Stiftung Warentest prüft E-Mail-Dienste:
Das sind die Testsieger
Lohnt sich ein monatliches Abo für E-Mail-Anbieter wirklich? Die aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest liefert eine eindeutige Antwort auf diese Frage. Ausschließlich kostenpflichtige Postfächer garantieren starken Datenschutz im Alltag.
Kriminelle nutzen kompromittierte Konten für Identitätsdiebstahl oder Erpressung. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 18 Millionen Postfächer gehackt. Ein starker Schutz durch komplexe Passwörter ist daher wichtig.
Neben der Funktionalität rückt der Datenschutz in den Fokus. Bei Konzernen wie Google, Apple oder Microsoft müssen Behörden oft Zugriff auf Nutzerdaten erhalten, ohne dass Kontoinhaber davon erfahren. Europäische Alternativen werben mit strengen Richtlinien und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Nutzer stehen vor der Wahl, ob kostenlose Basisdienste ausreichen oder Bezahlmodelle mehr Sicherheit bieten.
Wie gut die Dienste in der Praxis abschneiden, zeigt eine Untersuchung. Die Stiftung Warentest hat 18 E-Mail-Anbieter geprüft, darunter acht kostenlose sowie zehn kostenpflichtige Tarife. Die Prüfer bewerteten den täglichen Gebrauch, die technische Ausstattung und den Basisschutz.
Von zehn getesteten Premium-Diensten erhielten vier die Note gut, die restlichen sechs schnitten befriedigend ab. Platz eins belegt Posteo mit der Note 1,7 für einen Euro pro Monat. Den zweiten Platz sichert sich Mailbox mit der Note 1,8, ebenfalls für einen Euro monatlich. Web.de MailPlus erreicht Platz drei mit 2,4. Infografik Cybersicherheit: E-Mails bleiben größtes Sicherheitsrisiko
Kostenpflichtige Anbieter legen oft einen stärkeren Fokus auf den Schutz persönlicher Daten. Posteo und Mailbox integrieren standardmäßig Verschlüsselungstechnologien wie PGP oder S/MIME und setzen auf Datensparsamkeit. Sie finanzieren sich über Nutzergebühren und verzichten darauf, Inhalte für Werbung zu analysieren. Das bietet Anwendern eine datenschutzfreundliche Alternative zu werbefinanzierten Basisdiensten.
Nutzt ihr kostenlose E-Mail-Postfächer oder bezahlt ihr für mehr Datenschutz? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Sicherheit im digitalen Postfach
Die E-Mail-Adresse bildet das Fundament der digitalen Identität. Ob für Online-Shopping, soziale Netzwerke oder wichtige Vertragsunterlagen - das Postfach bündelt sensible Daten. Sicherheit ist da oberstes Gebot, daher hat sich die Stiftung Warentest beliebte Anbieter einmal genauer angeschaut.Kriminelle nutzen kompromittierte Konten für Identitätsdiebstahl oder Erpressung. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 18 Millionen Postfächer gehackt. Ein starker Schutz durch komplexe Passwörter ist daher wichtig.
Neben der Funktionalität rückt der Datenschutz in den Fokus. Bei Konzernen wie Google, Apple oder Microsoft müssen Behörden oft Zugriff auf Nutzerdaten erhalten, ohne dass Kontoinhaber davon erfahren. Europäische Alternativen werben mit strengen Richtlinien und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Nutzer stehen vor der Wahl, ob kostenlose Basisdienste ausreichen oder Bezahlmodelle mehr Sicherheit bieten.
Wie gut die Dienste in der Praxis abschneiden, zeigt eine Untersuchung. Die Stiftung Warentest hat 18 E-Mail-Anbieter geprüft, darunter acht kostenlose sowie zehn kostenpflichtige Tarife. Die Prüfer bewerteten den täglichen Gebrauch, die technische Ausstattung und den Basisschutz.
