AMD-Chefin Lisa Su: Gaming bleibt trotz KI Teil des Kerngeschäfts

AMD-Chefin Lisa Su sieht in Gaming weiterhin einen sehr wichtigen Teil des Kerngeschäfts ihres Unternehmens. Die Managerin versicherte, dass man das Spielesegment weiter ausbauen will, auch wenn KI die Computing-Industrie stark verändert.
Amd, Ceo, Lisa Su
AMD
  • PC-Spiele treiben laut Lisa Su weiterhin die Hardware-Entwicklung stark voran
  • Die Chefin von AMD sieht Gaming als ein zentrales Kerngebiet des Computings
  • Künstliche Intelligenz soll künftig immer stärker mit Spielen verschmelzen
  • Architekturen wie Ryzen und Zen wurden primär für Gaming-Zwecke eingeführt
  • KI-Werkzeuge verkürzen nach Aussage von Jack Huynh die Spiele-Entwicklung
  • Das Unternehmen setzt in neuen Produkten verstärkt auf Gaming und KI zugleich
  • Der Chiphersteller verhandelt in Asien über Partnerschaften rund um HBM-Speicher

AMD: Gaming treibt Hardware-Entwicklung

Für AMD-CEO Lisa Su ist und bleibt PC-Gaming wichtiger Bestandteil der Tätigkeiten ihres Unternehmens. Dies machte sie beim Besuch eines von AMD veranstalteten sogenannten "Gaming Day" in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul jüngst klar. Hintergrund ist, dass PC-Spiele nach wie vor die Hardware-Entwicklung vorantreiben, so Su.

Wie das südkoreanische Wirtschaftsportal Seoul Economic Daily berichtet, sprach Su beim AMD Gamer Day davon, dass Gaming ein "sehr wichtiges Kerngebiet des Computings ist" und "konstant hohe Performance fordert". Auch in diesem Bereich würden Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz in Zukunft aber eine größere Rolle spielen, so Su weiter, weshalb es zunehmend zu einer Verschmelzung der dabei verwendeten Technologien kommen dürfte.


KI & Gaming verschmelzen, sagt AMD

Die AMD-Chefin verwies darauf, dass man die "Ryzen"- und "Zen"-Architekturen zunächst im Gaming-Bereich in großem Stil eingesetzt habe. Auch die X3D-Prozessoren seien für Spiele-Nutzung entwickelt worden. Als Beispiele dafür, wie AMD KI-Technologie im Gaming-Markt nutzt, verwies Senior Vice President Jack Huynh auf FSR4 und FSR Redstone als Beispiele.

Ferner werde KI wohl auch in der Entwicklung von Spielen immer wichtiger, auch weil sich so die Entwicklungszeiten deutlich verkürzen lassen, so Huynh. KI werde dabei nicht die Kreativität von Künstlern ersetzen, versicherte er, aber ihre Arbeit beschleunigen, sodass Spiele, die bisher innerhalb von zehn Jahren entwickelt wurden, wohl bald innerhalb von drei bis vier Jahren fertiggestellt werden könnten.

Bei AMD geht man davon aus, dass in kommenden Produkten des Unternehmens immer häufiger eine Kombination von Gaming und KI zu sehen sein wird, so der Manager. Auch die Nutzungsszenarien würden sich dabei immer häufiger deutlich überschneiden, sagte er weiter.

Die AMD-Chefin und Huynh, der bei AMD als SVP und General Manager der Computing and Graphics Group tätig ist, tingeln derzeit durch Südostasien, um dort mit Zulieferern und Partnern zu verhandeln. Ziel ist offenbar, langfristige Kooperationen zu schließen, was Fertigung und Verfügbarkeit von Speicherprodukten angeht - mit einem klaren Fokus auf High-Bandwidth-Memory (HBM) und andere Technologien für KI-Anwendungen.

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Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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