Sony stellt Produktion des "Rootkit-USB-Sticks" ein
Um den eingebauten Fingerprint-Reader des Sony Microvault USB-Stick zum Laufen zu bringen, ist die Installation von Treibern nötig. Dabei wird ganz unbemerkt auch ein verstecktes Verzeichnis im Windows-Ordner angelegt.
Dies werde zwar vermutlich nur gemacht, um die vom Fingerabdruck-Scanner aufgezeichneten Daten zu schützen, dennoch stelle dies ein hohes Sicherheitsrisiko für Windows-Nutzer dar. So könnte laut F-Secure beispielsweise Schadsoftware in dem versteckten Ordner gespeichert werden - diese wäre dann sogar vor dem Zugriff durch Virenscanner geschützt, so das Unternehmen.
Ein Sprecher von Sony hat nun angekündigt, dass die Lieferungen des betroffenen Geräts ausgesetzt wurden. Als Grund wurde nicht etwa das Sicherheitsrisiko genannt, sondern die schlechten Verkaufszahlen. Dennoch untersucht der Konzern derzeit das Problem - ob eine Rückrufaktion notwendig wird, konnte der Sprecher noch nicht mitteilen.
Update: Wie britische Medien berichten, will Sony mitte September eine neue Treiber-Version zur Verfügung stellen, die ohne die "Rootkit-Funktionen" auskommt.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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