Netflix-Chef: Filmindustrie muss endlich globale Rechte anbieten
Die Video-on-Demand-Größe Netflix hat dieser Tage einen weiteren Markt erschlossen und bietet sein Streaming-Angebot nun auch offiziell in Australien an. Reed Hastings, Chef des Unternehmens, ist dort derzeit auf Werbetour und hat einige bemerkenswerte Aussagen zu den Themen Piraterie und VPN-Nutzung gemacht.
Denn Hollywood-Studios haben Netflix zuvor stark unter Druck gesetzt, in Australien gegen die zahlreichen "VPN-Piraten" vorzugehen. Das hat der Streaming-Anbieter auch machen müssen, allerdings letztlich doch eher widerwillig. Mit dem Australien-Start ist das theoretisch nicht mehr nötig, wird die VPN-Nutzer aber nicht abhalten, weiter für derartige Dienste zu bezahlen.
Denn für einen Anbieter wie Netflix wäre es eine "grundlegende Lösung", Inhalte gleichzeitig überall auf der Welt anbieten zu können, da es dann keine Anreize mehr für VPN-Nutzung gäbe: "Dann könnten wir uns dem wichtigeren Teil zuwenden, nämlich (echter) Piraterie."
Denn vielfach gehe es Piraten um die grundsätzliche Verfügbarkeit von Inhalten, da sie gerne zahlen würden, aber aufgrund des fehlenden Angebots das nicht können. "Diesen Teil können wir (Netflix) lösen." Aber das geht nur, wenn die Industrie mitspielt.
Siehe auch: Kein Geoblocking mehr - EU will Ländergrenzen im Netz einreißen
"VPN-Piraten"
Australische Nutzer können nach langer Wartezeit nun endlich auch ganz offiziell auf das Netflix-Angebot zugreifen, bisher mussten sie sich mit VPN behelfen, um auf das US-Angebot zugreifen zu können - als zahlende Kunden wohlgemerkt. Das kennen einige deutsche Film- und Fernsehfans sicherlich auch, "Down Under" war die Angelegenheit für viele noch weniger nachvollziehbar, da man schließlich dieselbe Sprache spricht. Infografik: Zahl der weltweiten Netflix-Nutzer wächst
Denn Hollywood-Studios haben Netflix zuvor stark unter Druck gesetzt, in Australien gegen die zahlreichen "VPN-Piraten" vorzugehen. Das hat der Streaming-Anbieter auch machen müssen, allerdings letztlich doch eher widerwillig. Mit dem Australien-Start ist das theoretisch nicht mehr nötig, wird die VPN-Nutzer aber nicht abhalten, weiter für derartige Dienste zu bezahlen.
Netflix ist nicht gleich Netflix
Denn viele Australier sind von den lokal bereitstehenden Inhalten enttäuscht, aufgrund komplizierter Lizenzvereinbarungen ist das Angebot nämlich recht lückenhaft. Auf das Thema wurde auch Hastings angesprochen und der hat eine Lösung, die allerdings wohl eher Wunschdenken als ein realistisches Szenario ist: Laut dem Netflix-Chef müsse die Film- und Fernseh-Industrie endlich globale Rechte ermöglichen, wie er im Interview mit Gizmodo Australia sagte.Denn für einen Anbieter wie Netflix wäre es eine "grundlegende Lösung", Inhalte gleichzeitig überall auf der Welt anbieten zu können, da es dann keine Anreize mehr für VPN-Nutzung gäbe: "Dann könnten wir uns dem wichtigeren Teil zuwenden, nämlich (echter) Piraterie."
Denn vielfach gehe es Piraten um die grundsätzliche Verfügbarkeit von Inhalten, da sie gerne zahlen würden, aber aufgrund des fehlenden Angebots das nicht können. "Diesen Teil können wir (Netflix) lösen." Aber das geht nur, wenn die Industrie mitspielt.
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