Noch-Freenet-Chef wegen Insiderhandel vor Gericht
Wie von der Staatsanwaltschaft zu erfahren war, bezieht sich die Anklage auf einen Vorfall aus dem Jahr 2004. Spoerr und Krieger hatten demnach im Juli 2004, kurz bevor der Aktienkurs wegen eines negativen Geschäftsberichts drastisch gefallen ist, jeweils 30.000 Aktien des Unternehmens abgestoßen.
Durch diese Handlung hätten die Beiden internes Sonderwissen verwendet und für eigene Zwecke ausgenutzt, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft. Der Gewinn aus dem angeblichen Insiderhandel soll sich auf jeweils 1,1 Millionen Euro belaufen, heißt es weiter. Bei Freenet wies man die Vorwürfe mittlerweile zurück.
"Wir halten diese für unbegründet und werden uns in der Hauptverhandlung dagegen verteidigen", erklärte eine Sprecherin von Freenet. Spoerr selbst hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, zum 23. Januar 2009 zurückzutreten. Seinem Entschluss war ein wochenlanger Machtkampf mit den Freenet-Großaktionären vorangegangen.
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