Vier US-Verlage planen ein "iTunes für Magazine"

Internet & Webdienste Vier große US-Verlage haben sich zusammengetan um eine Vertriebsplattform für ihre Erzeugnisse im Internet aufzubauen. Ziel sei die Schaffung einer Art "iTunes für Magazine". Das berichtete die US-Tageszeitung 'New York Times' unter Berufung auf informierte Kreise. Das Konsortium, das voraussichtlich im Dezember öffentlich vorgestellt wird, setzt sich aus den Verlagen Time, Condé Nast, Hearst und Meredith zusammen. Diese geben auflagenstarke Magazine wie Wired, Vanity Fair, Sports Illustrated oder Cosmopolitan heraus.

Über die gemeinsame Plattform will man Magazine in verschiedenen digitalen Formaten anbieten. Nutzer können dann ähnlich wie am Zeitungskiosk einkaufen und die Produkte auf ihrem Rechner, einem E-Book-Reader oder mobilen Geräten lesen. Aber auch der Vertrieb klassischer Abonnements oder gedruckter Einzelexemplare soll Bestandteil sein.

Damit machen die ersten Verlage einen praktischen Schritt zu neuen Vermarktungs-Strategien für ihre Inhalte im Netz. Andere beschränken sich bisher darauf, zu beklagen, dass ihre Print-Auflagen zurückgehen und im Internet der Suchmaschinenbetreiber Google den größten Teil der Erlöse generiert.
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