Yahoo kann nicht sterben - die globale Öl-Branche ist davon abhängig
Das Schicksal des Internet-Unternehmens Yahoo ist den meisten Menschen inzwischen herzlich egal. Das wäre vielleicht etwas anders, wenn sie wüssten, dass diverse Bereiche ihres Alltags aktuell sehr stark von der Funktionsfähigkeit des Yahoo Messengers abhängen.
Denn die gesamte weltweite Erdöl-Branche nutzt die Chat-Plattform seit vielen Jahren als zentrales Kommunikations-Werkzeug, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. "Es gibt keine Möglichkeit an Yahoo vorbeizukommen, wenn man mit Öl handelt", zitiert diese den Manager Olivier Jakob von der Öl-Beratungsgesellschaft Petromatrix. Jeder in dem Geschäft nutze den Messenger und ist überall und jederzeit über diesen erreichbar.
Wenn man die Visitenkarten von Raffinerie-Managern, Pipeline-Betreibern oder auch den Leitern der großen Handelshäfen bekomme, ist auf diesen die Yahoo-ID der jeweiligen Person mindestens ebenso prominent aufgedruckt, wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Irgendwann vor vielen Jahren griffen offenbar einige Leute aus dem Bereich auf das kostenlos nutzbare Tool zurück, als die Alternativen noch vergleichsweise dünn gesät waren. Die Sache verselbstständigte sich dann und heute geht es nicht mehr ohne die Plattform.
Über den Messenger tauscht man sich über die tagesaktuelle Preisentwicklung aus, verhandelt Vertragsdetails und verabredet Lieferungen. Entsprechend genau schauen die Verantwortlichen hin, wenn gerade einmal wieder Nachrichten über die Entwicklung von Yahoo auftauchen und wie die aktuellen Gespräche über den Verkauf der Firma laufen.
Das Unternehmen - und auch diverse andere Player in der Branche - suchen bereits nach einer möglichen Alternative. Das ist allerdings trotz der zahlreichen verfügbaren Messenger nicht so einfach. Denn der Yahoo Messenger ist ja kein offizielles Branche-Tool oder gar ein Industriestandard und es ist unklar, ob es gelingen kann, die zahlreichen informellen Verbindungen, die auf der Plattform existieren, überhaupt auf ein anderes Tool umzustellen.
Daher ist aktuell nur eines klar: Würde Yahoo plötzlich aufgrund einer akut werdenden wirtschaftlichen Schieflage gezwungen sein, den Dienst abzuschalten, riefe das weltweit spürbare Erschütterungen in einer der wichtigsten Rohstoff-Branchen überhaupt hervor. Kaum vorstellbar, dass dies von den finanzkräftigen Akteuren in dem Sektor zugelassen wird.
Wenn man die Visitenkarten von Raffinerie-Managern, Pipeline-Betreibern oder auch den Leitern der großen Handelshäfen bekomme, ist auf diesen die Yahoo-ID der jeweiligen Person mindestens ebenso prominent aufgedruckt, wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Irgendwann vor vielen Jahren griffen offenbar einige Leute aus dem Bereich auf das kostenlos nutzbare Tool zurück, als die Alternativen noch vergleichsweise dünn gesät waren. Die Sache verselbstständigte sich dann und heute geht es nicht mehr ohne die Plattform.
Über den Messenger tauscht man sich über die tagesaktuelle Preisentwicklung aus, verhandelt Vertragsdetails und verabredet Lieferungen. Entsprechend genau schauen die Verantwortlichen hin, wenn gerade einmal wieder Nachrichten über die Entwicklung von Yahoo auftauchen und wie die aktuellen Gespräche über den Verkauf der Firma laufen.
Ölkonzerne beobachten jeden Schritt Yahoos
"Socar Trading ist besorgt über die Veränderungen beim Yahoo Messenger und will sicherstellen, dass alle regulatorischen Maßnahmen und internen Kontrollen funktionieren", führte beispielsweise Arzu Azimov, Chef von Socar Trading aus. Dabei handelt es sich um die Vertriebstochter der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans.Das Unternehmen - und auch diverse andere Player in der Branche - suchen bereits nach einer möglichen Alternative. Das ist allerdings trotz der zahlreichen verfügbaren Messenger nicht so einfach. Denn der Yahoo Messenger ist ja kein offizielles Branche-Tool oder gar ein Industriestandard und es ist unklar, ob es gelingen kann, die zahlreichen informellen Verbindungen, die auf der Plattform existieren, überhaupt auf ein anderes Tool umzustellen.
Daher ist aktuell nur eines klar: Würde Yahoo plötzlich aufgrund einer akut werdenden wirtschaftlichen Schieflage gezwungen sein, den Dienst abzuschalten, riefe das weltweit spürbare Erschütterungen in einer der wichtigsten Rohstoff-Branchen überhaupt hervor. Kaum vorstellbar, dass dies von den finanzkräftigen Akteuren in dem Sektor zugelassen wird.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Genialer Trick: Android Auto läuft wieder direkt auf eurem Smartphone
- Spusu senkt seine Preise: 100-GB-Tarif jetzt für günstige 12,90 Euro
- VW-Werk baut jetzt nicht nur Autos, sondern zerlegt sie auch wieder
- FritzOS 8.40: Neue Labor-Betas stehen für 11 FritzBoxen & Router bereit
- Student baut gesamte Schweiz 1:1 in Minecraft nach - Das Ergebnis
- HTTP2Shell: Schwachstelle in Googles Brotli wird aktiv angegriffen
- Ende einer TV-Ära: ProSiebenSat.1 stellt Teletext ab 2027 komplett ein
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
WordPress 7.1.4 ist draußen
d-hubs - Heute 08:08 Uhr -
Homebase - das neue Release ist da!
d-hubs - Gestern 22:48 Uhr -
Mailserver Stalwart ist gestern in Version 1.0 erschienen
d-hubs - Gestern 19:45 Uhr -
Schalter lässt sich nicht aktivieren
Oldbobby - Gestern 19:07 Uhr -
openDesk, das ist die anpassungsfähige Office- und Kollaborationssuit
d-hubs - Vorgestern 16:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen