Sony streicht Android 17 für Xperia 10 VI, bricht Upgrade-Versprechen

Sony hatte beim Launch des Xperia 10 VI vor zwei Jahren eigentlich angekündigt, dass man drei Jahre lang Betriebssystem-Upgrades für das Mittelklasse-Smartphone anbieten würde. Jetzt wird das Update auf Android 17 mit schwacher Begründung gestrichen.
Smartphone, Android, Sony Xperia 10 VI
Sony Mobile
  • Sony streicht das geplante Upgrade auf Android 17 für das Xperia 10 VI
  • Als Begründung nennt der Hersteller Hindernisse bei der Speicherkonfiguration
  • Das Versprechen von drei großen Betriebssystem-Upgrades wird nicht erfüllt
  • Die Speicherkapazität des Mittelklasse-Smartphones beträgt 128 Gigabyte
  • Sicherheitsupdates liefert das Unternehmen weiterhin für vier Jahre aus

Xperia 10 VI sollte drei OS-Upgrades erhalten

Sony hat bereits im September begonnen, das aktuelle Android 17 bei seinen Smartphones als Update auszuliefern. Dies gilt unter anderem für das Sony Xperia 1 VIII, wobei die Liste der unterstützten Geräte schon damals eine Lücke enthielt. Das 2024 eingeführte Sony Xperia 10 VI war darin nicht enthalten.

Wie Sony mittlerweile in einer Mitteilung auf seiner Website erklärte, wird es tatsächlich kein Upgrade auf Android 17 für das Xperia 10 VI geben. Als Grund dafür nennt das Unternehmen "technische Hindernisse wegen der Speicherkonfiguration des Geräts". Angeblich kann man deshalb den Kunden mit Android 17 kein Nutzungserlebnis bieten, welches von dem Unternehmen für ausreichend gehalten wird.


Genaue Gründe für Upgrade-Stopp unklar

Genauere Angaben machte Sony bisher schlicht nicht. Wie die Kollegen von Android Authority anmerken, wurde das Sony Xperia 10 VI genau wie sein Nachfolger ab Werk mit 128 Gigabyte internem Flash-Speicher ausgeliefert. An der Kapazität des Speichers kann es somit nicht liegen, dass Sony beim Xperia 10 VI kein Android 17 anbieten will.

Auch die Art des verwendeten Speichers dürfte eigentlich keine Hürde sein. Selbst wenn das Gerät mit Flash-Speicher ausgerüstet sein sollte, der eine UFS-2.2-Anbindung hat, müsste ein Upgrade möglich sein, schließlich bieten einige andere Hersteller Android 17 ihrerseits ohne weiteres für Geräte mit dem etwas langsameren Flash-Speicher an.

Denkbar wäre, dass Sony bei der Partitionierung des Speichers eine Konfiguration gewählt hat, die eine Aktualisierung des Xperia 10 VI auf Android 17 ohne größeren Aufwand erschwert. Das Unternehmen verweist auf eine "eingehende technische Prüfung", wegen der man auf das Update verzichtet. Der Konzern entschuldigte sich dafür, dass man das beim Launch gemachte Versprechen der drei OS-Upgrades nicht einhalten kann.

Die Versorgung mit Sicherheitsupdates soll von der Entscheidung nicht betroffen sein und wird daher wie geplant über einen Zeitraum von vier Jahren nach dem Verkaufsstart erfolgen. Neben dem Sony Xperia 10 VI sind keine anderen Geräte des Herstellers von dem Wegfall des Android-17-Upgrades betroffen.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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