Trojaner kapert DNS-Server in Standard-Routern
Die Router sind ab Werk in der Regel so konfiguriert, dass der Zugriff aus dem Internet zwar kaum möglich ist, Rechner aus dem LAN aber ohne Authentifizierung Zugang zur Konfiguration erhalten. Nur wenige Verfügen über eine voreingestellte Passwort-Abfrage, die von den meisten Anwendern aber nicht verändert wird.
Das nutzt Zlob aus: Der Schädling versucht auf den lokalen Router zuzugreifen und führt dafür eine Liste mit Standard-Passwörtern mit, die durchprobiert wird. Gelingt der Zugriff, verändert die Schadroutine die DNS-Einstellungen.
Da bei der automatischen Vergabe von IP-Adressen um LAN über DHCP in der Regel der Router auch als DNS-Server angeben wird, erhält Zlob so Kontrolle über den Internet-Verkehr. Beliebige Webzugriffe werden so auf gewünschten Server umgeleitet.
Die Infektion mit dem Trojaner erfolgt durch das Herunterladen eines vermeintlichen Video-Codecs, der auf einigen Seiten angeboten wird. Aktuelle Virenscanner sollten den Schädling bereits identifizieren können. Nutzern sei trotzdem geraten, das Standard-Passwort ihrer Router zu ändern.
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Christian Kahle
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