Microsoft lenkt ein: DRM-Musik bleibt weiter nutzbar
Die Server sorgen dafür, dass die Wiedergabe nicht verhindert wird.
Ursprünglich hatte Microsoft die Abschaltung der Server zum 31.08.2008 angekündigt. Dies löste eine Welle des Protests ehemaliger Kunden und von Microsoft-Kritikern aus, die dem Unternehmen vorwarfen, die Musik-Käufer damit um ihr Geld zu betrügen. MSN Music war abgeschaltet worden, weil Microsoft seine Musikaktivitäten auf den hauseigenen Multimedia-Player Zune und den dazugehörigen Download-Shop beschränkt.
Der in die Musikstücke von MSN Music integrierte Kopierschutz von Microsoft verhindert, dass die Titel unbegrenzt zwischen mehreren Endgeräten oder Computern hin und her kopiert werden können. Soll ein Musikstück auf einem anderen Abspielgerät wiedergegeben werden, muss jedes Mal eine Verbindung zu den Autorisierungs-Servern von Microsoft aufgebaut werden, um zu prüfen, ob der Anwender auch die entsprechenden Rechte erworben hat.
Durch die Abschaltung der Server wäre es den Kunden nur noch bis Ende August möglich gewesen, die Musik auf ihre Wiedergabegeräte zu kopieren. Microsoft hat sich nach eigenen Angaben zu seiner 180-Grad-Wende entschlossen, weil man das Vorhaben noch einmal "durchdacht" habe. Jetzt sollen die Server für die Autorisierung der Musik von MSN Music Kunden noch bis mindestens Ende 2011 in Betrieb gehalten werden.
Dann soll erneut geprüft werden, wie groß der Bedarf die Server ist. Microsofts Zurückrudern zeigt einmal mehr, wie stark Digitales Rechtemanagement die Nutzung legal erworbener Medien einschränken kann. Die Redmonder empfehlen ihren Kunden sogar selbst, die Kaufmusik rechtzeitig auf CD zu sichern, um sie später noch nutzen und gegebenenfalls wieder digitalisieren zu können.
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