbeobachtern zufolge hat Samsung es bisher unter allen Umständen vermieden, Smartphone-Komponenten oder andere Bauteile von seinem Konkurrenten LG zu erwerben, da die Unternehmen seit jeher in einem mit allen Mitteln ausgefochtenen Wettbewerb stehen.
Immer wieder setzen sich Samsung und LG als zwei der größten koreanischen Konzerne mit harten Bandagen auseinander. So hatte man sich vor einiger Zeit gegenseitig mit Klagen überzogen, weil Manager des einen Unternehmens Produkte des anderen auf Messen und in den Räumen von Einzelhändlern wissentlich beschädigt haben sollten.
Samsung wolle durch den Schritt vermeiden, künftig auf die Akkus seines Tochterunternehmens Samsung SDI und des chinesischen Zulieferers ATL angewiesen zu sein. Samsung SDI hatte 70 Prozent der Akkus für das Galaxy Note 7 geliefert, während ATL den Rest beisteuerte. Nachdem zunächst angenommen wurde, dass ein Fehler in der Produktion bei den Akkus von SDI für Kurzschlüsse und die daraus resultierende Brandgefahr sorgte, hat Samsung das Galaxy Note 7 inzwischen komplett vom Markt genommen und aufgegeben, weil später auch Geräte mit Akkus von ATL in Brand gerieten.
Für Samsung stellt der Kontakt zu LG Chem einen Bruch mit einem öffentlich zwar nicht kommunizierten aber intern sehr wohl geltenden Tabu dar: Marktbeobachtern zufolge hat Samsung es bisher unter allen Umständen vermieden, Smartphone-Komponenten oder andere Bauteile von seinem Konkurrenten LG zu erwerben, da die Unternehmen seit jeher in einem mit allen Mitteln ausgefochtenen Wettbewerb stehen.
Immer wieder setzen sich Samsung und LG als zwei der größten koreanischen Konzerne mit harten Bandagen auseinander. So hatte man sich vor einiger Zeit gegenseitig mit Klagen überzogen, weil Manager des einen Unternehmens Produkte des anderen auf Messen und in den Räumen von Einzelhändlern wissentlich beschädigt haben sollten.
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