Änderung durch Umstellung von MagentaTV verärgert Kunden

Serien auf dem Receiver von MagentaTV dauerhaft archivieren? Die Telekom bereitet dem ein Ende. Kann die moderne Hardware überzeugen, wenn lokale Aufnahmen beim Wechsel verschwinden und neue Cloud-Inhalte bereits nach 90 Tagen verfallen?
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Telekom
  • Die Telekom stellt MagentaTV schrittweise auf eine neue Plattform um
  • Lokale Aufnahmen auf Festplatten werden künftig gar nicht mehr unterstützt
  • Neue Sendungen landen in der Cloud und löschen sich nach 90 Tagen selbst
  • Alte Aufzeichnungen und eigene Senderlisten lassen sich nicht übertragen
  • Sky-Abonnenten können lineare TV-Sender künftig nicht mehr aufzeichnen
  • Moderne Hardware bietet praktische Vorzüge wie UHD-4K sowie Dolby-Ton
  • Ein fester Abschalttermin wie der 31. März 2026 ist laut Telekom falsch

Keine lokalen Aufnahmen mehr

Die Erneuerung des TV-Angebots der Telekom schreitet voran. Bestehende Anschlüsse werden nach und nach auf eine neue Plattform umgestellt, alte Hardware weicht kompakten IPTV-Boxen. Vor allem langjährige Pay-TV-Kunden ärgern sich über den Gerätetausch. Denn lokale Aufnahmen auf einer internen oder externen Festplatte sind nicht mehr vorgesehen.

Fernsehsendungen aufzuzeichnen, ist seit Zeiten des VHS-Videorekorders beliebt. Mit digitalen Speichern ließen sich Filme und Serien schließlich dauerhaft archivieren. Die neuen Geräte haben zwar USB-Anschlüsse, diese dienen aber nur der Medienwiedergabe. Als Speicher für Mitschnitte aus dem laufenden Programm lassen sie sich nicht nutzen.


Wie die Telekom als Betreiber mitteilt, landen Aufnahmen künftig in einem Onlinespeicher. Je nach Tarif stehen 50 oder 100 Stunden zur Verfügung. Aus lizenzrechtlichen Gründen werden neue Cloud-Aufnahmen aber seit dem 3. Dezember 2025 nach 90 Tagen automatisch gelöscht. Dauerhaft auf dem PC sichern lassen sie sich nicht.

Verlust von alten Daten

Der Wechsel bringt weitere Einschränkungen mit sich. Aufnahmen auf den Festplatten älterer Media Receiver wie dem MR 401 oder MR 601 lassen sich nicht in das neue System übertragen. Nutzer sollten wichtige Sendungen daher vorher ansehen. Auch individuelle Senderlisten übernimmt das System nicht, sie sollten notiert werden.

Auch für Sky-Abonnenten ändert sich einiges. Sie können die linearen Kanäle auf den neuen Boxen weiter empfangen, aber nicht mehr direkt aufzeichnen. Zeitversetztes Fernsehen ist für diese Angebote ebenfalls nicht mehr möglich.

Der Wechsel bringt allerdings auch technische Vorteile: Die Oberfläche bietet eine individuell anpassbare Startseite und eine verbesserte Suche. Die Hardware unterstützt zudem 4K-UHD-Auflösung und Dolby-Ton.

Umstellung ohne festes Datum

Werden Kunden serverseitig umgestellt, kommt die neue MagentaTV One bei Bedarf automatisch per Post. Wechseln Kunden dagegen selbst den Tarif, müssen sie neue Geräte aktiv buchen und alte Mietreceiver kündigen und zurückschicken. Einen einheitlichen Abschalttermin für alle Haushalte gibt es, soweit bekannt ist, nicht.

Die Umstellung läuft, bis alle Kunden auf der neuen Plattform angekommen sind. Das im Netz häufig genannte Abschaltdatum 31. März 2026 ist laut Telekom falsch. Betroffene Haushalte werden rechtzeitig informiert und müssen nicht befürchten, plötzlich ohne Fernsehempfang dazustehen.

Wie archiviert ihr eure liebsten TV-Sendungen? Nutzt ihr noch lokale Speichermedien oder reicht euch das Cloud-Angebot völlig aus? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.

Könnt ihr alte Aufnahmen mitnehmen?
Nein, lokal gespeicherte Sendungen lassen sich nicht auf MagentaTV 2.0 übertragen. Das betrifft vor allem ältere Festplatten-Receiver wie den MR 401 oder MR 601. Auch eure individuell angelegten Senderlisten und Merklisten gehen beim Wechsel auf das neue System verloren.

Wichtige Aufzeichnungen solltet ihr daher noch vor der Migration ansehen. Benötigte Listen solltet ihr euch vorab notieren, um sie später neu anlegen zu können.
Wie lange bleiben Aufnahmen gespeichert?
Neue Cloud-Aufnahmen werden seit dem 3. Dezember 2025 aus lizenzrechtlichen Gründen grundsätzlich nach 90 Tagen gelöscht. Sobald euer MagentaTV-Abonnement ausläuft, sind die Mitschnitte sogar von jetzt auf gleich nicht mehr verfügbar.

Für ältere Cloud-Aufnahmen greift diese 90-Tage-Frist nicht. Hier gelten weiterhin die bisherigen Speichereinstellungen.
Lassen sich Sendungen offline sichern?
Ein Export von TV-Mitschnitten als frei nutzbare Videodateien auf Computer oder eigene Festplatten ist ausgeschlossen. Auch über den USB-Anschluss der neuen Boxen könnt ihr keine Sendungen aufzeichnen, da dieser nur der Medienwiedergabe dient.

Auf unterstützten Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets bietet die Telekom für viele Mitschnitte die Funktion "Download & Play" an. Für das dauerhafte Archivieren eignen sich Kabel- oder Satelliten-Receiver mit USB-Aufnahme ohne Anbieterbindung besser als IPTV-Hardware.
Wann schaltet die Telekom das alte TV ab?
Einen allgemeinen Stichtag, an dem das bisherige System für alle Kunden gleichzeitig endet, gibt es nicht. Die Telekom betont, dass ein vielfach genannter Abschalttermin zum 31. März 2026 falsch ist.

Die Umstellung erfolgt schrittweise, bis alle Kunden auf der neuen Plattform angekommen sind. Ein aktives Eingreifen ist dabei nicht nötig. Die Telekom informiert betroffene Haushalte rechtzeitig vor ihrem individuellen Wechseltermin.
Siehe auch:
Nadine Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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