USA: Flugzeug-Finder-App bedroht Sicherheit
Das Programm steht für Apples iPhones und Handys auf Basis von Googles Android zur Verfügung. Es kann auf die Daten des Automatic Dependent Surveillance-Broadcasts (ADS-B)-Netzwerkes zurückgreifen, um die dort erhältlichen Daten in eine Augmented Reality-Umgebung zu integrieren, berichtete die britische Tageszeitung 'The Daily Mail'.
Nutzern ist es so möglich, ihr Telefon auf ein am Himmel gesichtetes Flugzeug auszurichten. Der Anwender bekommt dann die Flugnummer, Höhe, Geschwindigkeit, Flugziel und auch den voraussichtlichen Kurs der jeweiligen Maschine angezeigt.
Nach Auffassung des US-Heimatschutzministeriums können diese Angaben von Terroristen genutzt werden, um ein bestimmtes Flugzeug ausfindig zu machen und mit einer Boden-Luft-Rakete anzugreifen. Deshalb wurde eine Sperrung der App gefordert.
Bei ADS-B handelt es sich um ein relativ neues Flugleitsystem, dessen Knoten über Satelliten aktuelle Daten zum Luftverkehr austauschen. Eine Reihe von Flugzeug-Fans in Großbritannien haben sich inzwischen Empfänger zugelegt, mit denen sie Zugang zu den Informationen erhalten. Die so gewonnenen Daten kommen auch in der umstrittenen App zum Einsatz.
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Christian Kahle
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