Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf *UPDATE2*
Vielen vielen DankTimo Bieber, winfuture.de.
Zu den am schwersten von der Flutkatastrophe in Asien
betroffenen Gebieten zählt die indonesische Provinz Aceh. Die gesamte Region sei
geradezu ausgelöscht worden, beschrieb der Militärkommandeur des Gebietes,
Generalmajor Endang Suwarna, die Lage vor Ort. Insgesamt rechnen die Behörden in
Indonesien mit knapp 80.000 Toten.
Menschen kämpfen um Lebensmittellieferungen
In der Provinzhauptstadt Acehs und anderswo in der Region säumen nach Berichten
von Korrespondenten weiterhin zahlreiche Leichen die Straßen. Soldaten
verscharren die Toten in eilig ausgehobenen Massengräbern. Die
Gesundheitsbehörden teilten mit, es würden tausende weitere Helfer benötigt, um
die Gesundheitsgefahren durch verwesende Leichen einzudämmen. Die Lage der
Überlebenden wird unterdessen immer prekärer. In Banda Aceh kämpften die
Menschen um Lebensmittelpakete, die von Flugzeugen abgeworfen wurden.
Die internationale Hilfe kommt jedoch nur langsam in Gang.
"Es braucht vielleicht weitere 48 bis 72 Stunden, bis wir den zehntausenden
Menschen helfen können, die lieber heute oder gestern Unterstützung erhalten
hätten", sagt der UN- Untergeneralsekretär für humanitäre Nothilfe, Jan Egeland.
Die Ausgangslage für die ankommenden Helfer ist umso schwieriger, da Jakarta
wegen des schwelenden Bürgerkriegs in Aceh schon vor einiger Zeit alle
internationalen Hilfsorganisationen aus der Provinz wies. "Sie hätten eigentlich
eine Anlaufstation nötig", sagt Rizal Sukma vom Zentrum für Internationale und
Strategische Studien in Jakarta. "So müssen die Einsatzkräfte bei Null
beginnen."
(Bilder copyright bei www.tagesschau.de)
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