San Francisco: Panne im Prozess gegen Ex-Admin
In Gerichtsdokumenten, die standardmäßig veröffentlicht werden, wurden im Anhang rund 150 Nutzernamen und Passwörter aufgeführt. Betroffen sind die Nutzeraccounts von verschiedenen Angestellten der Stadtverwaltung, der Polizei und anderer Einrichtungen.
Nach Angaben der Stadt wurden die Login-Daten nach dem Bekanntwerden des Vorfalls schnell geändert. Ob es unbefugte Zugriffe auf das Netzwerk San Franciscos gab, ist bisher nicht bekannt. Dem Vernehmen nach hätte man die Informationen lediglich an einem Computer innerhalb einer Behörde benutzen können. Der externe Zugriff sei über ein separates VPN geschützt.
In dem Verfahren geht es um den ehemaligen Administrator Terry Childs. Dieser hatte das gesamte Netzwerk der Stadt mit einem neuen Passwort versehen und weigerte sich, dieses herauszugeben. Erst nach einigen Tagen Haft und der Intervention des Bürgermeisters von San Francisco nannte er die Zugangsdaten.
Childs sitzt noch immer im Gefängnis. Die Kaution wurde mit 5 Millionen Dollar äußerst hoch angesetzt. Damit will man verhindern, dass der Angeklagte sich aus der Untersuchungshaft freikauft und das Stadtnetz erneut unter seine Kontrolle bringt. Die erste Anhörung im Rahmen des Prozesses findet am 24. September statt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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