Alter Streit um zerkratze Xbox 360-Spiele kommt erneut vor Gericht
Ein seit 2007 laufender Rechtsstreit um zerkratzte Xbox 360-Spiele kommt nun wieder vor Gericht. Zunächst wird der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, der Supreme Court, darüber entscheiden, ob eine fast zehn Jahre alte Sammelklage zugelassen wird oder nicht.
Nun wird der Supreme Court einschreiten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dann wird sich zeigen, ob die Sammelklage tatsächlich in einem neuen Anlauf wieder zur Verhandlung kommt. Microsoft hatte das Gericht angerufen, um einen Schlussstrich unter die Sache zu ziehen und das Verfahren endgültig abzuschmettern. Zuletzt hatte ein Gericht in Seattle im vergangenen Jahr ein Urteil aufgehoben, das Microsoft aus weiteren Entschädigungspflichten herausgenommen hatte.
Microsoft hatte bereits 2007 eingestanden, dass es Hardware-Probleme bei einigen Laufwerken der Xbox 360 gab. Damals soll es sich nur um von Samsung hergestellte Laufwerke bestimmter Baureihen gehandelt haben, bei dem der Konsolenhersteller auf eine kleine Schaummatte als Puffer verzichtet hatte. Für die Behebung der Fehler hatte das Unternehmen damals fast eine Milliarde US-Dollar zurückgestellt, um Kunden zu entschädigen, und Reparaturen durchzuführen. Zeitgleich hatte Microsoft aber immer unterstrichen, dass der Defekt, der zu zerkratzten Discs führen konnte, nur einen sehr geringen Anteil der ausgelieferten Konsolen betraf. Zudem hieß es, die Kratzer würden dann wiederum nur bei unsachgemäßer Handhabung entstehen. Gemeint war damit das Bewegen der Konsole, während sich eine Disc im Laufwerk befand.
Denn Microsoft soll zum einen die Kunden nicht ausreichend über bestehende Probleme informiert haben, und die Probleme wissentlich in Kauf genommen haben. Zum anderen erwarten noch immer einige Anhänger der Sammelklage eine Art "Schmerzensgeld" als Entschädigung für die Zeit, die sie ohne Xbox-Spiele verbringen mussten und für den Aufwand, der durch den Umtausch auf sie zukam. Microsoft hatte für den Austausch zerkratzter Spiele eine Umtauschgebühr erhoben, die die Kläger nun ebenfalls zurückverlangen.
Mehr dazu: Xbox 360: Neue Klage wegen zerkratzten Spielen
Microsoft hatte bereits 2007 eingestanden, dass es Hardware-Probleme bei einigen Laufwerken der Xbox 360 gab. Damals soll es sich nur um von Samsung hergestellte Laufwerke bestimmter Baureihen gehandelt haben, bei dem der Konsolenhersteller auf eine kleine Schaummatte als Puffer verzichtet hatte. Für die Behebung der Fehler hatte das Unternehmen damals fast eine Milliarde US-Dollar zurückgestellt, um Kunden zu entschädigen, und Reparaturen durchzuführen. Zeitgleich hatte Microsoft aber immer unterstrichen, dass der Defekt, der zu zerkratzten Discs führen konnte, nur einen sehr geringen Anteil der ausgelieferten Konsolen betraf. Zudem hieß es, die Kratzer würden dann wiederum nur bei unsachgemäßer Handhabung entstehen. Gemeint war damit das Bewegen der Konsole, während sich eine Disc im Laufwerk befand.
Hinausgehende Schadensersatzzahlungen
An betroffene Kunden zahlte das Unternehmen damals mehrere Millionen aus, um Discs zu ersetzen, die zu stark beschädigt wurden, um sie weiter zu nutzen. Außerdem wurden Laufwerke ausgetauscht. In der Sammelklage geht es aber um darüber hinausgehende Schadensersatzzahlungen.Denn Microsoft soll zum einen die Kunden nicht ausreichend über bestehende Probleme informiert haben, und die Probleme wissentlich in Kauf genommen haben. Zum anderen erwarten noch immer einige Anhänger der Sammelklage eine Art "Schmerzensgeld" als Entschädigung für die Zeit, die sie ohne Xbox-Spiele verbringen mussten und für den Aufwand, der durch den Umtausch auf sie zukam. Microsoft hatte für den Austausch zerkratzter Spiele eine Umtauschgebühr erhoben, die die Kläger nun ebenfalls zurückverlangen.
Mehr dazu: Xbox 360: Neue Klage wegen zerkratzten Spielen
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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