EU fordert von Mobilfunkern besseren Jugendschutz

Handys & Smartphones Die EU-Kommission hat die europäischen Mobilfunker gestern dazu aufgefordert, den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Handynutzung zu verbessern. Hintergrund sind Gewalt- und Sexdarstellungen auf den Handys. Wie aus einer aktuellen Untersuchung hervorgeht, besitzen derzeit 50% der 10-Jährigen, 87% der 13-Jährigen und 95% der 16-Jährigen in der Europäischen Union ein Handy. Die Hälfte der Eltern befürchtet laut der Untersuchung, dass ihre Kinder bei der Nutzung des Handys Gewalt- und Sexdarstellungen oder dem Mobbing anderer Kinder ausgesetzt sein könnten.

Die Kommission fordert die Mobilfunker auf, alle Maßnahmen umzusetzen, die in einem Verhaltenskodex festgelegt wurden, den im Jahr 2007 insgesamt 26 Mobilfunkanbieter aus Europa unterschrieben haben. Immerhin 80 Prozent der Betreiber sollen bislang Maßnahmen zum Schutz vor nicht jugendfreien Inhalten ergriffen haben, heißt es in einem Bericht der GSM Association.

"Der neue Bericht des Branchenverbands der Mobiltelefonanbieter verdeutlicht, dass die Mobilfunkbetreiber nun begonnen haben, sich ihrer Verantwortung zu stellen, nämlich Kinder bei der Handynutzung zu schützen", so EU-Kommissarin Viviane Reding. "Die 12 Betreiber, die für Erwachsene bestimmte Inhalte noch immer ohne jede Zugangskontrolle bereitstellen, müssen dies dringend abstellen."

Bereits im September will Reding eigenen Angaben zufolge die Lage zum Jugendschutz auf Mobiltelefonen erneut überprüfen. Dann wolle sie auch entscheiden, "ob weitere Maßnahmen getroffen werden müssen".
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