Wut auf Total War: Shogun 2 - Remaster ist eine KI-Katastrophe
Die Neuauflage Total War: Shogun 2 Complete Edition sorgt auf Steam für große Empörung. Fans des Strategieklassikers kritisieren eine miserable Performance, gravierende Spielfehler und eine mutmaßlich ungekennzeichnete KI-Hochskalierung der Grafiken.
Auf Steam sind derzeit rund 80 Prozent der Bewertungen negativ. Grund für den Ärger der Fans sind neben technischen Problemen vor allem Grafiken, die mutmaßlich ohne Kennzeichnung per KI bearbeitet wurden. Für (neue) Spieler hat der holprige Start direkte Konsequenzen, da Sega die Originalversion zeitgleich aus dem Verkauf genommen hat.
Neueinsteiger müssen nun zur rund 40 Euro teuren Neuauflage greifen (aktuell ist das Spiel allerdings im Sale für 10 Euro). Wer das Original bereits besitzt, kann das Basisspiel weiterhin spielen. Die neue Edition kostet regulär rund 10 Euro mehr als das Original. Dabei klagen die Käufer über alte und neue Programmfehler sowie Einbrüche bei der Bildwiederholrate.
Selbst auf modernen Systemen läuft das Spiel Nutzerberichten zufolge schlechter als neuere Ableger der Total-War-Reihe. So wuchs etwa der Speicherbedarf der Installation von unter vier auf 45 Gigabyte an, ohne dass viele Spieler darin einen Mehrwert erkennen. Zudem fehlt im Steam Workshop die Modding-Unterstützung.
Bei eigenen Vergleichen stellte Kotaku zudem fest, dass Rauchwolken plötzlich wie Lampenschirme aussehen und die Embleme der Einheitentypen auf Flaggen wie Quallen wirken. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Richtlinien von Steam. Die Plattform verlangt eigentlich eine transparente Kennzeichnung, wenn bei der Entwicklung generative künstliche Intelligenz zum Einsatz kam.
Auf der offiziellen Produktseite fehlt ein solcher Hinweis bisher jedoch komplett. Der ursprüngliche Künstler der Porträts soll die Überarbeitung in einer E-Mail als sehr faul bezeichnet haben. Eine offizielle Stellungnahme von Creative Assembly oder Sega zu den Vorwürfen steht aktuell noch aus.
Habt ihr das Original gespielt und gebt der Neuauflage eine Chance? Was meint ihr zu dem Vorwurf der KI-Nutzung bei Remasters? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Creative Assembly und Sega bringen Neuauflage von Total War: Shogun 2 heraus
- Rund 80 Prozent der Bewertungen auf Steam fallen derzeit extrem negativ aus
- Kritik entzündet sich an mutmaßlich fehlerhafter KI-Skalierung bei Grafiken
- Die Kennzeichnung generativer KI fehlt trotz geltender Richtlinien auf Steam
- Das Originalspiel wurde entfernt und der Neupreis stieg um rund zehn Dollar
- Käufer klagen über technische Probleme, Speicherhunger und fehlende Mods
Desaströser Start der Neuauflage
Anfang dieser Woche haben die Entwickler von Creative Assembly und der Publisher Sega das Strategiespiel Total War: Shogun 2 Complete Edition veröffentlicht. Die Überarbeitung des Titels aus dem Jahr 2011 sollte unter anderem verbesserte Texturen und neue Fraktionen bieten. Bei den Spielern stößt das Update jedoch auf massive Ablehnung - und das ist noch freundlich formuliert.Auf Steam sind derzeit rund 80 Prozent der Bewertungen negativ. Grund für den Ärger der Fans sind neben technischen Problemen vor allem Grafiken, die mutmaßlich ohne Kennzeichnung per KI bearbeitet wurden. Für (neue) Spieler hat der holprige Start direkte Konsequenzen, da Sega die Originalversion zeitgleich aus dem Verkauf genommen hat.
AI used to upscale S2CE unit cards is awful. These need to be redone by hand, as the originals were
by u/b1g_n0se in totalwar
Neueinsteiger müssen nun zur rund 40 Euro teuren Neuauflage greifen (aktuell ist das Spiel allerdings im Sale für 10 Euro). Wer das Original bereits besitzt, kann das Basisspiel weiterhin spielen. Die neue Edition kostet regulär rund 10 Euro mehr als das Original. Dabei klagen die Käufer über alte und neue Programmfehler sowie Einbrüche bei der Bildwiederholrate.
Selbst auf modernen Systemen läuft das Spiel Nutzerberichten zufolge schlechter als neuere Ableger der Total-War-Reihe. So wuchs etwa der Speicherbedarf der Installation von unter vier auf 45 Gigabyte an, ohne dass viele Spieler darin einen Mehrwert erkennen. Zudem fehlt im Steam Workshop die Modding-Unterstützung.
Grafikfehler durch KI-Skalierung
Wie Kotaku und GamesRadar berichten, richtet sich der Zorn der Community insbesondere gegen die überarbeiteten Grafiken. Nutzer haben zahlreiche Einheitenkarten und Porträts analysiert, die ihrer Ansicht nach Merkmale einer fehlerhaften KI-Skalierung aufweisen. So verschmelzen in den neuen Bildern etwa Gesichter von Soldaten mit Helmen zu unnatürlich aussehenden "mechanischen Konstrukten".Bei eigenen Vergleichen stellte Kotaku zudem fest, dass Rauchwolken plötzlich wie Lampenschirme aussehen und die Embleme der Einheitentypen auf Flaggen wie Quallen wirken. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Richtlinien von Steam. Die Plattform verlangt eigentlich eine transparente Kennzeichnung, wenn bei der Entwicklung generative künstliche Intelligenz zum Einsatz kam.
Auf der offiziellen Produktseite fehlt ein solcher Hinweis bisher jedoch komplett. Der ursprüngliche Künstler der Porträts soll die Überarbeitung in einer E-Mail als sehr faul bezeichnet haben. Eine offizielle Stellungnahme von Creative Assembly oder Sega zu den Vorwürfen steht aktuell noch aus.
Habt ihr das Original gespielt und gebt der Neuauflage eine Chance? Was meint ihr zu dem Vorwurf der KI-Nutzung bei Remasters? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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