Ende von XP beschert Microsoft zusätzlichen Profit

Windows XP Ab heute wird Microsoft Windows XP nicht mehr an den Handel liefern. Der Verkauf der Retailversion endet zum heutigen 30. Juni 2008. Wer nun aber denkt, Microsoft würde sich durch diesen Schritt Einnahmen entgehen lassen, der irrt. Auch in den kommenden Jahren wird XP seinen Anteil am Umsatz haben. Denn ab heute wird XP zwar nicht mehr im Handel als Retail-Paket erhältlich sein und auch der kostenlose Support endet schon Mitte April 2009, doch gerade dies beschert Microsoft zusätzliche Einnahmen. Viele Anwender, vor allem in Firmen, wollen nämlich noch nicht auf Windows Vista "aufsteigen".

Diese Haltung müssen die Kunden unter Umständen teuer bezahlen, denn Microsoft verlangt nicht gerade wenig für seine Hilfeleistungen, wenn der so genannte Mainstream-Support ausläuft. Im Rahmen des Extended-Support-Programms werden sicherheitsrelevante Patches zwar umsonst abgegeben, alles andere kostet aber stattliche Summen - knapp 75 Euro pro Anruf bei der Support-Hotline.

Gerade große Unternehmen, die wie Intel oder Daimler keinen Wechsel auf Vista planen, dürften diese Option in Anspruch nehmen, auch weil der erweiterte Support noch bis 2014 läuft. Dies dürfte Microsoft während der nächsten sechs Jahre einen stetigen Strom von Einnahmen aus dem XP-Support bescheren.

In Wirtschaftskreisen ist von Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe die Rede. Durch den Vertrieb von XP als so genannte "Downgrade-Option" für neue Rechner, die eigentlich mit Vista angeboten werden, verdient Microsoft zusätzlich an jedem verkauften System praktisch doppelt.

Auch wenn viele Firmenkunden noch von einem Wechsel auf Windows Vista absehen, verdient Microsoft auch an seinem neuen Betriebssystem mehr. Durch die Einführung der höherpreisigen Varianten wie Ultimate ist der durchschnittliche Verkaufspreis insgesamt gestiegen, so dass die Redmonder nach Einschätzung von Marktbeobachtern deshalb in diesem Jahr bis zu drei Prozent mehr Gewinn machen können.

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