Neue Air Force One muss nach nur drei Monaten auf dem Boden bleiben
Die von Katar gespendete und erst im Juli in Dienst gestellte Air Force One pausiert bereits. Das 400 Millionen Dollar (etwa 356 Millionen Euro) teure Luxus-Flugzeug des US-Präsidenten erhält derzeit angeblich nur "kosmetische Anpassungen" im Innenraum.
Das im Juni vorgestellte Flugzeug absolvierte seinen letzten dokumentierten Flug am 16. September nach North Carolina. Der US-Präsident hatte bereits im vergangenen Monat angekündigt, dass die Maschine im Oktober für rund 60 Tage aus dem Verkehr gezogen werden soll. Ziel sei es, den Jet zu maximieren, sodass Flüge in sämtliche Gebiete möglich werden.
Ob auch die Sicherheitssysteme ein Upgrade erhalten, ließ das Weiße Haus auf Nachfrage offen. Dem neuen Jet sollen im Vergleich zur älteren Flotte bestimmte Raketenabwehrsysteme fehlen. Laut Quellen riet der Secret Service dem US-Präsidenten bereits im Juli aus Vorsicht zu einem heimlichen Flugzeugwechsel, als er angesichts iranischer Drohungen einen NATO-Gipfel in der Türkei verließ. Die Entscheidung soll teilweise mit den Unterschieden bei den Sicherheitsfähigkeiten zusammengehangen haben.
Sollte der Zeitplan von 60 Tagen Bestand haben, steht die neue Maschine für die im November geplanten Gipfeltreffen der ASEAN in den Philippinen und der APEC in China vermutlich nicht zur Verfügung. Das aktuelle Flugzeug dient ohnehin als Übergangslösung. Der Jet soll spätestens im Januar 2029 ausgemustert und durch die nächste Flugzeuggeneration abgelöst werden, deren Entwicklung sich zuletzt verzögerte.
Sollte der US-Präsident auf das Luxus-Flugzeug verzichten oder sind die Upgrades sinnvoll? Was meint ihr dazu? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Die von Katar gespendete Boeing 747-8 der US-Regierung wird derzeit überarbeitet
- Donald Trump nutzt während der Arbeiten vorübergehend die ältere Reihe VC-25A
- Der rund 400 Millionen Dollar teure Luxusjet soll kosmetisch angepasst werden
- Bedenken bezüglich fehlender Raketenabwehrsysteme bleiben bislang ungeklärt
- Praktische Probleme wie zu wenige Kühlschränke erschweren bisher den Betrieb
- Als Übergangslösung soll das Flugzeug bis spätestens Januar 2029 im Dienst sein
Präsidenten-Jet vorerst am Boden
Weniger als drei Monate nach dem ersten offiziellen Flug bleibt die neue Air Force One des US-Präsidenten vorerst am Boden. Die Regierung lässt das von Katar gespendete Flugzeug des Typs Boeing 747-8 aktuell überarbeiten. Der Wert des rund 14 Jahre alten Jets wird auf 400 Millionen Dollar (etwa 356 Millionen Euro) geschätzt. Aktuell nutzt Donald Trump für seine Inlandsreisen wieder das ältere Modell der Reihe VC-25A.Das im Juni vorgestellte Flugzeug absolvierte seinen letzten dokumentierten Flug am 16. September nach North Carolina. Der US-Präsident hatte bereits im vergangenen Monat angekündigt, dass die Maschine im Oktober für rund 60 Tage aus dem Verkehr gezogen werden soll. Ziel sei es, den Jet zu maximieren, sodass Flüge in sämtliche Gebiete möglich werden.
Innenausbau, Sicherheit offen
Wie ABC News unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, finden derzeit kosmetische Anpassungen statt. Das Flugzeug verfügt ohnehin über eine luxuriöse Ausstattung, die beim Erstumbau durch die US Air Force und L3Harris weitgehend erhalten blieb. Dazu gehören unter anderem goldene Verzierungen, Massagesitze für Journalisten sowie zahlreiche Holzdekore.Ob auch die Sicherheitssysteme ein Upgrade erhalten, ließ das Weiße Haus auf Nachfrage offen. Dem neuen Jet sollen im Vergleich zur älteren Flotte bestimmte Raketenabwehrsysteme fehlen. Laut Quellen riet der Secret Service dem US-Präsidenten bereits im Juli aus Vorsicht zu einem heimlichen Flugzeugwechsel, als er angesichts iranischer Drohungen einen NATO-Gipfel in der Türkei verließ. Die Entscheidung soll teilweise mit den Unterschieden bei den Sicherheitsfähigkeiten zusammengehangen haben.
Technische Hürden im Alltag
Im alltäglichen Betrieb zeigten sich zuletzt zudem einige praktische Einschränkungen. Das Flugzeug verfügt über weniger Kühlschränke als die traditionellen Präsidentenmaschinen, weshalb Begleitflugzeuge einen Teil der Verpflegung transportieren müssen. Darüber hinaus war es im Bereich für Journalisten teils so kalt, dass eine Decke nötig war, vor dem Abflug zeitweise aber sehr heiß. Dazu kommen weitere Pannen: Ein Zwischenfall mit einer versehentlich ausgelösten Notrutsche sorgte im September für die Verzögerung einer Reise nach Dallas.Sollte der Zeitplan von 60 Tagen Bestand haben, steht die neue Maschine für die im November geplanten Gipfeltreffen der ASEAN in den Philippinen und der APEC in China vermutlich nicht zur Verfügung. Das aktuelle Flugzeug dient ohnehin als Übergangslösung. Der Jet soll spätestens im Januar 2029 ausgemustert und durch die nächste Flugzeuggeneration abgelöst werden, deren Entwicklung sich zuletzt verzögerte.
Sollte der US-Präsident auf das Luxus-Flugzeug verzichten oder sind die Upgrades sinnvoll? Was meint ihr dazu? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Trump wechselt Maschine: Sicherheitsbedenken bei neuer Air Force One
- Air Force One: Gebrauchte 747 aus Katar besteht alle Tests
- Lufthansa verkauft Boeing 747-8 als Ersatzteillager für Air Force One
- F-47: Air Force verrät erste Spezifikationen, allen voran zur Reichweite
- Air Force One: Trump lässt sich von Katar einen Luxus-Jumbo schenken
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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