Spider-Noir: Bruch zwischen Nicolas Cage und Amazon wegen KI-Einsatz
Der Schauspieler Nicolas Cage wirft Amazon vor, ihn für die Serie "Spider-Noir" zur Unterzeichnung einer Vereinbarung über den Einsatz künstlicher Intelligenz gedrängt zu haben. Dies wollte er allerdings nicht.
Er selbst stehe dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Schauspielerei kritisch gegenüber. Deshalb habe er die Vereinbarung, die eine Nutzung von KI im Zusammenhang mit "Spider-Noir" ermöglichen sollte, nicht unterschrieben. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Studio halte er angesichts dieser Haltung für unwahrscheinlich. Damit nimmt Cage öffentlich Stellung zu einem Konflikt, der die Film- und Fernsehbranche angesichts der zunehmenden Nutzung generativer KI beschäftigt.
Die Äußerungen des Schauspielers kommen wenige Wochen nach dem Aus für "Spider-Noir". Amazon hatte die Superheldenserie nach nur einer Staffel eingestellt. Die Entscheidung überraschte viele Beobachter, denn die Produktion war sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern gut angekommen. Innerhalb der ersten sechs Wochen soll die Serie insgesamt 2,6 Milliarden Streaming-Minuten erreicht haben. Zudem erhielt sie elf Emmy-Nominierungen, das sind mehr als jede andere Prime-Video-Produktion in diesem Jahr.
Cage hatte mit "Spider-Noir" erstmals eine Hauptrolle in einer Fernsehserie übernommen. Trotz seiner negativen Erfahrungen mit Amazon kann er sich aber vorstellen, zukünftig häufiger für das Fernsehen zu arbeiten.
Cage lobte den eigenständigen Ansatz solcher Nachwuchsregisseure und betonte, dass sie ihre Projekte von Grund auf selbst entwickelten. Mit dieser Arbeitsweise könne er sich gut identifizieren.
Eine weitere Neuigkeit verkündete der Schauspieler ebenfalls: Er werde in einer kommenden Staffel der HBO-Krimiserie "True Detective" mitwirken. Eine offizielle Bestätigung des Senders lag zunächst aber noch nicht vor. Cage nahm die vorzeitige Bekanntgabe mit Humor und scherzte, sein Agent höre vermutlich gerade zu.
Siehe auch:
- Nicolas Cage lehnte eine KI-Freigabe für die Serie Spider-Noir strikt ab
- Wegen Amazons KI-Kurs hält er eine weitere Kooperation für unwahrscheinlich
- Trotz elf Emmy-Nominierungen setzte Amazon die gefeierte Serie vorzeitig ab
- Der Schauspieler möchte künftig dennoch öfter in Fernsehserien auftreten
- Grosses Interesse zeigt Cage an Projekten mit jungen YouTube-Filmemachern
- In einer neuen Staffel der Krimiserie True Detective soll Cage mitspielen
Cage lehnt KI ab
Bei einem Auftritt auf der New York Comic Con erklärte Cage, dass er die entsprechende Freigabe nicht erteilt habe. Zugleich stellte er infrage, ob er zukünftig noch einmal mit dem Unternehmen zusammenarbeiten werde. "Amazon ist ein sehr KI-freundliches Unternehmen, das rund 50 Milliarden Dollar in OpenAI investiert hat", sagte er laut Variety während einer Diskussionsrunde auf der Veranstaltung.Er selbst stehe dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Schauspielerei kritisch gegenüber. Deshalb habe er die Vereinbarung, die eine Nutzung von KI im Zusammenhang mit "Spider-Noir" ermöglichen sollte, nicht unterschrieben. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Studio halte er angesichts dieser Haltung für unwahrscheinlich. Damit nimmt Cage öffentlich Stellung zu einem Konflikt, der die Film- und Fernsehbranche angesichts der zunehmenden Nutzung generativer KI beschäftigt.
Die Äußerungen des Schauspielers kommen wenige Wochen nach dem Aus für "Spider-Noir". Amazon hatte die Superheldenserie nach nur einer Staffel eingestellt. Die Entscheidung überraschte viele Beobachter, denn die Produktion war sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern gut angekommen. Innerhalb der ersten sechs Wochen soll die Serie insgesamt 2,6 Milliarden Streaming-Minuten erreicht haben. Zudem erhielt sie elf Emmy-Nominierungen, das sind mehr als jede andere Prime-Video-Produktion in diesem Jahr.
Cage hatte mit "Spider-Noir" erstmals eine Hauptrolle in einer Fernsehserie übernommen. Trotz seiner negativen Erfahrungen mit Amazon kann er sich aber vorstellen, zukünftig häufiger für das Fernsehen zu arbeiten.
Offen für YouTube
Bei der Veranstaltung äußerte Cage außerdem den Wunsch, verstärkt mit jüngeren Filmemachern zusammenzuarbeiten. Besonders interessiere ihn die Generation Z, die sich über neue Wege wie YouTube einen Zugang zur Filmbranche verschaffe. Als Beispiel nannte er Kane Parsons, der zunächst durch seine Videos im Internet bekannt wurde und inzwischen in Hollywood arbeitet. Sein Horrorfilm "Backrooms" entwickelte sich zum bislang erfolgreichsten Kinofilm des Studios A24.Cage lobte den eigenständigen Ansatz solcher Nachwuchsregisseure und betonte, dass sie ihre Projekte von Grund auf selbst entwickelten. Mit dieser Arbeitsweise könne er sich gut identifizieren.
Eine weitere Neuigkeit verkündete der Schauspieler ebenfalls: Er werde in einer kommenden Staffel der HBO-Krimiserie "True Detective" mitwirken. Eine offizielle Bestätigung des Senders lag zunächst aber noch nicht vor. Cage nahm die vorzeitige Bekanntgabe mit Humor und scherzte, sein Agent höre vermutlich gerade zu.
Siehe auch:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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