Künstler-Bezahlung: Popstar Taylor Swift zwingt Apple zu Kehrtwende
Der kalifornische Konzern wird immer wieder als mächtig und gelegentlich auch als unnachgiebig bezeichnet, gegen Taylor Swift, einem der größten Popstars derzeit, ist aber selbst Apple machtlos. Die Sängerin hatte Apple bezüglich der Nicht-Bezahlung von Künstlern in der Probephase kritisiert, mit Erfolg: Das Unternehmen gab nun bekannt, dass man Streams auch in der dreimonatigen "Trial"-Phase abgelten wird.
Doch die Kritik der kleinen Künstler blieb ungehört. Dann aber meldete sich Taylor Swift per Blogbeitrag zu Wort, sie bezeichnete die Apple-Strategie als "schockierend" und "enttäuschend". Auf Tumblr schrieb Swift, dass es nicht um sie persönlich gehe, da sie genug bei Live-Auftritten verdiene, um sich selbst, ihre Band, Crew und Management-Team zu erhalten. Aber neue Künstler oder Bands, die gerade ihre erste Single veröffentlicht haben, könnten das eben nicht.
"Drei Monate sind eine lange Zeit, wenn man nicht bezahlt wird und es ist unfair, von jemandem zu verlangen, für nichts zu arbeiten." Swift kündigte an, dass sie ihr neues Album deshalb nicht auf Apple Music bereitstellen werde.
Siehe auch: Risiken des Apple Music-Starts werden auf kleine Musiker abgewälzt
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Dreimonatige Probe-Phase
Der vor kurzem vorgestellte Musik-Streaming-Dienst von Apple wurde kürzlich vor allem von Indie-Künstlern unter Beschuss genommen, denn das Unternehmen wollte ihnen ursprünglich in den ersten drei Monaten, also der kostenlosen Probe-Phase, keinen Cent bezahlen. Apple wollte den Musikern das Ganze schmackhaft machen, indem man darauf verwies, dass sie nach dem großzügigen Trial-Zeitraum höhere Tantiemen bekommen werden als bei Spotify und Co.Doch die Kritik der kleinen Künstler blieb ungehört. Dann aber meldete sich Taylor Swift per Blogbeitrag zu Wort, sie bezeichnete die Apple-Strategie als "schockierend" und "enttäuschend". Auf Tumblr schrieb Swift, dass es nicht um sie persönlich gehe, da sie genug bei Live-Auftritten verdiene, um sich selbst, ihre Band, Crew und Management-Team zu erhalten. Aber neue Künstler oder Bands, die gerade ihre erste Single veröffentlicht haben, könnten das eben nicht.
"Drei Monate sind eine lange Zeit, wenn man nicht bezahlt wird und es ist unfair, von jemandem zu verlangen, für nichts zu arbeiten." Swift kündigte an, dass sie ihr neues Album deshalb nicht auf Apple Music bereitstellen werde.
Kehrtwende
Und bei Apple kam die prominente Androhung bzw. die Kritik auch an: Eddy Cue, Vice President of Internet Software and Services, schrieb in der Nacht auf heute auf Twitter: "Wir hören euch, Taylor Swift und Indie-Künstler." Cue kündigte an, dass es auch in der Trial-Phase Bezahlung geben wird, die Details dazu muss Apple aber erst bekannt geben.Siehe auch: Risiken des Apple Music-Starts werden auf kleine Musiker abgewälzt
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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