Neue Admin-Richtlinie in Microsoft Teams steuert "Schimpfwortfilter"

Administratoren von Microsoft Teams erhalten neue Werkzeuge. Eine aktuelle Richtlinie erlaubt es, Schimpfwörter in Live-Transkriptionen und gespeicherten Protokollen synchron ein- oder auszublenden. Zudem gibt es Updates für den Browser.
Windows 11, Spracheingabe, Voice Typing, Profanitätsfilter, Schimpfwortfilter, Schmipfwörter, Fluchen
  • Schimpfwörter in Transkripten können künftig gezielt eingeblendet werden
  • Der standardmäßig aktive Filter lässt sich von Administratoren abschalten
  • Wortgetreue Protokolle dienen vor allem Untersuchungen oder Personalabteilungen
  • Besprechungen im Browser lassen sich nun in separate Fenster auslagern
  • Teilnehmer können vor dem Beitritt zur Bestätigung von Regeln verpflichtet werden

"Fluchfilter" für Transkripte

Schimpfwörter oder unangemessener Slang können in der Live-Transkription und im gespeicherten Besprechungsprotokoll ausgeblendet oder auch unverdeckt angezeigt werden.

Der Filter ist standardmäßig aktiviert. Administratoren müssen die Einstellung ändern, um ungefilterte Transkripte zuzulassen. Die Tonspur bleibt immer unverändert. Auch die persönlichen Live-Untertitel sind von der neuen Richtlinie nicht betroffen. Teilnehmer können Schimpfwörter weiterhin über die Einstellung "Filter out profane words in live captions" auf ihren Bildschirmen ausblenden.


Wie Microsoft in einem Beitrag erläutert, ist die Option für Fälle gedacht, in denen bislang ausgeblendete Wörter im Transkript sichtbar bleiben müssen, etwa für wortgetreue Protokolle bei Untersuchungen oder für die Personalabteilung. Die Transkripte werden zusammen mit den Aufzeichnungen in OneDrive und SharePoint gespeichert. Sie enthalten Zeitstempel und Sprecherzuordnungen und können nach der Besprechung von anderen durchsucht und geprüft werden.

Multitasking im Browser

Die aktuellen Updates bringen auch Neuerungen für die Web-Version. Wer über den Browser an Besprechungen teilnimmt, kann den Anruf nun in ein separates, vereinfachtes Fenster auslagern. Es bleibt im Vordergrund, auch wenn der ursprüngliche Browser-Tab minimiert wird oder in den Hintergrund rückt.

Das erleichtert paralleles Arbeiten während einer Videokonferenz. Bisher verloren Nutzer, die etwa auf Chromebooks oder Firmenrechnern mit eingeschränkten Zugriffsrechten auf die Browser-Version angewiesen sind, beim Tabwechsel das Videobild aus dem Blick. Die Funktion wird derzeit weltweit eingeführt.

Zustimmung vor dem Meeting

Organisationen können Teilnehmer künftig verpflichten, vor dem Beitritt zu einer Besprechung bestimmten Bedingungen zuzustimmen. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und bietet folgende Möglichkeiten:

  • Verpflichtende Bestätigung von Haftungsausschlüssen oder Aufzeichnungshinweisen.
  • Einbeziehung aller internen, externen und anonymen Teilnehmer ohne Ausnahme.
  • Unterstützung einer Standardsprache und bis zu vier weiterer Übersetzungen.

Die Zustimmungen werden in den Audit-Protokollen erfasst.

Nutzt ihr Teams im Browser oder als App und was haltet ihr von den neuen Funktionen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent Siehe auch:
Nadine Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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