Unterseekabel soll Europa, Grönland & Kanada verbinden - ohne die USA
Geht es nach der Europäischen Union, soll es ein neues Unterseekabel geben, das eine direkte Verbindung zwischen Europa und Grönland herstellt. Das Pan-Arctic-Kabel könnte später bis nach Kanada und darüber hinaus nach Japan und Südkorea verlängert werden.
Vertrauenswürdige Partner wie Kanada könnten in Zukunft als Zwischenstufe für eine Erweiterung der Infrastruktur des Projekts bis nach Asien dienen, hieß es weiter. Die USA werden dabei offensichtlich außen vor gelassen. Der Weg über die Arktis soll die EU in ihrer Online-Kommunikation mit Asien unabhängiger von den bisher hauptsächlich genutzten Routen durch das Rote Meer machen, wo durch geopolitische Spannungen die ständige Gefahr von Ausfällen besteht.
Um den Schutz des neuen Unterseekabels zu gewährleisten, will die EU außerdem in "smarte Technologien" investieren, die direkt an den Strängen installiert werden und als eine Art Frühwarnsystem bei möglichen Bedrohungen dienen sollen. Die Zahl der Fälle, in denen Unterseekabel sabotiert oder mutwillig zerstört werden, häufte sich zuletzt deutlich.
Das Vorhaben für den Bau des Pan-Arctic Cable entstand erstmals 2025, als eine Reihe europäischer Unternehmen und Forschungsorganisationen sich mit einem in Grönland ansässigen Telekommunikationsanbieter zusammenschlossen, um das Projekt in Angriff zu nehmen. Ab sofort ist es auch offiziell politisches Ziel der EU.
Siehe auch:
- Die EU plant mit Grönland das Pan-Arctic Cable als neues Flaggschiff-Projekt
- Kanada soll Zwischenstufe für eine spätere Netzerweiterung nach Asien werden
- Die arktische Route soll Ausfallrisiken im Roten Meer künftig verringern
- Für die Verlegearbeiten werden zusätzliche europäische Eisbrecher gebraucht
- Ein spezieller Arctic Cable Hub soll Reparaturen und die Überwachung sichern
- Smarte Technologien an den Kabeln dienen als Schutz vor Sabotageakten im Meer
Neue Arktis-Strategie sieht Unterseekabel vor
In einer gemeinsamen Mitteilung der EU-Mitgliedsstaaten ließen diese kürzlich verlauten, dass man mit dem "Pan-Arctic Cable" ein neues Flaggschiff-Projekt plant, welches im Rahmen einer gemeinsamen europäischen Strategie für die Arktis eine "unabhängige, sichere und widerstandsfähige Verbindung mit einem Unterseekabel zwischen Grönland und der EU" schaffen soll.Vertrauenswürdige Partner wie Kanada könnten in Zukunft als Zwischenstufe für eine Erweiterung der Infrastruktur des Projekts bis nach Asien dienen, hieß es weiter. Die USA werden dabei offensichtlich außen vor gelassen. Der Weg über die Arktis soll die EU in ihrer Online-Kommunikation mit Asien unabhängiger von den bisher hauptsächlich genutzten Routen durch das Rote Meer machen, wo durch geopolitische Spannungen die ständige Gefahr von Ausfällen besteht.
Mehr Eisbrecher und Schutzmaßnahmen nötig
Die Verlegung des panarktischen Kabels dürfte einige Herausforderungen mit sich bringen, heißt es bei Ars Technica. So müssten mehr Eisbrecher aus Europa zum Einsatz kommen, um die geplante Route zumindest für den Zeitraum der Aktivitäten der Verlegeschiffe freizuhalten. Außerdem will die EU einen sogenannten Arctic Cable Hub errichten, der im Fall von notwendigen Reparaturen für Überwachung, Schutz und Unterstützung der Arbeiten sorgen soll.Um den Schutz des neuen Unterseekabels zu gewährleisten, will die EU außerdem in "smarte Technologien" investieren, die direkt an den Strängen installiert werden und als eine Art Frühwarnsystem bei möglichen Bedrohungen dienen sollen. Die Zahl der Fälle, in denen Unterseekabel sabotiert oder mutwillig zerstört werden, häufte sich zuletzt deutlich.
Das Vorhaben für den Bau des Pan-Arctic Cable entstand erstmals 2025, als eine Reihe europäischer Unternehmen und Forschungsorganisationen sich mit einem in Grönland ansässigen Telekommunikationsanbieter zusammenschlossen, um das Projekt in Angriff zu nehmen. Ab sofort ist es auch offiziell politisches Ziel der EU.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.