Lenovo plant weitreichende Preiserhöhungen für alle seine PCs
Der weltweit größte PC-Hersteller Lenovo wird laut einem Bericht aus chinesischen Quellen ab Juli mit der Umsetzung einer breit angelegten Erhöhung der Preise für praktisch alle seine PC-Produkte beginnen. Auslöser sind die Auswirkungen der Speicherkrise.
Laut einem Bericht des chinesischen Portals Sina Technology hat Lenovo bereits im Mai in internen Besprechungen entschieden, die Preise für fast alle PCs aus seiner Produktion anzuheben. Der Zeitpunkt der breit angelegten Preiserhöhungen soll nach dem Ende des derzeit in China anlaufenden "Shopping-Festivals" rund um den 18. Juni liegen, das auch als 'chinesischer Black Friday' gilt. Konkret sollen die Preise angeblich ab Juli 2026 erhöht werden.
Neben PCs wie Notebooks und Desktops sollen die Preiserhöhungen auch Smartphones, Tablets, Monitore, Office-Zubehör und das gesamte Smart-Home-Portfolio und damit eigentlich alle auf Endverbraucher ausgerichteten Produkte des Konzerns betreffen. Eine schrittweise Erhöhung ist nicht vorgesehen, weshalb die höheren Preise auf einen Schlag für alle Produkte gleichermaßen eingeführt werden, heißt es.
Lenovo hat laut dem Bericht bereits alle seine Vertriebspartner und Distributoren über die geplanten Preiserhöhungen informiert. Bei einigen beliebten PC-Systemen sollen die Preise demnach um mehr als 1000 Yuan steigen, was mindestens 150 Euro entspricht. Die Händler wurden angeblich angewiesen, ihre Lager vor den geplanten Preiserhöhungen aufzustocken.
Die Angaben aus dem Bericht beziehen sich ausdrücklich auf den chinesischen Markt. Es ist somit unklar, inwiefern Lenovo seine Preise in Europa oder weltweit erhöhen will. Das Unternehmen hatte im März schon einmal die Preise der meisten Produkte nach oben korrigiert und dabei schon einmal ähnlich stark angehoben.
Allgemein steigen die Preise für fertige PCs und viele Komponenten derzeit stark an. Hauptfaktor sind die höheren Kosten für Speicherprodukte wie DRAM und NAND-Flash. Allerdings legen wegen einer zunehmenden Knappheit bestimmter Materialien, Rohstoffe und anderer Komponenten auch die Preise vieler anderer Produkte zu. Ein Grund dafür ist der Irankrieg, der unter anderem zu höheren Logistikkosten geführt hat.
Siehe auch:
Preise steigen nach dem 'chinesischen Black Friday'
Lenovo hat als größter PC-Hersteller der Welt zwar den Vorteil, Komponenten für seine Notebooks und Desktop-PCs in sehr großen Mengen und damit oft zu vergünstigten Preisen einzukaufen, doch auch der chinesische Konzern ist nicht gegen die durch die stark erhöhte Nachfrage aus der KI-Branche erheblich gestiegenen Preise der Speicheranbieter gefeit.Laut einem Bericht des chinesischen Portals Sina Technology hat Lenovo bereits im Mai in internen Besprechungen entschieden, die Preise für fast alle PCs aus seiner Produktion anzuheben. Der Zeitpunkt der breit angelegten Preiserhöhungen soll nach dem Ende des derzeit in China anlaufenden "Shopping-Festivals" rund um den 18. Juni liegen, das auch als 'chinesischer Black Friday' gilt. Konkret sollen die Preise angeblich ab Juli 2026 erhöht werden.
Neben PCs wie Notebooks und Desktops sollen die Preiserhöhungen auch Smartphones, Tablets, Monitore, Office-Zubehör und das gesamte Smart-Home-Portfolio und damit eigentlich alle auf Endverbraucher ausgerichteten Produkte des Konzerns betreffen. Eine schrittweise Erhöhung ist nicht vorgesehen, weshalb die höheren Preise auf einen Schlag für alle Produkte gleichermaßen eingeführt werden, heißt es.
Lenovo hat laut dem Bericht bereits alle seine Vertriebspartner und Distributoren über die geplanten Preiserhöhungen informiert. Bei einigen beliebten PC-Systemen sollen die Preise demnach um mehr als 1000 Yuan steigen, was mindestens 150 Euro entspricht. Die Händler wurden angeblich angewiesen, ihre Lager vor den geplanten Preiserhöhungen aufzustocken.
Die Angaben aus dem Bericht beziehen sich ausdrücklich auf den chinesischen Markt. Es ist somit unklar, inwiefern Lenovo seine Preise in Europa oder weltweit erhöhen will. Das Unternehmen hatte im März schon einmal die Preise der meisten Produkte nach oben korrigiert und dabei schon einmal ähnlich stark angehoben.
Allgemein steigen die Preise für fertige PCs und viele Komponenten derzeit stark an. Hauptfaktor sind die höheren Kosten für Speicherprodukte wie DRAM und NAND-Flash. Allerdings legen wegen einer zunehmenden Knappheit bestimmter Materialien, Rohstoffe und anderer Komponenten auch die Preise vieler anderer Produkte zu. Ein Grund dafür ist der Irankrieg, der unter anderem zu höheren Logistikkosten geführt hat.
Zusammenfassung
- Lenovo, weltgrößter PC-Hersteller, erhöht wohl ab Juli die Preise für praktisch alle Produkte erheblich
- Auslöser ist die Speicherkrise: Gestiegene Nachfrage aus der KI-Branche treibt DRAM- und NAND-Preise
- Betroffen sind Notebooks, Desktops, Smartphones, Tablets, Monitore und Smart-Home-Geräte
- Preiserhöhungen sollen nicht schrittweise, sondern zum Stichtag für alle Produkte gleichzeitig kommen
- Lenovo hat seine Vertriebspartner bereits informiert und zu Lageraufstockung aufgefordert
- Im März wurden bereits Preise angehoben; Auswirkungen auf europäische Märkte sind noch unklar
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