Norwegen: Einkommensdaten aller Bürger entwischt
Es handle sich um einen "ernsthaften und bedauernswerten Fehler", sagte Kristin Halvorsen, Finanzministerin Norwegens. Seitens des Finanzamtes konnte man sich das Vorkommnis nicht erklären und kündigte eine Untersuchung an. Bei den Redaktionen bat man um Rücksendung der Datenträger.
Die Personenkennzeichen setzen sich, ähnlich wie hierzulande die Personalausweisnummern, aus dem Geburtsdatum und einer zusätzlichen Zahl zusammen. Sie werden bei allen Behörden, aber auch bei Versicherungen, Ärzten, Banken sowie Unternehmen zur Identifizierung genutzt.
Dadurch ist es relativ einfach, die dahinterstehenden Personen zu identifizieren. Der Datenschutzbeauftragte nannte den Vorfall deshalb einen "Skandal oberster Größenordnung".
Das Finanzamt hatte, wie in jedem Jahr üblich, Statistiken zu den Steuerzahlern des Landes an die Medien verschickt. Diese sind zwar sehr detailliert, aber stets anonymisiert, so das keine Rückschlüsse auf konkrete Personen gezogen werden können. Da dieses Mal die Personenkennzeichen enthalten waren, deckte man allerdings die Einkommensverhältnisse jedes Bürgers im Detail auf.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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