SETI@Home: Neues Radioteleskop nimmt Betrieb auf

Internet & Webdienste Seit Jahren sucht das amerikanische Projekt SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) durch die Auswertung von Radiowellen aus dem Weltraum nach Spuren außerirdischen Lebens. Bisher musste man sich dabei der Unterstützung anderer Forschungseinrichtungen versichern, um deren Radioteleskope zu nutzen. Ab sofort kann das SETI Projekt jedoch auf Daten aus eigener Quelle zurückgreifen. Mit dem "Allen Telescope Array" ist nun eine Reihe von Radioteleskopen im US-Bundesstaat Kalifornien in Betrieb gegangen, die ausschließlich für die Suche nach Außerirdischen genutzt werden sollen.

Zunächst werden 42 Einheiten genutzt, auf lange Sicht will man das Allen Telescope Array aber auf 350 Radiotelesktope ausbauen, die jeweils einen Durchmesser von rund sechs Metern haben. Mit dem Aufbau einer eigenen Infrastruktur ist man nun nicht mehr von anderen Betreibern abhängig und hat dadurch die volle Kontrolle.

Der Name der Einrichtung ist kein Zufall: Microsoft-Mitgründer Paul Allen hat einen Großteil der Finanzierung der neuen Anlage übernommen. Auf die Teilnehmer des Distributed Computing Projekts SETI@Home, die die empfangenen Signale mit Hilfe ihrer eigenen Rechner auswerten, kommen nun also weiter steigende Mengen frischer Daten zu.
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