Weed Firm: Apple schmeisst "Kiffer-App" aus dem App Store

iOS-Anbieter Apple wirft immer wieder mal Anwendungen, die einem nicht ins moralische Konzept passen, aus dem App Store. Das musste nun auch die Cannabis-Anbau-App "Weed Firm" erleben. Eine Besonderheit dabei: Die App stand zeitweise an der Spitze der Download-Charts.
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Manitoba Games
Bei Weed Firm geht oder ging es darum, als Student Ted Growing virtuell Hanf anzubauen und damit von dessen Zuhause aus ein Marihuana-Imperium aufzubauen. Wie Engadget berichtet, hat Apple nun die überaus beliebte App ohne Kommentar aus dem Store geworfen - es ist auch nicht zu erwarten, dass Apple eine Erklärung nachreicht, da das kalifornische Unternehmen solche Entscheidungen grundsätzlich nicht kommentiert.

Man kann allerdings wohl davon ausgehen, dass dies aufgrund von Bedenken hinsichtlich illegaler oder "kontroverser" Inhalte geschehen ist. Dennoch fragen sich viele, warum man erst jetzt draufkommt: Denn Apple hat die iOS-Anwendung zunächst freigegeben, Engadget merkt zudem an, dass es noch viele weitere "Kiffer-Apps" im Store gebe und diese nach wie vor heruntergeladen werden können.


"Wir waren wohl zu gut"

Manitoba Games, das hinter Weed Firm stehende Studio, hat ein Statement veröffentlicht, in dem man selbst - nicht ohne Augenzwinkern - über die Gründe für den Rauswurf spekuliert: "Wir vermuten, dass das Problem war, dass das Spiel einfach zu gut war und sich an die Spitze der 'Alle Kategorien'(-Wertung) gesetzt hat."

Anders könne man sich das nicht erklären, vor allem weil "noch immer eine große Zahl an Weed-Apps verfügbar ist und es auch Spiele gibt, die andere angebliche illegale Aktivitäten wie das Erschießen von Leuten, Zerstören von Autos und Werfen von Vögeln gegen Gebäude bewerben."

Manitoba will die App anpassen und es noch mal im App Store versuchen. Konzentrieren will man sich aber vor allem auf eine Web-basierte und "Zensur-freie" Ausgabe von Weed Firm: "Wir wollen nicht, dass Kinder Weed Firm spielen, glauben aber fest daran, dass Erwachsene die Wahl haben sollten, das zu machen, was zur Hölle sie wollen, solange sie niemandem dabei schaden."

Im Google Play Store wurde die App übrigens ebenfalls entfernt, allerdings ging es in diesem Fall nicht um den Inhalt, sondern um Probleme mit dem Publisher. Diese sollen demnächst gelöst sein und die App auf Android eine Rückkehr feiern.
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