Amazons Digitalvertrieb kommt noch nicht in Gang
Der weltweit größte Online-Händler Amazon hat sein Wachstum im Weihnachtsquartal zwar eindrucksvoll fortgesetzt - allerdings nicht in dem Rahmen, der von dem Unternehmen erwartet wurde. Insbesondere das Geschäft mit digitalen Inhalten läuft noch nicht so gut wie gewünscht.
So verzeichnete das Unternehmen im Weihnachtsquartal einen Umsatz von 17,43 Milliarden Dollar. Das sind 35 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum es Vorjahres. Die Analysten hatten im Vorfeld Einnahmen in Höhe von 18,3 Milliarden Dollar erwartet.
Der Nettogewinn ist trotz der Steigerung deutlich gesunken: Nach 416 Millionen Dollar im Vorjahr wurden nun noch 177 Millionen Dollar Überschuss ausgewiesen. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in hohen Investitionen in die Entwicklung der Kindle-Produktreihe und die dahinterstehenden Medien-Dienste. Das Unternehmen setzt hier darauf, dass auf deren Basis längerfristig die entscheidenden Einnahmen generiert werden.
Noch allerdings kommt die Online-Vermarktung noch nicht so recht in Gang. Vor allem der Vertrieb von Computerspielen per Download blieb im letzten Quartal hinter den Erwartungen zurück, hieß es. Der Umsatz mit digitalen Inhalten stieg in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 lediglich um 8,1 Prozent. Hier hatte man sich aber eine Steigerung um 15 Prozent erhofft.
Dass der Umsatz sich nicht wie erwartet entwickelte, liegt aber auch an einer verstärkten Aktivität von Drittanbietern auf Amazons Plattform. Kaufen die Kunden bei diesen, trägt dies zwar zum Gewinn Amazons bei, die Verkaufswerte landen in den Bilanzen allerdings nicht auf Amazons Einnahme-Seite. Wie Amazon-Chef Jeff Bezos erklärte, sei die Zahl der Käufe bei diesen Drittanbietern im Weihnachtsgeschäft um beeindruckende 65 Prozent gestiegen, womit sich der Online-Shop auch zu einer wichtigen Vertriebsplattform vieler kleinerer Händler entwickelt.
Der Nettogewinn ist trotz der Steigerung deutlich gesunken: Nach 416 Millionen Dollar im Vorjahr wurden nun noch 177 Millionen Dollar Überschuss ausgewiesen. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in hohen Investitionen in die Entwicklung der Kindle-Produktreihe und die dahinterstehenden Medien-Dienste. Das Unternehmen setzt hier darauf, dass auf deren Basis längerfristig die entscheidenden Einnahmen generiert werden.
Noch allerdings kommt die Online-Vermarktung noch nicht so recht in Gang. Vor allem der Vertrieb von Computerspielen per Download blieb im letzten Quartal hinter den Erwartungen zurück, hieß es. Der Umsatz mit digitalen Inhalten stieg in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 lediglich um 8,1 Prozent. Hier hatte man sich aber eine Steigerung um 15 Prozent erhofft.
Dass der Umsatz sich nicht wie erwartet entwickelte, liegt aber auch an einer verstärkten Aktivität von Drittanbietern auf Amazons Plattform. Kaufen die Kunden bei diesen, trägt dies zwar zum Gewinn Amazons bei, die Verkaufswerte landen in den Bilanzen allerdings nicht auf Amazons Einnahme-Seite. Wie Amazon-Chef Jeff Bezos erklärte, sei die Zahl der Käufe bei diesen Drittanbietern im Weihnachtsgeschäft um beeindruckende 65 Prozent gestiegen, womit sich der Online-Shop auch zu einer wichtigen Vertriebsplattform vieler kleinerer Händler entwickelt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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