Windows Mobile: Erste Infos zum Internet Explorer 6
Microsoft hat der US-Journalistin Ina Fried nun erstmals einen Blick auf das was da kommt gewährt. Noch ist die Software nicht fertig, Fried konnte sie jedoch am Mittwoch auf einer Veranstaltung von Microsoft erstmals näher unter die Lupe nehmen. Ihren Angaben zufolge ist die Verwendung der Rendering-Engine des Internet Explorer 6 der größte Fortschritt.
Daraus ergebe sich der Vorteil, dass alle Webseiten, die in der Desktop-Version des IE6 fehlerfrei angezeigt werden, auch mit der kommenden Mobil-Version einwandfrei funktionieren. Die Vorführung erfolgte auf einem Gerät ohne Touchscreen, so dass für die Navigation das D-Pad verwendet werden musste.
Über das D-Pad kann der Nutzer zwischen verschiedenen Links auf einer Webseite wechseln, um diese anzuklicken. Natürlich ist dieser Weg der Nutzung deutlich weniger komfortabel als zum Beispiel bei einem Gerät mit Touchscreen, wo sich die Links direkt anwählen lassen. Frieds Angaben zufolge war die Bedienung aber auch über das D-Pad recht einfach.
Die Microsoft-Spezialistin geht davon aus, dass die Bedienung letztlich nicht ganz den Komfort der Safari-Version für Apples iPhone erreichen wird. Im Gegenzug soll der IE6 einige Vorteile gegenüber dem iPhone-Browser haben, vor allem was die technischen Möglichkeiten angeht. Unter anderem wird er Flash-Unterstützung bieten.
Dies sieht auch Microsoft selbst als wichtigstes Argument für die mobile Variante des Internet Explorer 6. Tim McDonough, Senior Director in der Windows Mobile Sparte von Microsoft, verwies auf die Bedürfnisse der Nutzer. Es gehe im mobilen Internet demnächst nicht mehr darum, Seiten nur anzuzeigen, sondern auch darum, was der Browser zu leisten im Stande ist - genau hier will Microsoft punkten.
Neben der Flash-Unterstützung bietet die Mobil-Version des Internet Explorer 6 eine weitere interessante Funktion. Der Nutzer kann je nach Bedarf zwischen der mobilen und der Desktop-Version einer Website umschalten. Gerade in Europa, wo Datentarife für Handys und Smartphones noch immer sehr teuer sind, dürfte dies durchaus Anklang finden.
McDonoughs Angaben zufolge will Microsoft den neuen Internet Explorer 6 für Windows Mobile noch in diesem Jahr veröffentlichen. Microsoft muss sich durchaus sorgen, die Konkurrenz nicht zu sehr erstarken zu lassen. Weil Alternativen wie Opera Mini inzwischen deutlich mehr leisten als der aktuelle Microsoft-Browser für Handys, werden sie von den Herstellern von Windows Mobile Smartphones häufig bevorzugt als Standard-Browser auf ihren Geräten installiert.
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