Emojis sollen vielfältiger werden und sechs Hautfarben bekommen
Die japanische Version von Smileys, genannt Emoji, erfreut sich seit Jahren großer Popularität. Es gibt allerdings auch immer wieder Vorwürfe, dass diese rassistisch seien, da die dazugehörigen Figuren stets nur in einer (hellen) Hautfarbe kommen. Das für Emojis verantwortliche Unicode Consortium hat nun einen Lösungsansatz vorgestellt.
Ob man die Rassismus- bzw. Diskriminierungsdiskussion im Zusammenhang mit Emojis nachvollziehen kann oder nicht: Fakt ist, dass ein derartiges Smiley stets in einer einzigen Hautfarbe daherkommt und das ist in den überwiegenden Fällen Weiß. Das Unicode Consortium hat auf diese Diskussion reagiert und nun eine mögliche Lösung (via TechCrunch) dieser Problematik vorgestellt.
Die neuen Codes würden es erlauben, bisherige Emoji-Codes zu modifizieren. Auf Smartphones, auf denen die Popularität derartiger Stimmungssymbole ihren Anfang genommen hat, würde man etwa bei einem langen Druck auf ein Emoji ein aufklappendes Feld mit weiteren Varianten erhalten, so wie es bei diversen Sonderzeichen auf einer virtuellen Tastatur der Fall ist.
Die zuletzt im Sommer eingeführten Spezifikationen von Unicode 7.0 sind beispielsweise noch nicht von vielen Herstellern adaptiert worden. Deshalb wird erwartet, dass es noch bis 2016 dauern dürfte, bis die neue Emoji-Vielfalt auch tatsächlich nutzbar ist.
Sie auch: Unicode Consortium zeigt Beispielbilder der 250 neuen Emojis
Sechs Hauttypen
Auf der Seite des Konsortiums wurde nun ein Entwurf vorgelegt, maßgeblich beteiligt waren daran Apple und Google. So soll es künftig möglich sein, bei menschlichen Emoji-Figuren und -Gesichtern aus einer Reihe an Tönen (basierend auf den sechs Hauttypen des US-Dermatologen Thomas Fitzpatrick) wählen zu können.Die neuen Codes würden es erlauben, bisherige Emoji-Codes zu modifizieren. Auf Smartphones, auf denen die Popularität derartiger Stimmungssymbole ihren Anfang genommen hat, würde man etwa bei einem langen Druck auf ein Emoji ein aufklappendes Feld mit weiteren Varianten erhalten, so wie es bei diversen Sonderzeichen auf einer virtuellen Tastatur der Fall ist.
Frühestens Mitte 2015
Die Umsetzung dieser Vorschläge könnte aber noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen: Denn Unicode 8.0 wird für Mitte 2015 erwartet. Die Veröffentlichung des neuen Unicode-Standards bedeutet zudem nicht, dass dieser auch sofort umgesetzt wird, da Software-Anbieter ihre Betriebssysteme erst entsprechend aktualisieren können (aber auch nicht müssen).Die zuletzt im Sommer eingeführten Spezifikationen von Unicode 7.0 sind beispielsweise noch nicht von vielen Herstellern adaptiert worden. Deshalb wird erwartet, dass es noch bis 2016 dauern dürfte, bis die neue Emoji-Vielfalt auch tatsächlich nutzbar ist.
Sie auch: Unicode Consortium zeigt Beispielbilder der 250 neuen Emojis
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