Facebook weiß, wen du morgen lieben wirst
Die Betreiber des Social Networks Facebook bemerken in den meisten Fällen, wenn sich zwischen zwei Nutzern eine neue Liebesbeziehung anbahnt. Denn das Nutzungsverhalten folgt dann einem typischen Schema.
Wie Carlos Diuk, einer der Daten-Forscher bei Facebook, ausführte, gibt es bei durchschnittlichen Facebook-Nutzern ein regelrechtes Balzverhalten, das darin endet, dass die jeweiligen Anwender ihren Beziehungs-Status ändern und nicht mehr als Single gelistet sind. Und diese Phase beginnt in den meisten Fällen schon rund 100 Tage vorher.
Beitragszahlen bei beginnender Liebe
Dann nämlich steigt die Zahl der Beiträge, die Nutzer in ihrer Timeline hinterlassen, spürbar an. Diuk sieht hierin einen - möglicherweise unbewussten - Versuch, die Aufmerksamkeit des potenziellen Partners auf sich zu lenken. Im Wesentlichen ähnelt sich das Schema dabei auf beiden Seiten.
Dann kommt der Moment, an dem das neue Liebespaar tatsächlich zusammenfindet. Die Menge der Veröffentlichungen fällt dann sehr schnell auf ein unterdurchschnittliches Niveau ab - immerhin verbringt das frisch verliebte Paar jetzt viel Zeit miteinander und hat wenig Gedanken für Facebook und den Rest der Welt übrig. Kurz nach dem Höhepunkt der Beitragszahlen erfolgt dann auch die Änderung des Beziehungs-Status'.
Aber auch an der Stimmung, die von den Facebook-Postings kommuniziert wird, lässt sich einiges ablesen - auch wenn dies in automatisierter Form natürlich schwieriger ist und auch nicht hilft, eine kommende Beziehung vorherzusagen. Die Analyse zeigte aber, dass die Nutzer verständlicherweise zu dem Zeitpunkt, an dem die neue Beziehung entsteht, sehr viel positiver gestimmt sind. Und dieser Effekt bleibt auch nach der ersten Phase des Glücks auf einem höheren Niveau als zuvor.
Der Glücks-Index
Die Daten für die Untersuchung stammen von englischsprachigen Nutzern. Außerdem beschränkte sich das Team um Diuk auf Paare, die in ihren Profilen nicht nur angaben, in einer Beziehung zu sein, sondern ein Jahr später auch auf ihren Jahrestag hinwiesen. So wollte man ausschließen, dass Fake-Angaben die Datenbasis verwässern.
Beitragszahlen bei beginnender Liebe
Dann nämlich steigt die Zahl der Beiträge, die Nutzer in ihrer Timeline hinterlassen, spürbar an. Diuk sieht hierin einen - möglicherweise unbewussten - Versuch, die Aufmerksamkeit des potenziellen Partners auf sich zu lenken. Im Wesentlichen ähnelt sich das Schema dabei auf beiden Seiten.
Dann kommt der Moment, an dem das neue Liebespaar tatsächlich zusammenfindet. Die Menge der Veröffentlichungen fällt dann sehr schnell auf ein unterdurchschnittliches Niveau ab - immerhin verbringt das frisch verliebte Paar jetzt viel Zeit miteinander und hat wenig Gedanken für Facebook und den Rest der Welt übrig. Kurz nach dem Höhepunkt der Beitragszahlen erfolgt dann auch die Änderung des Beziehungs-Status'.
Aber auch an der Stimmung, die von den Facebook-Postings kommuniziert wird, lässt sich einiges ablesen - auch wenn dies in automatisierter Form natürlich schwieriger ist und auch nicht hilft, eine kommende Beziehung vorherzusagen. Die Analyse zeigte aber, dass die Nutzer verständlicherweise zu dem Zeitpunkt, an dem die neue Beziehung entsteht, sehr viel positiver gestimmt sind. Und dieser Effekt bleibt auch nach der ersten Phase des Glücks auf einem höheren Niveau als zuvor.
Der Glücks-Index
Die Daten für die Untersuchung stammen von englischsprachigen Nutzern. Außerdem beschränkte sich das Team um Diuk auf Paare, die in ihren Profilen nicht nur angaben, in einer Beziehung zu sein, sondern ein Jahr später auch auf ihren Jahrestag hinwiesen. So wollte man ausschließen, dass Fake-Angaben die Datenbasis verwässern.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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