Apple AirPods Max: Sammelklage wegen Feuchtigkeit scheitert
Eine US-Richterin hat weite Teile einer Sammelklage gegen Apple abgewiesen. Käufer der AirPods Max hatten bemängelt, dass sich bei normaler Nutzung Kondenswasser in den Kopfhörern bilde, was zu massiven technischen Ausfällen führe.
Laut der Klageschrift bilde sich die Feuchtigkeit bereits nach kurzer Tragezeit, beispielsweise beim simplen Ansehen von Filmen auf dem Sofa. Die Kläger gaben an, dass das angesammelte Wasser wesentliche Funktionen der Kopfhörer stark beeinträchtigt habe. Dazu zählten angeblich plötzliche Verbindungsabbrüche, eine deutlich verringerte Akkulaufzeit, Ausfälle der aktiven Geräuschunterdrückung sowie fehlerhafte Reaktionen der Trageerkennung. Apple habe schon früh von dem Problem gewusst, die Käufer aber nicht ausreichend darüber informiert.
Da einer der Kläger selbst zu Protokoll gab, die Kopfhörer zum Konsumieren eines Films genutzt zu haben, sah die Richterin die grundlegende Funktion des Geräts als erfüllt an. Der Kläger aus New York wurde infolgedessen aus dem Verfahren ausgeschlossen. Ein zweiter Kläger aus Washington darf den Rechtsstreit mit zwei Klagepunkten auf Bundesebene weiterführen. Apple muss bis September 2026 auf die Klage reagieren.
Bislang gibt es keine belastbaren Belege für massenhafte Reparaturen oder ein weitverbreitetes technisches Versagen durch die Feuchtigkeit. Allerdings kritisieren Anwender ganz allgemein, dass sich bei einem teuren Premium-Kopfhörer überhaupt Wasser im Inneren sammeln kann. Apple selbst hat einen Fehler nie eingeräumt und verweist in eigenen Dokumenten darauf, dass die Kopfhörer weder wasserdicht noch wasserabweisend gebaut seien.
Habt ihr selbst Erfahrungen mit Kondenswasser bei Kopfhörern gemacht? Stört euch das bei der Nutzung oder haltet ihr die Aufregung für übertrieben? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Eine Sammelklage gegen Apple wegen Kondenswasser in AirPods Max scheiterte
- US-Richterin wies die meisten Klagepunkte in New York als unbegründet zurück
- Das Gericht betonte dass Produkte kein perfektes Verhalten garantieren müssen
- Kondenswasserbildung bei Aluminium-Kopfhörern ist ein bekanntes Physikproblem
- Ob Feuchtigkeit Hardwarefehler verursacht bleibt unter Experten weiter umstritten
- Apple bestreitet einen Konstruktionsfehler und verweist auf die Konstruktion
Sammelklage gegen Apple scheitert
Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat New York hat weite Teile einer im April 2025 eingereichten Sammelklage gegen Apple abgewiesen. Die Kläger warfen dem Technologiekonzern vor, dass die in Deutschland ursprünglich 629 Euro teuren (UVP) Kopfhörer AirPods Max einen Konstruktionsfehler aufweisen würden. Im Zentrum des Rechtsstreits stand die regelmäßige Bildung von Kondenswasser innerhalb der Ohrmuscheln während der alltäglichen Nutzung in normalen Innenräumen.Laut der Klageschrift bilde sich die Feuchtigkeit bereits nach kurzer Tragezeit, beispielsweise beim simplen Ansehen von Filmen auf dem Sofa. Die Kläger gaben an, dass das angesammelte Wasser wesentliche Funktionen der Kopfhörer stark beeinträchtigt habe. Dazu zählten angeblich plötzliche Verbindungsabbrüche, eine deutlich verringerte Akkulaufzeit, Ausfälle der aktiven Geräuschunterdrückung sowie fehlerhafte Reaktionen der Trageerkennung. Apple habe schon früh von dem Problem gewusst, die Käufer aber nicht ausreichend darüber informiert.
Gericht fordert keine Perfektion
Richterin Orelia E. Merchant wies die nach New Yorker Recht vorgebrachten Ansprüche nun endgültig ab. Wie Law360 berichtet (via MacRumors), begründete das Gericht die Entscheidung mit den gesetzlichen Vorgaben zur allgemeinen Gewährleistung. Ein verkauftes Produkt müsse demnach lediglich ein Mindestmaß an Qualität aufweisen und nicht in jeder erdenklichen Situation absolut fehlerfrei funktionieren.Da einer der Kläger selbst zu Protokoll gab, die Kopfhörer zum Konsumieren eines Films genutzt zu haben, sah die Richterin die grundlegende Funktion des Geräts als erfüllt an. Der Kläger aus New York wurde infolgedessen aus dem Verfahren ausgeschlossen. Ein zweiter Kläger aus Washington darf den Rechtsstreit mit zwei Klagepunkten auf Bundesebene weiterführen. Apple muss bis September 2026 auf die Klage reagieren.
Kondenswasser bleibt ein Thema
Berichte über Wassertropfen in den AirPods Max existieren bereits seit der offiziellen Markteinführung im Dezember 2020. Das physikalische Phänomen tritt auf, wenn Körperwärme auf die kühleren Ohrmuscheln aus Aluminium trifft. Ob das Kondenswasser tatsächlich die direkte Ursache für die von Nutzern beschriebenen Hardware-Ausfälle ist, bleibt unter Experten und Hardware-Ingenieuren jedoch umstritten.Bislang gibt es keine belastbaren Belege für massenhafte Reparaturen oder ein weitverbreitetes technisches Versagen durch die Feuchtigkeit. Allerdings kritisieren Anwender ganz allgemein, dass sich bei einem teuren Premium-Kopfhörer überhaupt Wasser im Inneren sammeln kann. Apple selbst hat einen Fehler nie eingeräumt und verweist in eigenen Dokumenten darauf, dass die Kopfhörer weder wasserdicht noch wasserabweisend gebaut seien.
Habt ihr selbst Erfahrungen mit Kondenswasser bei Kopfhörern gemacht? Stört euch das bei der Nutzung oder haltet ihr die Aufregung für übertrieben? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Kamera-AirPods vor dem Aus: Apple legt KI-Kopfhörer auf Eis
- AirPods mit Kameras kommen, Apple testet bereits Massenproduktion
- Kameras im Ohr: Was an den AirPods-Ultra-Gerüchten dran ist
- Apple präsentiert AirPods Max 2: Bestellung ab 25. März, Lieferung April
- Apple arbeitet an brandneuen KI-Wearables: Brille, Anhänger & AirPods
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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