Joost kapituliert - Video-Plattform wird abgeschaltet
Zuletzt agierte die Firma als Anbieter eines Video-Portals. Dieses wird aber nun abgeschafft. Zukünftig wolle man nicht mehr mit den Internet-Nutzern in Verbindung stehen, sondern anderen Firmen entsprechende Technologien anbieten, teilte das Unternehmen mit.
Der Strategiewechsel macht sich auch personell bemerkbar. Firmenchef Mike Volpi, der vom großen Netzwerkausrüster Cisco kam, wird das Unternehmen verlassen. Er macht Platz für Matt Zelesko, dem bereits bisher der Technologie-Bereich der Firma unterstand. Auch Arbeitsplätze sollen gestrichen werden. 100 Mitarbeiter sind zur Zeit bei Joost tätig.
Bereits die Video-Plattform war ein Kompromiss, weil das ursprüngliche Modell vollständig versagt hatte. Die P2P-Experten Niklas Zennstrom und Janus Friis, die bereits erfolgreich die Filesharing-Plattform Kazaa und den P2P-basierten VoIP-Dienst Skype auf die Reise schickten, wollten mit Joost nun auch die Video-Angebote im Netz auf P2P-basis revolutionieren. Im letzten Dezember wurde dieses Konzept aber aufgegeben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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