Bezahldienste dominieren
Die E-Mail feiert 2026 ihr 55-jähriges Bestehen, seit der US-amerikanische Entwickler Ray Tomlinson 1971 die erste elektronische Nachricht verschickte. Angesichts weltweit Milliarden täglich versendeter E-Mails ist Zuverlässigkeit entscheidend. Wer heute monatlich zwischen einem und fünf Euro investiert, erhält deutlich mehr Leistung. Gratis-Nutzer bekommen einen bis 15 Gigabyte Speicherplatz, Premium-Tarife bieten bis zu 100 Gigabyte.Von zehn getesteten Premium-Diensten erhielten vier die Note gut, die restlichen sechs schnitten befriedigend ab. Platz eins belegt Posteo mit der Note 1,7 für einen Euro pro Monat. Den zweiten Platz sichert sich Mailbox mit der Note 1,8, ebenfalls für einen Euro monatlich. Web.de MailPlus erreicht Platz drei mit 2,4. Infografik Cybersicherheit: E-Mails bleiben größtes Sicherheitsrisiko
Privatsphäre als Argument
Im Bereich der kostenlosen Postfächer erreichte kein Anbieter eine gute Bewertung. Alle acht geprüften Gratis-Dienste erhielten das Gesamturteil befriedigend. GMX führt das Feld mit der Note 2,6 an, dicht gefolgt von T-Online mit 2,7 und Web.de mit 2,8. Für Gelegenheitsnutzer stellen die werbefinanzierten Angebote eine funktionale Basis dar, weisen jedoch Schwächen bei der Datensicherheit auf.Kostenpflichtige Anbieter legen oft einen stärkeren Fokus auf den Schutz persönlicher Daten. Posteo und Mailbox integrieren standardmäßig Verschlüsselungstechnologien wie PGP oder S/MIME und setzen auf Datensparsamkeit. Sie finanzieren sich über Nutzergebühren und verzichten darauf, Inhalte für Werbung zu analysieren. Das bietet Anwendern eine datenschutzfreundliche Alternative zu werbefinanzierten Basisdiensten.
Nutzt ihr kostenlose E-Mail-Postfächer oder bezahlt ihr für mehr Datenschutz? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Wer sind die Testsieger 2026?
Laut Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2026) dominieren datenschutzfreundliche Bezahlangebote. Den ersten Platz sicherte sich Posteo mit der Note 1,7, dicht gefolgt von mailbox mit 1,8. Beide Dienste kosten lediglich einen Euro pro Monat.
Auf dem dritten Platz landete Web.de MailPlus (Note 2,4) für knapp vier Euro monatlich. Die Testsieger überzeugen besonders durch starke Privatsphäre und offene Standards wie IMAP. Mailbox glänzte zudem mit einer herausragenden Note von 0,8 bei der Einrichtung.
Auf dem dritten Platz landete Web.de MailPlus (Note 2,4) für knapp vier Euro monatlich. Die Testsieger überzeugen besonders durch starke Privatsphäre und offene Standards wie IMAP. Mailbox glänzte zudem mit einer herausragenden Note von 0,8 bei der Einrichtung.
Lohnt sich ein bezahltes Postfach?
Für IT-Profis und Vielnutzer lautet die Antwort ganz klar: Ja. Kostenpflichtige Tarife bieten deutlich mehr Speicherplatz - im Test zwischen 2 und 100 Gigabyte. Gratis-Nutzer müssen sich oft mit 1 bis 15 Gigabyte begnügen und alte Mails löschen.
Zudem profitieren zahlende Kunden von einem besseren Support und einer werbefreien Oberfläche. Für einen geringen Betrag von 12 Euro im Jahr erhalten Sie nicht nur mehr Leistung, sondern auch nützliche Funktionen wie flexible Alias-Adressen.
Zudem profitieren zahlende Kunden von einem besseren Support und einer werbefreien Oberfläche. Für einen geringen Betrag von 12 Euro im Jahr erhalten Sie nicht nur mehr Leistung, sondern auch nützliche Funktionen wie flexible Alias-Adressen.
Lesen Anbieter meine E-Mails mit?
Leider ist das bei einigen kostenlosen Diensten gängige Praxis. Die Stiftung Warentest stellte fest, dass manche Provider laut ihren Datenschutzerklärungen die Korrespondenz der Kunden mitlesen und auswerten, oft um personalisierte Werbung auszuspielen.
Wer Wert auf Diskretion legt, sollte zu datenschutzfokussierten Anbietern greifen. Dienste wie Posteo oder mailbox ermöglichen eine komplette Postfachverschlüsselung und verarbeiten Daten ausschließlich in Deutschland oder der Schweiz.
Wer Wert auf Diskretion legt, sollte zu datenschutzfokussierten Anbietern greifen. Dienste wie Posteo oder mailbox ermöglichen eine komplette Postfachverschlüsselung und verarbeiten Daten ausschließlich in Deutschland oder der Schweiz.
Sind US-Anbieter ein Risiko?
Für sicherheitsbewusste Anwender können US-Konzerne wie Google, Apple oder Microsoft problematisch sein. Diese Firmen müssen US-Ermittlungsbehörden Zugriff auf Konten ausländischer Kunden gewähren - oft ohne, dass die Betroffenen davon erfahren.
