Deutsche Firmen hängen noch tief im Zeitalter des Telefaxes fest
Wenn junge Menschen, die von Beginn an mit den Segnungen der Internet-Welt sozialisiert wurden, ihre Arbeit in einem deutschen Unternehmen beginnen, dürften sie einen mittleren Kulturschock erleiden. Die Kommunikationsprozesse hinken hier weit hinter der übrigen Welt hinterher.
Sowohl bei der internen als auch der externen Kommunikation ist neben dem Telefon das Fax noch immer mit der wichtigste Übertragungsweg. 79 Prozent der Unternehmen gaben in einer Umfrage an, dass sie dieses noch häufig nutzen, berichtete der IT-Branchenverband BITKOM anlässlich der startenden Messe CeBIT.
Im Gegensatz dazu kommen modernere Formen wie Online- oder Videokonferenzen lediglich in 40 Prozent der hiesigen Firmen häufiger zum Einsatz. Die direkten Kommunikations-Möglichkeiten über Soziale Netzwerke werden hingegen nur bei 15 Prozent der Firmen beachtet. Das gilt wohlgemerkt nicht nur beim Austausch zwischen den Mitarbeitern, sondern auch beim Kontakt zum Kunden.
"Die Zurückhaltung bei der Nutzung sozialer Medien und beim Einstieg in die App-Ökonomie steht geradezu symbolisch für den noch zu zögerlichen Ansatz vieler Unternehmen bei der digitalen Transformation", kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Erkenntnisse.
Und die Situation ist seiner Ansicht nach gefährlich für die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft. Denn hier gehe es nicht nur darum, effizienter mit Kunden zu kommunizieren. "Es geht heute nicht mehr in erster Linie um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, es geht um völlig neue Geschäftsmodelle und die Frage, wer etwa in der datengetriebenen Plattformökonomie die Führung übernimmt", sagte er.
Im Gegensatz dazu kommen modernere Formen wie Online- oder Videokonferenzen lediglich in 40 Prozent der hiesigen Firmen häufiger zum Einsatz. Die direkten Kommunikations-Möglichkeiten über Soziale Netzwerke werden hingegen nur bei 15 Prozent der Firmen beachtet. Das gilt wohlgemerkt nicht nur beim Austausch zwischen den Mitarbeitern, sondern auch beim Kontakt zum Kunden.
Es geht um viel mehr
Was der Modernisierung der Prozesse entgegensteht, ist nach Ansicht vieler Unternehmen das Fehlen entsprechender Mitarbeiter. 58 Prozent der Firmen gaben an, dass sie schlicht nicht über die Leute verfügen, die eine Digitalisierung der Kommunikation vorantreiben könnten."Die Zurückhaltung bei der Nutzung sozialer Medien und beim Einstieg in die App-Ökonomie steht geradezu symbolisch für den noch zu zögerlichen Ansatz vieler Unternehmen bei der digitalen Transformation", kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Erkenntnisse.
Und die Situation ist seiner Ansicht nach gefährlich für die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft. Denn hier gehe es nicht nur darum, effizienter mit Kunden zu kommunizieren. "Es geht heute nicht mehr in erster Linie um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, es geht um völlig neue Geschäftsmodelle und die Frage, wer etwa in der datengetriebenen Plattformökonomie die Führung übernimmt", sagte er.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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