Konflikt um Prime Time: Private mit nächstem Angriff auf ÖR-Sender
Aufgrund der Konkurrenz aus dem Internet werden auf dem klassischen Fernsehmarkt härtere Kämpfe ausgefochten. In Großbritannien läuft derzeit der nächste Angriff der Privaten auf öffentlich-rechtliche Sender: Die BBC soll zu guten Sendezeiten keine populären Sendungen mehr ausstrahlen.
Hierzulande dürfte vielen die Auseinandersetzung um die Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet noch in Erinnerung sein. Die Privaten argumentierten, dass ARD und ZDF hier mit ihren festen Gebühreneinnahmen den Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Internet-Nutzer verzerren würden. Als Folge dessen müssen nun beispielsweise Sendungen nach kurzer Zeit wieder aus den Mediatheken entfernt werden.
In Großbritannien wurde nun die nächste Runde eingeläutet, wie aus einem Bericht des Guardian hervorgeht: ITV, der Verbund der privaten Sender auf den Inseln, will im Grunde durchsetzen, dass die BBC zu den besten Fernsehzeiten keine beliebten Inhalten mehr ausstrahlen darf. Denn in den Zeiträumen, in denen sich die höchsten Werbeeinnahmen erzielen lassen, will man vor allem in der jetzigen Zeit, in der das Geschäft immer schwieriger wird, natürlich möglichst wenig Konkurrenz durch die Öffentlich-Rechtlichen.
Die Lobbyarbeit der Privaten scheint auf fruchtbaren Boden zu fallen. Inzwischen geht man in Großbritannien relativ fest davon aus, dass Kulturminister John Whittingdale den Aktionsradius der BBC einschränken wird. Bei der BBC sieht man dies mit großer Sorge, da man befürchten muss, Erfolgsproduktionen wie Strictly Come Dancing, Doctor Who oder Sherlock nicht mehr am Wochenende ausstrahlen zu dürfen. "Die BBC betreibt keine aggressive Programmplanung, wir zeigen Sendungen aber möglichst dann, wenn die Leute sie auch sehen wollen", erklärte ein nicht namentlich genannter Vertreter des Senders.
In Großbritannien wurde nun die nächste Runde eingeläutet, wie aus einem Bericht des Guardian hervorgeht: ITV, der Verbund der privaten Sender auf den Inseln, will im Grunde durchsetzen, dass die BBC zu den besten Fernsehzeiten keine beliebten Inhalten mehr ausstrahlen darf. Denn in den Zeiträumen, in denen sich die höchsten Werbeeinnahmen erzielen lassen, will man vor allem in der jetzigen Zeit, in der das Geschäft immer schwieriger wird, natürlich möglichst wenig Konkurrenz durch die Öffentlich-Rechtlichen.
Gebührenmissbrauch für Konkurrenzkampf?
ITV argumentiert öffentlich natürlich anders: So wird kritisiert, dass die BBC Gebührengelder dafür einsetze, um in einen Kampf um Einschaltquoten mit den Privatsendern zu treten. Denn die Lizenzgebühren für Inhalte, die von Dritten produziert wurden, sind natürlich auch abhängig von der Sendezeit. So muss man für einen Hollywood-Blockbuster, der am Samstagabend laufen soll, mehr zahlen, als wenn dieser Wochentags im Spätprogramm gezeigt wird.Die Lobbyarbeit der Privaten scheint auf fruchtbaren Boden zu fallen. Inzwischen geht man in Großbritannien relativ fest davon aus, dass Kulturminister John Whittingdale den Aktionsradius der BBC einschränken wird. Bei der BBC sieht man dies mit großer Sorge, da man befürchten muss, Erfolgsproduktionen wie Strictly Come Dancing, Doctor Who oder Sherlock nicht mehr am Wochenende ausstrahlen zu dürfen. "Die BBC betreibt keine aggressive Programmplanung, wir zeigen Sendungen aber möglichst dann, wenn die Leute sie auch sehen wollen", erklärte ein nicht namentlich genannter Vertreter des Senders.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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