US-Außenamt: Neuer Posten für Datensicherheit

Recht, Politik & EU Das US-Außenministerium wird den Posten eines Koordinators für Datensicherheit schaffen. Das kündigte die Außenministerin Hillary Clinton gestern an. Dessen Aufgabe wird es sein, die Kommunikation und die Datenspeicher des Ministeriums, seiner Außenniederlassungen und der Botschaften besser gegen unbefugte Zugriffe abzusichern. Die Ankündigung kann als Reaktion auf die letzten Veröffentlichungen von Wikileaks verstanden werden.

Auf der Plattform werden derzeit zahlreiche Dokumente aus dem diplomatischen Betrieb der USA bereitgestellt. Diese wurden von einem Informanten direkt aus dem SIPRNet des Außenministeriums kopiert, zu dem eine große Zahl an Mitarbeitern der US-Regierung und des Militärs Zugang hatten.

Offiziell hat die Einrichtung der neuen Stelle aber nichts mit Wikileaks zu tun. "Diese Entscheidung wurde schon vor fast einem Jahr getroffen", erklärte Anne-Marie Slaughter, Planungschefin des Ministeriums. Es habe aber einige Zeit gedauert, bis man geeignete Kandidaten für die Position gefunden hat und die entsprechenden Strukturen innerhalb des Ministeriums aufgebaut wurden.

Die Schaffung der neuen Stelle bette sich demnach in eine größere Umstrukturierung des Außenamtes ein. Mit dieser wolle man zukünftig schneller und effizienter auf das internationale Geschehen reagieren können.
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