Frequenzauktion: E-Plus will Netzagentur verklagen
Diese würden gegen geltendes Recht verstoßen, behauptete E-Plus-Chef Thorsten Dirks in einem Gespräch mit der Tageszeitung 'Die Welt'. Er griff dabei direkt den Leiter der Bundesnetzagentur Matthias Kurth an: "Herr Kurth hat sich gegen den Wettbewerb im Mobilfunk entschieden", so Dirks.
Erneut geht es um die Differenzen bei der Verteilung von Frequenzen des niedrigen und höheren Wellenspektrums. Die unteren Frequenzbereiche werden derzeit zu einem Großteil von T-Mobile und Vodafone genutzt. E-Plus und O2, die später in den Markt einstiegen, mussten sich mit den höher angesiedelten Bändern zufrieden geben.
Insbesondere bei der Netzabdeckung im ländlichen Raum ist dies von Nachteil, weil die Reichweiten geringer sind und entsprechend mehr Masten benötigt werden. Die beiden kleineren Mobilfunkbetreiber forderten daher bereits mehrfach, dass es durch die Auktion zu einer ausgeglicheneren Verteilung kommen müsse, um einen gleichberechtigten Wettbewerb zu erreichen.
Auf diese Forderungen ging die Bundesnetzagentur aber nicht ein. So wurde beispielsweise keine Höchstmenge an zu ersteigernden Frequenzen in den begehrten Bereichen festgesetzt, was Wettbewerbern zumindest Chancen auf einen Teil des Bandes bieten würde. "Offenbar versucht die Netzagentur hier, die Auktionseinnahmen für den Finanzminister zu optimieren", so Dirks.
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