Angeblich kommt es bei Einreisen in die USA auch vor, dass Geräte und Konten an der Grenze durchsucht werden. Wer vertrauliche IT-Projekte oder sensible Daten verwaltet, minimiert mit europäischen Providern rechtliche Risiken und wahrt die digitale Souveränität.
Angeblich kommt es bei Einreisen in die USA auch vor, dass Geräte und Konten an der Grenze durchsucht werden. Wer vertrauliche IT-Projekte oder sensible Daten verwaltet, minimiert mit europäischen Providern rechtliche Risiken und wahrt die digitale Souveränität.
Taugen kostenlose E-Mail-Dienste noch?
Für Gelegenheitsnutzer oder als Zweitadresse für Newsletter sind Gratis-Dienste weiterhin brauchbar. Im aktuellen Test der Stiftung Warentest erhielten alle acht geprüften kostenlosen Angebote immerhin das Gesamturteil "Befriedigend".
GMX führte das Gratis-Feld mit der Note 2,6 an, gefolgt von T-Online (2,7) und Web.de (2,8). Anwender müssen hier jedoch Kompromisse eingehen: Der Speicherplatz ist stark limitiert, der Support oft schlechter und die Postfächer enthalten Werbung.
GMX führte das Gratis-Feld mit der Note 2,6 an, gefolgt von T-Online (2,7) und Web.de (2,8). Anwender müssen hier jedoch Kompromisse eingehen: Der Speicherplatz ist stark limitiert, der Support oft schlechter und die Postfächer enthalten Werbung.
Wie schütze ich mein E-Mail-Konto?
Das E-Mail-Postfach ist das Haupteinfallstor für Kriminelle. Allein in Deutschland wurden 2025 rund 18,6 Millionen Konten gehackt. Haben Angreifer Zugriff, können sie Passwörter anderer Dienste zurücksetzen und Identitäten übernehmen.
Ein starkes Passwort reicht heute nicht mehr aus. Aktivieren Sie zwingend die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese zweite Sicherheitsebene, meist über eine Authenticator-App auf dem Smartphone, ist kostenlos und hochwirksam.
Ein starkes Passwort reicht heute nicht mehr aus. Aktivieren Sie zwingend die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese zweite Sicherheitsebene, meist über eine Authenticator-App auf dem Smartphone, ist kostenlos und hochwirksam.
Wie viel Speicherplatz brauche ich?
Das hängt stark von Ihrem Arbeitsalltag ab. Wer regelmäßig große Log-Dateien, Software-Builds oder umfangreiche Präsentationen empfängt, wird ein Gratis-Postfach mit nur einem Gigabyte innerhalb weniger Wochen an seine Grenzen bringen.
Kostenpflichtige Tarife bieten zwischen 2 und 100 Gigabyte. Für die meisten IT-Profis sind 10 bis 50 Gigabyte ein komfortabler Puffer. So können Sie wichtige Projektkommunikation langfristig archivieren, ohne ständig Mails löschen zu müssen.
Kostenpflichtige Tarife bieten zwischen 2 und 100 Gigabyte. Für die meisten IT-Profis sind 10 bis 50 Gigabyte ein komfortabler Puffer. So können Sie wichtige Projektkommunikation langfristig archivieren, ohne ständig Mails löschen zu müssen.
Ist der Wechsel zu Posteo & Co. schwer?
Der Wechsel ist unkomplizierter, als viele befürchten. Top-Anbieter wie mailbox erzielten bei der Einrichtung Bestnoten (0,8). Sie unterstützen offene Standards wie IMAP, POP3 und SMTP, was die Einbindung in bestehende Systeme erleichtert.
Sie können die neuen Konten nahtlos in Clients wie Thunderbird oder Outlook integrieren. Zudem bieten gute Provider Umzugshilfen oder Sammeldienste an, die alte E-Mails automatisch vom bisherigen Anbieter importieren und weiterleiten.
Sie können die neuen Konten nahtlos in Clients wie Thunderbird oder Outlook integrieren. Zudem bieten gute Provider Umzugshilfen oder Sammeldienste an, die alte E-Mails automatisch vom bisherigen Anbieter importieren und weiterleiten.
Zusammenfassung
- Stiftung Warentest untersucht 18 verschiedene E-Mail-Anbieter
- Kostenpflichtige Bezahldienste dominieren den aktuellen Test
- Posteo sichert sich mit Note 1,7 den ersten Platz im Ranking
- Kostenlose E-Mail-Postfächer zeigen Schwächen beim Datenschutz
- Ein starker Schutz und Zwei-Faktor-Authentifizierung sind wichtig
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