AOL entlässt Technologie-Chef nach Suchdaten-GAU

Wirtschaft & Firmen AOL geriet vor kurzem in die Schlagzeilen, weil man die Suchanfragen von hunderttausenden Nutzern veröffentlicht hatte, die teilweise private Informationen enthielten, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Nun ergreift das Unternehmen rigorose Maßnahmen, um einer massiven Rufschädigung vorzubeugen. Nachdem die Daten an die Öffentlichkeit gelangt waren, sah man den Fehler ein und gab eine Entschuldigung heraus. Als Konsequenz aus dem Vorfall hat AOL nun einen Aktionsplan aufgestellt und drei Mitarbeiter entlassen, die für die Veröffentlichung der Suchdaten verantwortlich gewesen sein sollen.

Unter den Entlassenen ist auch der Chief Technology Officer (CTO), der vorläufig durch einen anderen Mitarbeiter ersetzt werden soll, bis die Position neu besetzt werden kann. Darüber hinaus will AOL einige Vorsichtsmaßnahmen einführen, die einem ähnlichen Vorfall in Zukunft vorbeugen sollen.

Der Aktionsplan beinhaltet unter anderem eine Überprüfung der Datenschutzregelungen des Unternehmens. Weiterhin sollen den Mitarbeitern zusätzliche Zugriffsbeschränkungen für sensible Daten auferlegt werden, die unabhängig davon sind, ob die Informationen in Verbindung mit einem Kunden stehen, oder nicht.

Als weitere Schutzmaßnahme will man ein System einführen, mit dem sensible Informationen gekennzeichnet werden können. Auf diesem Weg will man zum Beispiel verhindern, dass eine als Suchanfrage eingegebene Kreditkartennummer in die Forschungsdatenbanken übernommen wird. Zusätzlich sollen die Mitarbeiter von AOL Datenschutzschulungen erhalten.
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