NASA verfolgt rekordverdächtigen Radiopuls von der Sonne
Ein im August 2025 beobachteter Radiosturm der Sonne hat deutlich länger angehalten als vergleichbare Ereignisse. Das Phänomen dauerte 19 Tage und übertraf damit den bisherigen Rekord von fünf Tagen. Nun gibt es dazu neue Erkenntnisse von der NASA.
Es handelte sich um einen Typ-IV-Radiosturm. Solche Ereignisse entstehen in Elektronenreservoirs, die in starken Magnetfeldern der Sonne gefangen sind. Die gemessenen Radiowellen im Bereich von 0,5 bis 3 Megahertz sind für die Erde harmlos. Die zugrunde liegenden magnetischen Strukturen können jedoch energiereiche Partikel in Richtung Erde lenken und so Satelliten und Raumfahrzeuge gefährden.
Eine spezielle Lokalisierungstechnik verortete den Ursprung nahe eines sogenannten Helmet Streamers, einer großräumigen magnetischen Struktur in der Sonnenkorona. Diese kann weit in den interplanetaren Raum reichen und ist bei totalen Sonnenfinsternissen als leuchtende Strahlenstruktur sichtbar.
Als Ursache gelten vermutlich drei aufeinanderfolgende koronale Massenauswürfe in derselben Region. Dabei wird heißes Plasma ins All geschleudert. Die rotierende Quelle blieb über Wochen aus unterschiedlichen Perspektiven messbar.
Die Daten zeigen zudem starke zirkulare Polarisation sowie regelmäßige Pulsationen im Abstand von 45 bis 60 Minuten. Solche Muster deuten auf komplexe magnetische Prozesse im Plasma hin und liefern Hinweise auf die Dynamik der Sonnenkorona.
Was haltet ihr von den neuen Erkenntnissen zur Sonnenaktivität? Macht ihr euch Sorgen um die Sicherheit unserer Satellitennetze? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Rekord-Radiosturm im All
Zwischen dem 21. August und dem 9. September blieb die Quelle durch die Rotation der Sonne im Sichtfeld mehrerer Raumsonden.Es handelte sich um einen Typ-IV-Radiosturm. Solche Ereignisse entstehen in Elektronenreservoirs, die in starken Magnetfeldern der Sonne gefangen sind. Die gemessenen Radiowellen im Bereich von 0,5 bis 3 Megahertz sind für die Erde harmlos. Die zugrunde liegenden magnetischen Strukturen können jedoch energiereiche Partikel in Richtung Erde lenken und so Satelliten und Raumfahrzeuge gefährden.
Ursprung des Phänomens
Zur Analyse kombinierten Forscher Daten mehrerer Missionen. Wie die NASA berichtet, wurden Messungen der Sonden STEREO, Parker Solar Probe, Wind und Solar Orbiter ausgewertet und veröffentlicht. Durch die Sonnenrotation gelangte die Quelle nacheinander in die Sichtbereiche der Instrumente und ermöglichte eine nahezu lückenlose Beobachtung.Eine spezielle Lokalisierungstechnik verortete den Ursprung nahe eines sogenannten Helmet Streamers, einer großräumigen magnetischen Struktur in der Sonnenkorona. Diese kann weit in den interplanetaren Raum reichen und ist bei totalen Sonnenfinsternissen als leuchtende Strahlenstruktur sichtbar.
Als Ursache gelten vermutlich drei aufeinanderfolgende koronale Massenauswürfe in derselben Region. Dabei wird heißes Plasma ins All geschleudert. Die rotierende Quelle blieb über Wochen aus unterschiedlichen Perspektiven messbar.
Die Daten zeigen zudem starke zirkulare Polarisation sowie regelmäßige Pulsationen im Abstand von 45 bis 60 Minuten. Solche Muster deuten auf komplexe magnetische Prozesse im Plasma hin und liefern Hinweise auf die Dynamik der Sonnenkorona.
| Sonnensonden im Vergleich | |||
|---|---|---|---|
| Sonde | Start | Hauptzweck | Wichtige Daten |
| Wind | 1994 | Messung des Sonnenwinds und der Teilchenumgebung im erdnahen Raum | - |
| STEREO | 2006 | Beobachtung der Sonne und von koronalen Massenauswürfen aus verschiedenen Blickwinkeln | Zwei Sonden; jeweils 620 Kilogramm; Primärmission 2 Jahre, mehrfach verlängert |
| Parker Solar Probe | 2018 | Erforschung der Sonnenkorona | Annäherung bis auf rund 6 Millionen Kilometer; Geschwindigkeit bis rund 690.000 km/h; Temperaturen bis 1.377 Grad Celsius; 24 Umläufe geplant |
| Solar Orbiter | 2020 | Untersuchung der Sonne aus schräger Umlaufbahn, später auch aus höheren Breitengraden | Hochelliptische Umlaufbahn; Neigung bis 33 Grad gegen die Ekliptik; Annäherung bis unter 42 Millionen Kilometer |
Besseres Weltraumwetter
Die Ergebnisse sollen helfen, Radiostürme künftig schneller zu erkennen und Vorhersagen zum Weltraumwetter zu verbessern. Davon könnten insbesondere Frühwarnsysteme für Satellitenbetreiber profitieren.Was haltet ihr von den neuen Erkenntnissen zur Sonnenaktivität? Macht ihr euch Sorgen um die Sicherheit unserer Satellitennetze? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Radiosturm dauerte 19 Tage und übertraf den bisherigen Rekord
- Radiostürme entstehen aus Elektronen in den starken Magnetfeldern
- Radiowellen lagen im Frequenzbereich von 0,5 bis 3 Megahertz
- Die Daten verbessern die Frühwarnsysteme
- Die Sonden STEREO, Parker Solar Probe, Wind und Solar Orbiter lieferten ein lückenloses Bild
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